Die „Partei der Rentner“ (PDR) wurde 2023 in Tübingen gegründet. Laut des Internetauftritts der PDR bestehen Landesverbände in Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Nordrhein-Westfalen. Bislang ist die PDR bei noch keiner Bundes- oder Landtagswahl in Deutschland angetreten. Die PDR sieht sich als eine Partei der Mitte, da sich - nach ihrer Einschätzung - eine anwachsende Zahl von Bürgerinnen und Bürger nicht mehr durch die bestehenden Parteien in ihren Interessenlagen vertreten sieht. Die zentralen Forderungen der PDR beschäftigen sich mit dem Themenbereich der sozialen Sicherheit, insbesondere des Rentensystems: Forderungen nach der Verbesserung der Lebensumstände aller Rentnerinnen und Rentner bilden die Präambel des Grundsatzprogramms. Neben der Vereinfachung und Stabilisierung des bestehenden Rentensystems sind zentrale Forderungen der PDR die Sicherung des sozialen Friedens und die Einführung direktdemokratischer Elemente.
Fakten zur Partei
Landesvorsitz: Volker Rudolph*
Gründungsjahr Landesverband: 2025*
Mitgliederzahl in Baden-Württemberg: 185*
Wahlergebnis 2021: nicht teilgenommen
* nach Angaben der Partei
Im Landtagswahlprogramm für Baden-Württemberg fordert die PDR eine monatliche Mindestrente von 1.300 € für alle Bürgerinnen und Bürger. Bei der gesetzlichen Rentenversicherung soll nach schwedischem Vorbild das umlagefinanzierte System durch einen kapitalgedeckten Anteil ergänzt werden. Zudem sollen auch Beamtinnen und Beamte, Selbständige und hauptamtliche Politikerinnen und Politiker in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen. Darüber hinaus soll es einen jährlichen steuerlichen Grundfreibetrag für alle Bürgerinnen und Bürger von 15.600 € geben. Weitere Forderungen der PDR sind Volksabstimmungen auf allen politischen Ebenen, bezahlbares Wohnen als Grundrecht, eine Reform der Pflege, die Veröffentlichung aller Finanzausgaben des Landes sowie die gezielte Anwerbung von Fachkräften aus dem Ausland.