Meine Merkliste

Quiz zur US-Präsidentschaftswahl

Welche Rolle spielen die politischen Parteien im US-Wahlkampf? Und was sind die Vorwahlen? Antworten auf diese und weitere häufig gestellte Fragen finden Sie in unseren FAQ.

Wer wählt den US-Präsidenten? Was sind die sogenannten "Swing States"? Und was ist der Unterschied zwischen "primaries" und "caucus"? Testen Sie Ihr Wissen bei unserem Quiz zur US-Präsidentschaftswahl.

Weiter

Erläuterung

Der amerikanische Präsident wird nicht direkt, sondern durch 538 Wahlmänner und -frauen gewählt, die aus allen Bundesstaaten entsandt werden. Diese Wahlleute bestimmten die Wähler am 8. November. Die Zahl der Wahlleute eines Staates orientiert sich an seiner Bevölkerungszahl. Der Kandidat, der in dem jeweiligen Staat die meisten Stimmen erhält, bekommt alle Wahlleute des Staates zugewiesen. Eine einfache Mehrheit von Wahlleuten (270 Stimmen) reicht für den Sieg eines Kandidaten. Diese Besonderheit des US-Wahlsystems kann zur Folge haben, dass der Kandidat, der die Mehrheit der abgegebenen Stimmen der Bürger des Landes erhält, nicht zwingend auch die Wahl gewinnt.

Mehr Information

Weiter
Weiter

Erläuterung

Im Gegensatz zu Deutschland muss man sich in den USA selber in ein Wählerregister eintragen lassen. Eine automatische Registrierung auf Grundlage von Daten der Einwohnermeldeämter wie in Deutschland existiert in den USA nicht. Oftmals wird die Wählerregistrierung als eine Ursache für die niedrige Wahlbeteiligung in den USA genannt. Bei der letzten Präsidentschaftswahl 2012 hatten sich 24 Prozent der Wahlberechtigten nicht für die Wahl registriert, das sind rund 51 Millionen US-Bürger.

Mehr Information

Weiter
Weiter

Erläuterung

In diesen Abstimmungen konkurrieren die Kandidaten um die Delegierten der Partei in dem jeweiligen Bundesstaat, die dann auf dem Nominierungsparteitag der Partei den Präsidentschaftskandidaten nominieren. Die "Primaries" gleichen schon fast einer normalen Wahl. Jeder wahlberechtigte Bürger eines Bundesstaates, der sich bei seiner Wahlregistrierung zu einer Partei bekannt hat, darf im Rahmen einer geheimen Abstimmung bei der Kandidatenauswahl mitentscheiden. Manche Staaten haben sogar offene "primaries", d.h. man kann auch bei der anderen Partei mitstimmen. "Caucuse" sind demgegenüber lokale Parteiversammlungen auf Bezirksebene, auf denen nur zur Wahl registrierte Mitglieder der jeweiligen Partei zum Beispiel per Handzeichen ihre Stimme abgeben können.

Mehr Information

Weiter
Weiter

Erläuterung

Im August 1974 trat Richard Nixon wegen der sogenannten "Watergate-Affäre" von seinem Amt als Präsident zurück. Er wollte damit einem Amtsenthebungsverfahren zuvorkommen. Auslöser der Regierungskrise war ein Einbruch im Jahr 1972 im Hotel Watergate in Washington DC, in dem sich die Wahlkampf-Zentrale der demokratischen Partei befand. Die Einbrecher wurden gestellt – unter ihnen waren Lobbyisten, die für die Wiederwahl Nixons arbeiteten. Ihre Absicht war es, in der gegnerischen Zentrale Abhörmikrofone zu installieren. Im weiteren Verlauf traten viele offizielle Mitarbeiter des Weißen Hauses zurück. Manche von ihnen wurden wegen ihrer Vertuschungsversuche später verurteilt. Monatelang musste sich Nixons Regierung für ihren Umgang mit der Affäre rechtfertigen. Schließlich konnte über Tonbandaufnahmen aus dem Weißen Haus nachgewiesen werden, dass auch Nixon aktiv daran gearbeitet hatte, die Affäre zu vertuschen.

