Die Partei „Volt Deutschland“ (Volt) wurde 2018 gegründet. Sie hat ihren Ursprung als Bürgerbewegung, die weitere Schritte in der europäischen Integration unterstützt. Die Bewegung versteht sich selbst als progressiv und pan-europäisch. Wichtigste Forderung von Volt ist, dass zentrale Politikbereiche stärker auf europäischer Ebene bearbeitet werden. Die Partei sieht in einer starken Europäischen Union die entscheidende Voraussetzung für mehr Wachstum und bessere Lebensstandards der Bürger. Volt strebt ein föderales Europa mit europäischen Parteien, einem gestärkten Parlament, einer handlungsfähigen europäischen Regierung und einem direkt gewählten europäischen Präsidenten an. Bei der Europawahl 2024 erreichte Volt 2,6 Prozent der Stimmen in Deutschland und entsendet damit drei Abgeordnete. Auch in einigen Kommunalparlamenten, insbesondere von Universitätsstädten, ist Volt vertreten. Bei der Bundestagswahl 2025 erreichte sie 0,7 Prozent der Zweitstimmen.
Fakten zur Partei
Landesvorsitz: Jennifer Maahs, Oliver Barz*
Gründungsjahr Landesverband: 2020*
Mitgliederzahl in Baden-Württemberg: 1.200*
Wahlergebnis 2021: 0,5%
* nach Angaben der Partei
Der Fokus auf europapolitische Themen spiegelt sich auch im Programm zur Landtagswahl 2026 wider. Volt sieht in Baden-Württemberg das Potential für eine Modellregion, die den europäischen Integrationsprozesses durch grenzüberschreitende Zusammenarbeit in den Bereichen Arbeit, Forschung, Industriepolitik und Mobilität vorantreibt. In der Wirtschaftspolitik will sie Baden-Württemberg durch eine stärkere Verankerung im europäischen Binnenmarkt und gezielte Förderung regionaler Produktion und Innovation krisenfest machen. Energiepolitisch will Volt bis 2035 die ausschließliche Nutzung erneuerbare Energiequellen für die Strom- und Wärmeerzeugung erreichen. Volt fordert den Aufbau eines digital vernetzten Gesundheitswesens sowie einen Ausbau der Hausarzt- und wohnortnahen Primärversorgung. In der Bildungspolitik spricht sich Volt für mehr Kita-Plätze und Personal sowie kostenfreie Betreuungskernzeiten von mindestens 4 Stunden aus. Das dreigliedrige Schulsystem soll einer gemeinsamen Schule mit individuellen Leistungsprofilen weichen.