Armut

A. ist eine Situation wirtschaftlichen Mangels. Zu unterscheiden sind:

a) Objektive A., d. h. einzelne Personen, Gruppen oder (Teile von) Bevölkerungen sind nicht in der Lage, ihr Existenzminimum aus eigener Kraft zu bestreiten. b) Subjektive A. liegt vor, wenn ein Mangel an Mitteln, die der individuellen Bedürfnisbefriedigung dienen, empfunden wird. c) Absolute A. bedroht die physische Existenz von Menschen unmittelbar (bspw. durch Verhungern oder Erfrieren) oder mittelbar (bspw. aufgrund mangelnder gesundheitlicher Widerstandskraft). d) Relative A., d. h. das Unterschreiten des soziokulturellen Existenzminimums (oft gleichgesetzt mit der Bedrohung der Menschenwürde).

Hauptursache zunehmender A. in DEU, insb. in Form der Alters-, Frauen-, Kinder-A., ist die Arbeitslosigkeit. Die nationale Armutsgrenze in DEU beträgt 60 % des mittleren Nettoeinkommens.

Siehe auch:
Bevölkerung
Menschenwürde
Arbeitslosigkeit
Working Poor

Quelle: Schubert, Klaus/Martina Klein: Das Politiklexikon. 7., aktual. u. erw. Aufl. Bonn: Dietz 2018. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.



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