Weiter
Weiter

Erläuterung

Als ein "swing-" oder "battleground state" wird in den USA ein Bundesstaat bezeichnet, in dem kein Kandidat oder keine Partei eine ausreichende Unterstützung bzw. Stammwählerbasis besitzt, um die Stimmen der Wahlleute in dem Bundesstaat zu gewinnen. Auf diese Staaten konzentrieren sich auch die Wahlkampfaktivitäten, weil es für die Kandidaten oder Parteien keinen Sinn macht, Ressourcen in Staaten zu investieren, die sie sicher gewinnen oder verlieren werden (safe states).

Mehr Information

Weiter
Weiter

Erläuterung

In den USA wird der Präsident nicht direkt vom Volk gewählt, sondern indirekt über Wahlmänner/-frauen (electors), die im Electoral College zusammengefasst sind. Jeder Bundesstaat erhält eine bestimmte Anzahl von Wahlmännern. Die Wahlmänner/-frauen verteilen sich nach einem bestimmten Schlüssel auf die Bundestaaten. Jeder Bundestaat erhält so viele Wahlmänner/-frauen, wie der Staat Abgeordnete im Repräsentantenhaus und Senatoren hat. Die Verfassungsväter wollten so den Präsidenten unabhängig vom Einfluss des Volkes machen, ihm aber zugleich über Wahlen eine eigene Legitimationsbasis gegenüber dem Kongress verschaffen. Die Wähler wählen also im eigentlichen Sinne nicht den Präsidenten, sondern die Wahlmänner der jeweiligen Partei im eigenen Bundesstaat.

Mehr Information

Weiter
Weiter

Erläuterung

Der amerikanische Präsident steht nicht nur an der Spitze einer der stärksten Militär- und Wirtschaftsmächte der Welt, sondern sein Amt bündelt auch verschiedene Funktionen: So ist der Präsident oberster Repräsentant im Lande, Regierungschef und Oberster Befehlshaber der Streitkräfte. Der Präsident selbst kann allerdings keine Gesetze erlassen oder Gesetzentwürfe in den Kongress einbringen. Er kann aber Gesetze mit einem Veto belegen, das nur von einer 2/3 Mehrheit des Kongresses überstimmt werden kann. Bei der Zusammensetzung seines Kabinetts und der Ernennung von Richtern am Supreme Court ist der Präsident auf die Unterstützung eines Teils des Kongresses, des Senats, angewiesen. Im Gegensatz zum parlamentarischen System, wie wir es etwa in Deutschland haben, ist der Präsident in einem präsidialdemokratischen System wie in den USA unabhängiger von politischen Mehrheiten in der Legislative.

Mehr Information

Weiter
Weiter

Erläuterung

Abraham Lincolns "Emancipation Proclamation" aus dem Jahr 1863 ist ein Meilenstein der amerikanischen Geschichte. Sie erklärte alle Sklaven in den rebellischen Südstaaten, die sich noch im Kampf gegen die Unionsstaaten im Norden befanden, für frei. Nach dem Sieg der Nordstaaten im Bürgerkrieg wurde die Sklavenhaltung mit dem 13. Verfassungszusatz 1865 im gesamten Geltungsbereich der Verfassung verboten; die Verfassungszusätze 14 und 15 gaben schwarzen Amerikanern das Bürger- und Wahlrecht.

Mehr Information

Weiter
Weiter

Erläuterung

In den USA wird der Präsident nicht direkt vom Volk gewählt, sondern indirekt über Wahlmänner/-frauen. Die Präsidentschaftswahl gewinnt der Kandidat, der mindestens 270 der 538 Stimmen erhält. Sollte kein Kandidat eine solche Mehrheit bekommen, dann bestimmt das Repräsentantenhaus den Präsidenten.
In der Geschichte der USA hat das System des Electoral College nur vier Mal dazu geführt, dass ein Kandidat die Wahlen gewonnen hat, obwohl er nicht über die meisten Gesamtwählerstimmen verfügte. Zuletzt geschah dies im Jahr 2000 in der Wahl Al Gore vs. George W. Bush. Bush setzte sich hier mit 271 Wahlmännerstimmen knapp gegen Gore durch, obwohl dessen 266 Wahlmänner circa eine halbe Million mehr Wählerstimmen repräsentierten.

