Der Berliner Reichstag

35.2. Die deutsch-deutsche Vertragsgemeinschaft

27. März 1990

Die SPD-Volkskammerfraktion nimmt das Angebot der »Allianz für Deutschland« an, Koalitionsgespräche zu führen, und zwar entgegen ihrer ursprünglichen Absicht - ggf. auch mit der DSU. Die drei liberalen Parteien hatten bereits am 22. 3. ihre Koalitionsbereitschaft signalisiert. Die LDP benennt sich ab sofort um in Bund Freier Demokraten -Die Liberalen (BFD). Ihm tritt am 28. 3. die NDPD korporativ bei. Am 14. 3. 1990 war der Vorsitzende und Spitzenkandidat des Demokratischen Aufbruchs, Wolfgang Schnur, wegen seiner - zunächst von ihm bestrittenen - früheren Zusammenarbeit mit dem MfS (Stasi) zurückgetreten und tags darauf als Parteimitglied ausgeschlossen worden. Nachfolger ist Rainer Eppelmann (zunächst amtierend, ab 22. 4. 1990 endgültig). Am 2. 4. 1990 legt auch der Partei-und Fraktionsvorsitzende der SPD, Ibrahim Böhme, seine Parteiämter wegen der Vorwürfe nieder, er sei Stasi-Informant gewesen. Nachfolger als Fraktionschef wird am 3. 4. Richard Schröder, als Parteivorsitzender am 9. 6. 1990 Wolfgang Thierse.

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