Strafrecht

Das materielle S. ist im Strafgesetzbuch (StGB) und strafrechtlichen Nebengesetzen (z. B.: Betäubungsmittelgesetz (BtMG), Straßenverkehrsgesetz (StVG), Wehrstrafgesetz) geregelt. Es nennt die Tatbestandsvoraussetzungen, die zur Bestrafung führen. Das prozessuale S. ist in der Strafprozessordnung (StPO) und für Ordnungswidrigkeiten ergänzend im Gesetz über Ordnungswidrigkeiten (OWiG) geregelt und beschreibt den rechtsstaatlichen Weg, der zur Verurteilung bzw. Sanktionierung führt. Es hat auch Geltung für die strafrechtlichen Nebengesetze. Besonderheiten für das Strafverfahren gelten im Jugendstrafrecht. Das deutsche Strafrecht (StGB und Nebengesetze) gilt für Taten, die auf dem Boden der Bundesrepublik Deutschland begangen werden oder auf deutschen Schiffen und Luftfahrzeugen (§§ 3, 4 StGB, Territorialprinzip). Für einzelne Tatbestände ist auch die Geltung für Auslandstaten vorgesehen, wenn Inlandsbezug besteht oder wenn ein deutscher Staatsbürger Täter oder Opfer einer Straftat (§§ 5, 7 StGB) ist.

Siehe auch:
Strafgesetzbuch (StGB)
Betäubungsmittelgesetz (BtMG)
Straßenverkehrsgesetz (StVG)
Strafprozessordnung (StPO)
Gesetz über Ordnungswidrigkeiten (OWiG)
Jugendstrafrecht

Quelle: Das Rechtslexikon. Begriffe, Grundlagen, Zusammenhänge. Lennart Alexy / Andreas Fisahn / Susanne Hähnchen / Tobias Mushoff / Uwe Trepte. Verlag J.H.W. Dietz Nachf. , Bonn, 1. Auflage, September 2019. Lizenzausgabe: Bundeszentrale für politische Bildung.



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