Mehr Information

Weiter
Weiter

Erläuterung

Die Zeitspanne zwischen der Wahl der US-Bürgerinnen und Bürger im November und der Amtseinführung des neuen Präsidenten am 20. Januar des nächsten Jahres ist relativ lang. Einerseits macht der Zeitraum zwischen der Wahl und der Amtseinführung einen geregelten Amtswechsel möglich, anderseits ist dies ein relativ langer Zeitraum, in der die alte Regierung kein eigentliches Mandat mehr hat. In der Debatte hat sich deshalb auch der Begriff "lame duck" (lahme Ente) etabliert, um die Situation des Amtsinhabers in der Zeit zwischen Wahl und Amtsantritt des neuen Präsidenten treffend zu beschreiben. Manchmal wird der Begriff "lame duck" auch für Präsidenten gegen Ende der zweiten Amtszeit verwendet, die aufgrund der wenigen Zeit, die ihnen bleibt, kein politisches Kapital für Gesetzvorhaben mehr besitzen.

Weiter
Weiter

Erläuterung

Grundsätzlich ist festgelegt, dass Einzelpersonen den Wahlkampf mit höchstens 2.500 US Dollar pro Kandidat im Kongresswahlkampf bzw. 5.000 Dollar pro Kandidat im Präsidentschaftswahlkampf unterstützen dürfen. Unternehmen, Verbände und Gewerkschaften dürfen Kandidaten finanziell nicht unterstützen.

Parallel hat das Oberste Verfassungsgericht 2010 aber auch geurteilt, dass das Recht auf freie Meinungsäußerung auch für Unternehmen und Verbände gilt und dass Spenden unter die Meinungsbildung und -äußerung fallen. In einem weiteren Urteil wurde dann von Supreme Court noch festgestellt, dass die Political Action Committees (PACs) dann unbegrenzt Spenden sammeln dürfen, wenn sie diese Mittel nicht direkt an Kandidaten, Parteien oder andere PACs weiterleiten oder ihre Aktivitäten mit einer bestimmten Kampagne koordinieren. Manche dieser Organisationen machen als Folge dieser Regelung dann in erster Linie auch negativen Wahlkampf, d.h. sie konzentrieren auf Kritik an der gegnerischen Kampagne. Diese neuen PACs werden als Super PACs bezeichnet. Sie müssen ihre Spender und die gespendeten Summen erst nach der Wahl nennen.

Mehr Information

Weiter

Ihre Auswertung

Wer wählt den US-Präsidenten direkt?

Erläuterung

Der amerikanische Präsident wird nicht direkt, sondern durch 538 Wahlmänner und -frauen gewählt, die aus allen Bundesstaaten entsandt werden. Diese Wahlleute bestimmten die Wähler am 8. November. Die Zahl der Wahlleute eines Staates orientiert sich an seiner Bevölkerungszahl. Der Kandidat, der in dem jeweiligen Staat die meisten Stimmen erhält, bekommt alle Wahlleute des Staates zugewiesen. Eine einfache Mehrheit von Wahlleuten (270 Stimmen) reicht für den Sieg eines Kandidaten. Diese Besonderheit des US-Wahlsystems kann zur Folge haben, dass der Kandidat, der die Mehrheit der abgegebenen Stimmen der Bürger des Landes erhält, nicht zwingend auch die Wahl gewinnt.

Mehr Information

Was muss man tun, bevor man als amerikanischer Bürger wählen darf?

Erläuterung

Im Gegensatz zu Deutschland muss man sich in den USA selber in ein Wählerregister eintragen lassen. Eine automatische Registrierung auf Grundlage von Daten der Einwohnermeldeämter wie in Deutschland existiert in den USA nicht. Oftmals wird die Wählerregistrierung als eine Ursache für die niedrige Wahlbeteiligung in den USA genannt. Bei der letzten Präsidentschaftswahl 2012 hatten sich 24 Prozent der Wahlberechtigten nicht für die Wahl registriert, das sind rund 51 Millionen US-Bürger.

Mehr Information

In den USA gibt es zwei Arten von Vorwahlen, die zur Bestimmung der Präsidentschaftskandidaten dienen: "primary" und "caucus". Was ist der Unterschied zwischen den beiden?

Erläuterung

In diesen Abstimmungen konkurrieren die Kandidaten um die Delegierten der Partei in dem jeweiligen Bundesstaat, die dann auf dem Nominierungsparteitag der Partei den Präsidentschaftskandidaten nominieren. Die "Primaries" gleichen schon fast einer normalen Wahl. Jeder wahlberechtigte Bürger eines Bundesstaates, der sich bei seiner Wahlregistrierung zu einer Partei bekannt hat, darf im Rahmen einer geheimen Abstimmung bei der Kandidatenauswahl mitentscheiden. Manche Staaten haben sogar offene "primaries", d.h. man kann auch bei der anderen Partei mitstimmen. "Caucuse" sind demgegenüber lokale Parteiversammlungen auf Bezirksebene, auf denen nur zur Wahl registrierte Mitglieder der jeweiligen Partei zum Beispiel per Handzeichen ihre Stimme abgeben können.

