Die Partei „Bündnis C - Christen für Deutschland“ (Bündnis C) entstand 2015 aus dem Zusammenschluss unterschiedlicher christlicher Parteien, darunter die „Partei Bibeltreuer Christen“ (PBC) und „AUF – Partei für Arbeit, Umwelt und Familie – Christen für Deutschland“ (AUF). Ihrem Programm liegt nach eigener Aussage das biblische Menschenbild und die christliche Ethik zugrunde. Entsprechend bildet die Familien- und Sozialpolitik einen thematischen Schwerpunkt. Bündnis C fordert eine Stärkung traditioneller Familienformen. Vereinzelt ist die Partei in kommunalen Parlamenten vertreten. Bei den gelegentlichen Antritten zu Landtags-, Bundestags- oder Europawahlen seit 2016 schaffte Bündnis C nie den Sprung über 0,2 Prozent der Stimmen. Ihre Vorgängerparteien waren bereits zuvor in Baden-Württemberg aktiv und erreichten bei Landtagswahlen Stimmenanteile von bis zu 0,7 Prozent.
Fakten zur Partei
Landesvorsitz: Jürgen Graalfs*
Gründungsjahr Landesverband: 2015*
Mitgliederzahl in Baden-Württemberg: 300*
Wahlergebnis 2021: 0,1%
* nach Angaben der Partei
In ihrem Wahlprogramm zur Landtagswahl in Baden-Württemberg 2026 will Bündnis C u.a. das Ehegattensplitting durch ein Familiensplitting ersetzen und Eltern, die Kinder selbst betreuen, über ein Erziehungsgehalt unterstützen. In der Gesundheitspolitik fordert die Partei eine stärkere finanzielle Verantwortung von Land und Kommunen für Krankenhäuser und Notfallpraxen und eine wohnortnahe Grundversorgung. Eine Organspendepflicht lehnt Bündnis C ab, Leihmutterschaft und Schwangerschaftsabbrüche sollen generell strafbar sein. In der Bildungspolitik wendet sich die Partei gegen eine „Frühsexualisierung“ im Kindergarten und fordert ein Recht der Eltern auf Hausunterricht. In der Energiepolitik fordert Bündnis C einen Kurswechsel hin zu „verlässlicher“ Energie, Förderung von Biogas und Einbeziehung der Kernenergie.