Die "MEMES"-Technik beruht auf der "MATTER"-Analyse des Kommunikationswissenschaftler Marcus Bösch und ist eigentlich für Journalisten und Journalistinnen gedacht. Denn sie soll dabei helfen, über Memes zu berichten. Der Journalist Dirk von Gehlen hat nun aus dieser Methode die "MEMES"-Technik abgeleitet, um die kompakten Medieninhalte in fünf Schritten zu analysieren:
Methoden helfen bei der Meme-Analyse. (© Pinterest @bensaraa)
Methoden helfen bei der Meme-Analyse. (© Pinterest @bensaraa)
M wie Material
Was ist der Ursprung oder der Hintergrund des Memes?
Welche Personengruppen werden es wahrscheinlich sofort verstehen – und welche nicht?
Welche Teile der Bedeutung sind codiert, ein "
Interner Link: Dogwhistle " oder nur für Insider erkennbar?
E wie Emotion
Welche Emotion löst das Meme aus?
Ist es ernst gemeint, ironisch, zynisch oder mehrdeutig?
M wie Medium
Um welches Format handelt es sich (Bild, Video, Ton, Geste, multimedial)?
Auf welchen Plattformen taucht es auf? Auf welcher Plattform ist es ursprünglich erschienen?
Welche Rolle spielt KI?
E wie Ethik
Gibt es Anzeichen von Manipulation, Propaganda oder wird das Meme gezielt genutzt, um den öffentlichen Diskurs zu beeinflussen?
Betrifft es schutzbedürftige Personen? Reproduziert es Hass, Diskriminierung oder Vorurteile?
Ruft es Missverständnisse hervor?
S wie Situation
Wie alt ist das Meme? Ist es neu und unbekannt? Wird es gerade sehr viel verwendet? Ist es bereits überholt? Oder wird es wiederverwendet?
Hat sich die Bedeutung des Memes über die Zeit verändert?
Warum ist dieses Meme jetzt wichtig?
Wo ist dieses Meme im Umlauf (in welchen Gemeinschaften, Regionen oder Sprachen)?
Wer verbreitet es? Sind das Einzelpersonen, Medien, koordinierte Akteure?