Der Berliner Reichstag

35.2. Die deutsch-deutsche Vertragsgemeinschaft

13./14. Febr. 1990

Während seines Besuchs in Bonn vereinbart Ministerpräsident Modrow (PDS), den 17 Regierungsmitglieder begleiten, mit Bundeskanzler Kohl (CDU) die Einsetzung einer gemeinsamen Kommission zur Vorbereitung der angebotenen Währungsunion mit Wirtschaftsreform. Nicht verständigen können sich die beiden Regierungschefs über eine Soforthilfe Bonns von 10 - 15 Milliarden DM als »Solidarbeitrag« zur wirtschaftlichen Stabilisierung der DDR sowie über die Zugehörigkeit eines geeinten Deutschlands zu Militärbündnissen; einig sind sie sich jedoch darüber, dass es zur deutschen Einheit kommen werde, dass diesbezüglich mit den Siegermächten bald zu verhandeln sei und dass die Menschen in der DDR bleiben statt aus ihr flüchten sollten. Die Soforthilfe als »Lastenausgleich« Bonns war von der DDR-Wirtschaftsministerin Christa Luft am 5. 2. 1990 gefordert und vom Runden Tisch am 12. 2. nachdrücklich angemahnt worden. Über die Ablehnung zeigt sich die DDR-Delegation verstimmt.

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