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Wahl-O-Mat goes "1, 2 oder 3?" | Wahl-O-Mat im Unterricht | bpb.de

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Wahl-O-Mat goes "1, 2 oder 3?" Wahl-O-Mat als Spiel in der Schule

Heiko Drummond Nauck

/ 2 Minuten zu lesen

(© picture-alliance, Zoonar | Axel Bueckert)

Kurzübersicht: Wahl-O-Mat als Spiel in der Schule

ZielFörderung der politischen Urteilskompetenz, Anregung von Diskussion und Austausch, mehr Bewegung im Unterricht
ZielgruppeSekundarstufe 1 und 2
GruppengrößeMaximal 50 Schülerinnen und Schüler
Dauer45-90 Minuten (je nach Umfang der Diskussion)

Material und Vorbereitung

  • Auswahl der Thesen: Für 5 bis 10 Thesen aus dem Wahl-O-Mat entscheiden, die für junge Menschen besonders relevant und interessant sind. Zu diesen Thesen im Wahl-O-Mat nachschauen, wie die relevantesten Parteien geantwortet haben und exemplarisch einige Begründungen bereithalten.

  • Präsentation: Folien für Beamer oder Smartboard vorbereiten zur gut sichtbaren Anzeige der Thesen sowie der Antworten der Parteien auf der jeweils nachfolgenden Folie.

Ideen

  • Markierung der Abstimmungsfelder: Drei klar voneinander getrennte Bereiche auf dem Boden (z.B. durch Klebeband markiert) kennzeichnen mit: „Stimme zu“, „Neutral“, „Stimme nicht zu“.

    Oder: 3 Ecken des Klassenraumes wählen und diese mit einem Zettel mit "Stimme zu", "Neutral" und "Stimme nicht zu" markieren.

Ablauf

  • 1. Nennung der These: Die Lehrkraft liest die ausgewählte These vor. Je nach These folgt ggf. eine kurze, überparteiliche Einordnung der These, um sicherzustellen, dass alle Schülerinnen und Schüler Bescheid wissen, worum es geht. Die Lehrkraft betont, dass sich alle selbstständig entscheiden sollen und jede An-wort legitim ist.

  • 2. Aktive Abstimmung: Wie in der bekannten Kindersendung „1, 2 oder 3“ entscheiden sich die Jugendlichen nun möglichst eigenständig, wie sie zu den Thesen stehen, indem sie aktiv auf eines der drei Feld gehen: „Stimme zu“, „Neutral“, „Stimme nicht zu“.

  • 3. Austausch: Im Anschluss bittet die Lehrkraft exemplarisch einzelne (freiwillige) Schülerinnen und Schüler aus den verschiedenen Feldern, ihre Entscheidung zu begründen.

  • 4. Parteien-Check: Anders als beim Wahl-O-Mat folgt am Ende keine Auswertung, mit welchen Parteien die größte Übereinstimmung vorliegt. Stattdessen fragt die Lehrkraft als nächstes, wie die Schülerinnen und Schüler die Antworten der Parteien einschätzen. Die Abfrage kann per Handzeichen erfolgen.

    Alternativ kann ein Online-Tool genutzt werden (z.B. „mentimeter“, „kahoot!“, „AhaSlides“), mit dem die Schülerinnen und Schüler für alle sichtbar jede Partei der vermuteten Antwort („Stimme zu“, „Neutral“, „ Stimme nicht zu“) zuordnen können.

    Abschließend wird aufgelöst, wie die Parteien sich tatsächlich zur entsprechenden These positionieren und die Lehrkraft nennt exemplarisch, wie die Parteien ihre Position im Wahl-O-Mat begründen.

  • 5. Reflexion: Nach der letzten These folgt zum Abschluss eine Reflexionsphase: Hast du deine eigene Position durch die Argumente der anderen verändert? Hat dich überrascht, wie die Parteien abgestimmt haben? Woran könnte es liegen, dass die Parteien anders eingeschätzt wurden?

Weitere Inhalte

Heiko Drummond Nauck ist Politik- und Mathematiklehrer an der Sophie Scholl Schule in Berlin, einer Integrierten Sekundarschule mit gymnasialer Oberstufe und Europaschule.