Der Berliner Reichstag

36.2. Die außenpolitische Absicherung und die äußeren Aspekte

22. Juni 1990

Zweite Runde der 2+4-Gespräche der Außenminister in Ost-Berlin. Die Westmächte stimmen mit der BRD und der DDR darin überein, dass die deutsche Einheit mit der Wiederherstellung der vollen deutschen Souveränität einhergehen müsse. Die Sowjetunion schlägt dagegen den etappenweisen Rückzug der Siegermächte aus dem vereinten Deutschland und die Vertagung des Problems seiner Souveränität um fünf Jahre vor; so lange sollen die bestehenden Militärbündnisse aufrechterhalten bleiben. Außenminister Genscher betont, »dass das vereinigte Deutschland nicht singularisiert oder diskriminiert« werden solle. Vor Konferenzbeginn war in Anwesenheit der Außenminister der westalliierte Kontrollpunkt Checkpoint Charlie, der nach dem Mauerbau seit dem 22. 8. 1961 als Sektorenübergang für Westalliierte, Ausländer und Diplomaten gedient hatte, aufgelöst worden. (22. 6. 1990)

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