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BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN | Landtagswahl Baden-Württemberg 2026 | bpb.de

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BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN GRÜNE

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Die Partei „BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN“ (GRÜNE) hat ihren Ursprung in den neuen sozialen Bewegungen der 1970er Jahre, insbesondere der Anti-Atomkraft-, der Friedens- und der Frauenrechtsbewegung. Sie wurde 1980 als „Die Grünen“ gegründet, ab 1990 erfolgte der Zusammenschluss mit der ostdeutschen Bürgerrechtsbewegung „Bündnis 90“. In der Wirtschaftspolitik vertritt die Partei eher linke, bei gesellschaftspolitischen Themen wie gleichgeschlechtlicher Ehe oder Einwanderung linksliberale Positionen. Mit dem Einzug in den Bundestag 1983 hatten sich „Die Grünen“ dauerhaft als vierte Partei etabliert.

Fakten zur Partei

  • Landesvorsitz: Lena Schwelling und Pascal Haggenmüller*

  • Gründungsjahr Landesverband: 1979*

  • Mitgliederzahl in Baden-Württemberg: 24.520 (Stand 31.12.25)*

  • Wahlergebnis 2021: 32,6%

* nach Angaben der Partei

In Baden-Württemberg können die GRÜNEN auf eine erfolgreiche Wahlgeschichte zurückblicken. Der 1979 gegründete Landesverband errang 1980 als erster bei einer Landtagswahl Parlamentsmandate in einem deutschen Flächenstaat. In den folgenden Landtagswahlen konnte die Partei ihren Stimmenanteil deutlich steigern. 2011 wurden sie zweitstärkste, 2016 und 2021 stärkste Partei. Seit 2011 stellt der Landesverband mit Winfried Kretschmann den ersten und bislang einzigen Ministerpräsidenten der GRÜNEN. Sie regierten von 2011 bis 2016 in einer Koalition mit der SPD und seit 2016 in einem Bündnis mit der CDU.

Zur Landtagswahl 2026 rückt die Partei den Erhalt des Wohlstands im Zeichen der „Klimakrise“ in den Mittelpunkt. Baden-Württemberg soll sozial, ökologisch und wirtschaftlich zukunftsfest gemacht werden. Die GRÜNEN wollen das Ziel der Klimaneutralität mit einer aktiven Standort-, Industrie- und Infrastrukturpolitik verbinden: Straßen, Schienen, Netze und öffentliche Gebäude sollen schneller saniert und modernisiert werden, während der Ausbau erneuerbarer Energien, grüner Wasserstofftechnologien und einer ressourcenschonenden Kreislaufwirtschaft beschleunigt werden soll. In der Schul- und Bildungspolitik betonen sie Bildungschancen und Aufstieg für alle – von der frühkindlichen Bildung über bessere Unterrichtsqualität bis zur Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung.

Bei der Landtagswahl 2026 tritt Ministerpräsident Winfried Kretschmann nicht erneut als Spitzenkandidat an. Die GRÜNEN haben den früheren Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir als ihren Kandidaten für das Amt des Ministerpräsidenten nominiert. Dieser will sich nicht auf eine bestimmte Koalition nach der Wahl festlegen. Eine Kooperation oder gar Koalition schließen die GRÜNEN nur mit der AfD aus.

Fussnoten