Mehr Information

In der Geschichte der USA ist bisher erst ein Präsident von seinem Amt zurückgetreten. Wie hieß dieser Präsident?

Erläuterung

Im August 1974 trat Richard Nixon wegen der sogenannten "Watergate-Affäre" von seinem Amt als Präsident zurück. Er wollte damit einem Amtsenthebungsverfahren zuvorkommen. Auslöser der Regierungskrise war ein Einbruch im Jahr 1972 im Hotel Watergate in Washington DC, in dem sich die Wahlkampf-Zentrale der demokratischen Partei befand. Die Einbrecher wurden gestellt – unter ihnen waren Lobbyisten, die für die Wiederwahl Nixons arbeiteten. Ihre Absicht war es, in der gegnerischen Zentrale Abhörmikrofone zu installieren. Im weiteren Verlauf traten viele offizielle Mitarbeiter des Weißen Hauses zurück. Manche von ihnen wurden wegen ihrer Vertuschungsversuche später verurteilt. Monatelang musste sich Nixons Regierung für ihren Umgang mit der Affäre rechtfertigen. Schließlich konnte über Tonbandaufnahmen aus dem Weißen Haus nachgewiesen werden, dass auch Nixon aktiv daran gearbeitet hatte, die Affäre zu vertuschen.

Was versteht man unter den "Swing States"?

Erläuterung

Als ein "swing-" oder "battleground state" wird in den USA ein Bundesstaat bezeichnet, in dem kein Kandidat oder keine Partei eine ausreichende Unterstützung bzw. Stammwählerbasis besitzt, um die Stimmen der Wahlleute in dem Bundesstaat zu gewinnen. Auf diese Staaten konzentrieren sich auch die Wahlkampfaktivitäten, weil es für die Kandidaten oder Parteien keinen Sinn macht, Ressourcen in Staaten zu investieren, die sie sicher gewinnen oder verlieren werden (safe states).

Mehr Information

Was ist das "Electoral College"?

Erläuterung

In den USA wird der Präsident nicht direkt vom Volk gewählt, sondern indirekt über Wahlmänner/-frauen (electors), die im Electoral College zusammengefasst sind. Jeder Bundesstaat erhält eine bestimmte Anzahl von Wahlmännern. Die Wahlmänner/-frauen verteilen sich nach einem bestimmten Schlüssel auf die Bundestaaten. Jeder Bundestaat erhält so viele Wahlmänner/-frauen, wie der Staat Abgeordnete im Repräsentantenhaus und Senatoren hat. Die Verfassungsväter wollten so den Präsidenten unabhängig vom Einfluss des Volkes machen, ihm aber zugleich über Wahlen eine eigene Legitimationsbasis gegenüber dem Kongress verschaffen. Die Wähler wählen also im eigentlichen Sinne nicht den Präsidenten, sondern die Wahlmänner der jeweiligen Partei im eigenen Bundesstaat.

Mehr Information

Warum sagt man, dass der amerikanische Präsident der mächtigste Mann der Welt ist?

Erläuterung

Der amerikanische Präsident steht nicht nur an der Spitze einer der stärksten Militär- und Wirtschaftsmächte der Welt, sondern sein Amt bündelt auch verschiedene Funktionen: So ist der Präsident oberster Repräsentant im Lande, Regierungschef und Oberster Befehlshaber der Streitkräfte. Der Präsident selbst kann allerdings keine Gesetze erlassen oder Gesetzentwürfe in den Kongress einbringen. Er kann aber Gesetze mit einem Veto belegen, das nur von einer 2/3 Mehrheit des Kongresses überstimmt werden kann. Bei der Zusammensetzung seines Kabinetts und der Ernennung von Richtern am Supreme Court ist der Präsident auf die Unterstützung eines Teils des Kongresses, des Senats, angewiesen. Im Gegensatz zum parlamentarischen System, wie wir es etwa in Deutschland haben, ist der Präsident in einem präsidialdemokratischen System wie in den USA unabhängiger von politischen Mehrheiten in der Legislative.

