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Dritter Sektor

1) D. S. oder Non-Profit-Sektor bezeichnet einen gesellschaftlichen Bereich, der durch ein Neben- und Miteinander von Marktmechanismus, staatlicher Steuerung und Leistung und gemeinschaftlicher bzw. familiärer Arbeit geprägt ist, in dem jedoch keiner dieser Mechanismen eindeutig vorherrscht. Typischerweise ist das z. B. in sozialen Bereichen wie Selbsthilfe- und selbst organisierten Gruppen der Fall, wo die Begünstigten einerseits auf staatliche Hilfe angewiesen sind, andererseits die Art und Weise der benötigten Leistungen und Hilfen individuell sehr unterschiedlich ausfallen kann (z. B. in der Drogenhilfe). Der Begriff D. S. wird auch auf Unternehmen angewandt, deren primäres wirtschaftliches Ziel nicht die Gewinnerzielung, sondern die Erbringung einer Leistung (z. B. Angebot von Waren aus Entwicklungsländern), die Beschäftigung von ansonsten Arbeitslosen (z. B. Beschäftigungsgesellschaften) etc. ist.

2) D. S. wird gelegentlich auch zur Bezeichnung des Dienstleistungssektors einer Volkswirtschaft verwendet ( tertiärer Sektor).

Siehe auch:
Steuerung, politische
Arbeit
Unternehmen
Entwicklungsländer
Volkswirtschaft
Tertiärer Sektor
Gemeinwirtschaft

Quelle: Schubert, Klaus/Martina Klein: Das Politiklexikon. 7., aktual. u. erw. Aufl. Bonn: Dietz 2018. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.



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