Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR)

Auch BGB-Gesellschaft genannt, ist die einfachste Form der Gesellschaft. Sie ist ein Zusammenschluss von mindestens 2 Personen (Gesellschafter) durch Vertrag. Dieser Gesellschaftsvertrag enthält den Gesellschaftszweck und begründet die Rechte und Pflichten der Gesellschafter untereinander. Die G. ist die Grundform der Personengesellschaft und in den §§ 705 ff. BGB geregelt. Möglich ist jeder rechtlich zulässige Zweck, z. B. ein Gewerbe, ein kaufmännischer Zweck (Kaufmann), eine Wohngemeinschaft oder eine Lotto-Tipp-Gemeinschaft. Die G. hat Rechtsfähigkeit und Parteifähigkeit, sofern sie nach außen auftritt. Die Entscheidungen (Geschäftsführung) stehen allen Gesellschaftern gemeinsam zu, es sei denn, dass sie im Gesellschaftsvertrag etwas anderes vereinbaren. Das Vermögen der Gesellschafter entsteht durch Beiträge der Gesellschafter und erworbene Gegenstände und steht den Gesellschaftern gemeinsam zu, im Zweifel zu gleichen Teilen, sonst anteilig nach dem Gesellschaftsvertrag (vgl. §§ 718, 722, 742 BGB). Auf der Grundform G. bauen die Offene Handelsgesellschaft (OHG) und die Kommanditgesellschaft (KG) rechtlich auf.

Siehe auch:
Gesellschaft
Person
Vertrag
Personengesellschaft
Gewerbe
Kaufmann
Rechtsfähigkeit
Parteifähigkeit
Vermögen

Quelle: Das Rechtslexikon. Begriffe, Grundlagen, Zusammenhänge. Lennart Alexy / Andreas Fisahn / Susanne Hähnchen / Tobias Mushoff / Uwe Trepte. Verlag J.H.W. Dietz Nachf. , Bonn, 1. Auflage, September 2019. Lizenzausgabe: Bundeszentrale für politische Bildung.



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