Gemeinde

Soziolog.: G. bezeichnet eine Gruppe von Menschen, eine Anhängerschaft oder Glaubens-G., die i. d. R. in lokaler Gemeinschaft lebt.

Pol.: G. bezeichnet eine politische Verwaltungseinheit, die in DEU als Körperschaft des öffentlichen Rechts eingerichtet und nach Art. 28 GG mit Gremien und Aufgaben der Selbstverwaltung ausgestattet ist (Einzelheiten werden in den G.-Ordnungen der Länder geregelt). G. erfüllen ferner staatliche Aufgaben, insb. im Personenstandswesen (Einwohnermeldeamt etc.), im Gesundheitswesen, im sozialpolitischen Bereich. Überörtliche Aufgaben und Aufgaben, die die finanzielle oder Verwaltungskraft einzelner G. übersteigen, können auch durch G.-Verbände erledigt werden.

Hiervon sind sog. Zweckverbände (z. B. zur Wasserversorgung) zu unterscheiden.

Siehe auch:
Gemeinschaft
Körperschaft des öffentlichen Rechts (KdöR)
Selbstverwaltung
Kommunalverfassungen

Quelle: Schubert, Klaus/Martina Klein: Das Politiklexikon. 7., aktual. u. erw. Aufl. Bonn: Dietz 2018. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.



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