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Ökologisch-Demokratische Partei / Familie und Umwelt | Landtagswahl Baden-Württemberg 2026 | bpb.de

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Ökologisch-Demokratische Partei / Familie und Umwelt ÖDP

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Die „Ökologisch-Demokratische Partei / Familie und Umwelt“ (ÖDP) entstand 1981 aus der Ökologiebewegung. Während Teile dieser Bewegung sich den „Grünen“ anschlossen und gesellschaftspolitisch ein explizit progressives Profil entwickelten, nahm die ÖDP wertkonservative Positionen ein. Letztere umfassen neben Forderungen zum Schutz von Natur und Umwelt und nachhaltigem Wirtschaften auch den Schutz der Familie. Die Grundlage der Programmatik der ÖDP bilden christlich-humanistische Werte. Die Partei möchte eine ökologische und gemeinwohlorientierte Alternative zu einer Politik „ständigen Wirtschaftswachstums“ sein. Wichtig ist der Partei auch die Stärkung direktdemokratischer Elemente. Neben ihrer Hochburg Bayern gehört auch Baden-Württemberg zu den süddeutschen Bundesländern, in dem die ÖDP bei Landtagswahlen regelmäßig über ein halbes Prozent der Stimmen erreicht. In das Europäische Parlament entsandte sie erstmals 2014 einen Abgeordneten. Dieses Mandat konnte sie 2019 und 2024 behaupten.

Fakten zur Partei

  • Landesvorsitz: Guido Klamt*

  • Gründungsjahr Landesverband: 1982*

  • Mitgliederzahl in Baden-Württemberg: 770*

  • Wahlergebnis 2021: 0,8%

* nach Angaben der Partei

In ihrem Programm zur Landtagswahl 2026 setzt die ÖDP auf das Leitmotiv „Erhalt der Lebensgrundlagen“ als übergeordnetes Ziel staatlichen Handelns. Die Partei fordert eine vollständige Umstellung der Energieversorgung auf erneuerbare Energien, lehnt Atomenergie ab und setzt auf eine dezentrale Energiewende mit Bürger- und Kommunalbeteiligung. In der Wirtschafts- und Finanzpolitik tritt die ÖDP für Kreislaufwirtschaft, Gemeinwohlökonomie und den Schutz begrenzter Ressourcen, insbesondere des Bodens, ein. Gesellschaftspolitisch betont die ÖDP die besondere Bedeutung von Familienarbeit, die sie durch ein sozialversicherungspflichtiges Erziehungsgehalt aufwerten will, sowie eine werteorientierte Bildungspolitik, die Digitalisierung nur „bei Bedarf“ einsetzt. Auch in der Landwirtschafts-, Verkehrs- und Wohnungspolitik setzt die ÖDP auf ökologische Begrenzung, Flächensparen und Verkehrsvermeidung anstelle eines weiteren Ausbaus des motorisierten Individualverkehrs.

Fussnoten