| Teilnehmerzahl: |
Mind. 12 bis max. 30 |
|---|---|
| Zielgruppe: |
Sekundarstufe I, Sekundarstufe II, Berufsschule |
| Zeitbedarf: |
1-tägig - Es werden mindestens 4 Schulstunden für die Umsetzung benötigt. Ideal sind 6 Schulstunden. Es ist auch eine Projektwoche mit ausführlichen Inhalten umsetzbar. |
| Preis Materialien od. Lizenz: |
Kostenlos im Land Brandenburg durch die Unterstützung des Landespräventionsrates Brandenburg und des Bundesprogrammes Demokratie Leben! |
| Benötigte Ausstattung: |
Ein großer (Klassen)Raum bzw. Aula mit Tischen und Stühlen für die Simulation des Gerichtssaales. |
Im Rahmen des Angebotes lernen die Teilnehmenden den Ablauf eines Jugendstrafverfahrens inklusive einer Gerichtsverhandlung kennen. Je nach Altersgruppe entweder entsprechend des Jugendgerichtsgesetzes oder der Strafprozessordnung. Die Teilnehmenden erarbeiten eigene Inhalte anhand jugendtypischer Straftaten (z.B. Beleidigung, Diebstahl, Sachbeschädigung, Körperverletzung, Raub und räuberischer Erpressung), reflektieren entsprechende Handlungen aus der eigenen Beobachtungswelt und sortieren diese in das gesellschaftliche Normen- und Wertegerüst ein. Ziel ist es, sich der möglichen Konsequenzen von strafbewehrten Handlungen bewusst zu werden und Gegenstrategien zu entwickeln. Kern des Workshops ist die Durchführung einer (Jugend-)Gerichtsverhandlung in Form eines Rollenspiels. Dazu sind Rollenkarten vorbereitet, die den Teilnehmenden helfen, die jeweilige Perspektive der handelnden Personen einzunehmen. Neben der plastischen Darstellung der Gewaltenteilung in Deutschland wird hier auf den Perspektivwechsel fokussiert. Dieser kann zu emanzipatorischen und emphatischen Erkenntnissen beitragen. Darüber hinaus werden kommunikative Fähigkeiten und Fertigkeiten geübt. Das Geschehend es Rollenspieles wird reflektiert und der Erkenntnisgewinn festgehalten. Die Inhalte können auch auf andere Aspekte (Cyberkriminalität, Mobbing, …) erweitert bzw. angepasst werden.
Zielsetzung:Rechtsbewusstsein stärken Jugendliche lernen den Ablauf eines Jugendstrafverfahrens und einer Gerichtsverhandlung kennen und verstehen, welche rechtlichen Konsequenzen strafbares Verhalten haben kann. Reflexion von Normen und Werten Typische Delikte aus der Lebenswelt Jugendlicher werden diskutiert und in gesellschaftliche Regeln, Werte und rechtliche Grenzen eingeordnet. Perspektivwechsel fördern Durch das Rollenspiel (z. B. Richter:in, Angeklagte:r, Staatsanwaltschaft, Verteidigung) setzen sich die Teilnehmenden mit unterschiedlichen Rollen und Sichtweisen im Rechtssystem auseinander. Prävention von Straftaten Die Teilnehmenden erkennen mögliche Folgen von strafbarem Verhalten und entwickeln Strategien, um riskante oder grenzüberschreitende Situationen zu vermeiden. Soziale und kommunikative Kompetenzen stärken Argumentation, Diskussion, Empathie und kooperatives Arbeiten werden im Rollenspiel und in der anschließenden Reflexion gezielt gefördert.
Spielablauf:Einstieg und thematische Annäherung Ziel: Interesse wecken und Bezug zur Lebenswelt herstellen Sammlung jugendtypischer Straftaten (z. B. Diebstahl, Beleidigung, Körperverletzung, Cybermobbing) Kurze Einführung in Jugendstrafrecht und Ziele des Jugendstrafverfahrens Aufbau eines Gerichtsverfahrens Überblick über den Ablauf eines Strafverfahrens (Anzeige → Ermittlungen → Anklage → Gerichtsverhandlung → Urteil) Vorbereitung der Übungsverhandlung Rollen kennenlernen und erste Argumente entwickeln Erste Gerichtsverhandlung (angeleitet) Durchführung der Übungs-Gerichtsverhandlung, moderiert durch die Workshopleitung. Die Moderation unterstützt bei der Reihenfolge der Verhandlungsschritte, Formulierungen und Fragen, Einhaltung der Rollen. Vorbereitung der zweiten Verhandlung Gruppen bereiten eigenständig vor: Anklageargumente, Verteidigungsstrategie, Zeugenaussagen, Fragen des Gerichts Zweite Gerichtsverhandlung (selbstständig) Durchführung der zweiten Gerichtsverhandlung weitgehend eigenständig durch die Teilnehmenden. Reflexion Wie hat sich die zweite Verhandlung im Vergleich zur ersten angefühlt? War das Urteil gerecht? Welche Konsequenzen können Straftaten im echten Leben haben? Welche Rollen waren besonders schwierig? Welche Erkenntnisse nehmen die Teilnehmenden mit? Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse zu Recht, Verantwortung und gesellschaftlichen Normen.
Materialien oder Planspielordner:Alle Materialien werden mitgebracht. Es gibt einen Planspielordner, der vor Ort verbleiben kann mit dem Ziel, weitere selbstständige Durchführungen zu ermöglichen.
Inhaltliche Vorbereitung der Teilnehmer:Grundsätzlich nicht notwendig.
Anbieter:
pewobe g GmbH - Projekt Wilde Wasser
Martin Hampel
E-Mail:
Externer Link: wildewasser@pewobe-ffo.de
Website:
Externer Link: www.wilde-wasser-brandenburg.de