Themen Mediathek Shop Lernen Veranstaltungen kurz&knapp Die bpb Meine Merkliste Geteilte Merkliste PDF oder EPUB erstellen Mehr Artikel im

Sozialdemokratische Partei Deutschlands | Landtagswahl Baden-Württemberg 2026 | bpb.de

Baden-Württemberg 2026 GRÜNE CDU SPD FDP AfD Die Linke FREIE WÄHLER Die PARTEI dieBasis KlimalisteBW ÖDP Volt Bündnis C PdH Verjüngungsforschung BSW Die Gerechtigkeitspartei PDR PdF Tierschutzpartei WerteUnion Redaktion

Sozialdemokratische Partei Deutschlands SPD

/ 2 Minuten zu lesen

Die „Sozialdemokratische Partei Deutschlands“ (SPD) entstand Mitte des 19. Jahrhunderts als Partei der Arbeiterbewegung und gründete sich 1945 neu, nachdem sie während des Nationalsozialismus verboten war. Mit dem Godesberger Programm 1959 wandelte sich die Arbeiter- zu einer Volkspartei, die mit moderat linken Positionen in Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik breite Bevölkerungsschichten ansprechen will. Sie ist in allen Parlamenten vertreten und Teil der aktuellen Bundesregierung. Die Bundesrepublik prägte sie als Regierungs- bzw. größte Oppositionspartei maßgeblich mit.

Fakten zur Partei

  • Landesvorsitz: Andreas Stoch*

  • Gründungsjahr Landesverband: 1952*

  • Mitgliederzahl in Baden-Württemberg: 30.100*

  • Wahlergebnis 2021: 11,0%

* nach Angaben der Partei

Seit der ersten Landtagswahl 1952 war die SPD in Baden-Württemberg lange zweitstärkste Kraft. Bei der Landtagswahl 2011 fiel sie erstmals hinter die GRÜNEN zurück, 2016 und 2021 wurde sie nur viertstärkste bzw. drittstärkste Kraft im Landtag. Das Amt des Ministerpräsidenten konnte die SPD bislang nie besetzen. Sie war jedoch in zahlreichen Kabinetten vertreten, zuletzt in der bundesweit ersten grün-roten Koalition von 2011 bis 2016. Seit 2016 befindet sich die SPD in der Opposition zu den grün-schwarzen Landesregierungen.

In ihrem Wahlprogramm zur Landtagswahl 2026 legt die SPD Schwerpunkte auf die Bereiche Arbeit, Wirtschaft, Bildung, Wohnen und Gesundheit. Sie will die industrielle Transformation so gestalten, dass tarifgebundene Arbeitsplätze erhalten und neue geschaffen werden, etwa durch gezielte Unterstützung von Unternehmen nur noch gegen verbindliche Zusagen für Standorte und Beschäftigte. In der Wohnungspolitik rückt bezahlbarer Wohnraum noch stärker in den Mittelpunkt. Eine landeseigene Wohnungsbaugesellschaft soll gegründet, der Neubau bezahlbarer Mietwohnungen beschleunigt und Kommunen bei einer aktiven Boden- und Wohnungspolitik gestärkt werden. In der Gesundheitspolitik setzt die SPD auf eine verlässlich finanzierte öffentliche Daseinsvorsorge mit mehr Personal, besseren Arbeitsbedingungen und neuen Angeboten wie Gesundheitskiosken sowie einer Stärkung des öffentlichen Gesundheitsdienstes. Im Bildungsbereich fordert sie Schulen mit gesetzlicher Unterrichtsgarantie und mehr Unterstützung für Lehrkräfte durch multiprofessionelle Teams. Mit gebührenfreier Bildung von der Kita bis zum Meister- oder Masterabschluss soll allen Kindern und Jugendlichen gleiche Chancen eröffnet werden.

Spitzenkandidat der SPD ist wie 2021 ihr Landes- und Landtagsfraktionsvorsitzender Andreas Stoch.

Fussnoten