Mehr Information

Abraham Lincoln ist vielleicht der berühmteste Präsident in der Geschichte der USA. Er amtierte von 1860 bis zu seiner Ermordung im Jahr 1865. Was ist für viele sein wichtigstes "Vermächtnis"?

Erläuterung

Abraham Lincolns "Emancipation Proclamation" aus dem Jahr 1863 ist ein Meilenstein der amerikanischen Geschichte. Sie erklärte alle Sklaven in den rebellischen Südstaaten, die sich noch im Kampf gegen die Unionsstaaten im Norden befanden, für frei. Nach dem Sieg der Nordstaaten im Bürgerkrieg wurde die Sklavenhaltung mit dem 13. Verfassungszusatz 1865 im gesamten Geltungsbereich der Verfassung verboten; die Verfassungszusätze 14 und 15 gaben schwarzen Amerikanern das Bürger- und Wahlrecht.

Mehr Information

Was war ungewöhnlich an der Präsidentschaftswahl im Jahr 2000?

Erläuterung

In den USA wird der Präsident nicht direkt vom Volk gewählt, sondern indirekt über Wahlmänner/-frauen. Die Präsidentschaftswahl gewinnt der Kandidat, der mindestens 270 der 538 Stimmen erhält. Sollte kein Kandidat eine solche Mehrheit bekommen, dann bestimmt das Repräsentantenhaus den Präsidenten.
In der Geschichte der USA hat das System des Electoral College nur vier Mal dazu geführt, dass ein Kandidat die Wahlen gewonnen hat, obwohl er nicht über die meisten Gesamtwählerstimmen verfügte. Zuletzt geschah dies im Jahr 2000 in der Wahl Al Gore vs. George W. Bush. Bush setzte sich hier mit 271 Wahlmännerstimmen knapp gegen Gore durch, obwohl dessen 266 Wahlmänner circa eine halbe Million mehr Wählerstimmen repräsentierten.

Mehr Information

Was ist im Kontext des amerikanischen Präsidentschaftssystems unter einer "lame duck", einer "lahmen Ente", zu verstehen?

Erläuterung

Die Zeitspanne zwischen der Wahl der US-Bürgerinnen und Bürger im November und der Amtseinführung des neuen Präsidenten am 20. Januar des nächsten Jahres ist relativ lang. Einerseits macht der Zeitraum zwischen der Wahl und der Amtseinführung einen geregelten Amtswechsel möglich, anderseits ist dies ein relativ langer Zeitraum, in der die alte Regierung kein eigentliches Mandat mehr hat. In der Debatte hat sich deshalb auch der Begriff "lame duck" (lahme Ente) etabliert, um die Situation des Amtsinhabers in der Zeit zwischen Wahl und Amtsantritt des neuen Präsidenten treffend zu beschreiben. Manchmal wird der Begriff "lame duck" auch für Präsidenten gegen Ende der zweiten Amtszeit verwendet, die aufgrund der wenigen Zeit, die ihnen bleibt, kein politisches Kapital für Gesetzvorhaben mehr besitzen.

Was ist ein „Super-PAC“?

Erläuterung

Grundsätzlich ist festgelegt, dass Einzelpersonen den Wahlkampf mit höchstens 2.500 US Dollar pro Kandidat im Kongresswahlkampf bzw. 5.000 Dollar pro Kandidat im Präsidentschaftswahlkampf unterstützen dürfen. Unternehmen, Verbände und Gewerkschaften dürfen Kandidaten finanziell nicht unterstützen.

Parallel hat das Oberste Verfassungsgericht 2010 aber auch geurteilt, dass das Recht auf freie Meinungsäußerung auch für Unternehmen und Verbände gilt und dass Spenden unter die Meinungsbildung und -äußerung fallen. In einem weiteren Urteil wurde dann von Supreme Court noch festgestellt, dass die Political Action Committees (PACs) dann unbegrenzt Spenden sammeln dürfen, wenn sie diese Mittel nicht direkt an Kandidaten, Parteien oder andere PACs weiterleiten oder ihre Aktivitäten mit einer bestimmten Kampagne koordinieren. Manche dieser Organisationen machen als Folge dieser Regelung dann in erster Linie auch negativen Wahlkampf, d.h. sie konzentrieren auf Kritik an der gegnerischen Kampagne. Diese neuen PACs werden als Super PACs bezeichnet. Sie müssen ihre Spender und die gespendeten Summen erst nach der Wahl nennen.

Mehr Information