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Partei des Fortschritts | Landtagswahl Baden-Württemberg 2026 | bpb.de

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Partei des Fortschritts PdF

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Die „Partei des Fortschritts“ (PdF) wurde im Jahr 2020 gegründet. Ihr selbsterklärtes Ziel besteht darin, individuelle, „pragmatische“ Lösungen für gesellschaftsrelevante Probleme zu erarbeiten. Sie versteht sich als basisdemokratisch und vermeidet eine Einordnung in das ideologische Links-Rechts-Schema. Aus politikwissenschaftlicher Perspektive lassen sich ihre Positionen jedoch als linksliberal charakterisieren. Seit ihrer Gründung trat die PdF bei einzelnen kommunalen und überregionalen Wahlen an. Ihr bestes überregionales Ergebnis erreichte sie bei der Europawahl 2024: Mit 0,6 Prozent der Stimmen erhielt sie ein Mandat im Europäischen Parlament. Bei der Bundestagswahl 2025 und zwei Landtagswahlen (Nordrhein-Westfalen, Sachsen) lag ihr Stimmenanteil bei 0,1 bzw. 0,0 Prozent. Die Grundausrichtung der Partei betont Rechtsstaatlichkeit und Demokratie. Sie bekennt sich ausdrücklich zum Grundgesetz, zur Europäischen Union, zum Völkerrecht und zur Chancengleichheit in einer diversen Gesellschaft. Die PdF stellt sich hinter das Prinzip der sozialen Marktwirtschaft und benennt den Klimawandel als größte Herausforderung der Gegenwart.

Fakten zur Partei

  • Landesvorsitz: Klaus Boldt*

  • Gründungsjahr Landesverband: 2024*

  • Mitgliederzahl in Baden-Württemberg: 81*

  • Wahlergebnis 2021: nicht teilgenommen

* nach Angaben der Partei

Zur Landtagswahl in Baden-Württemberg fordert die PdF in der Wirtschaftspolitik einen Bürokratieabbau, die regelmäßige Überprüfung von Gesetzen sowie die Förderung des Handwerks und der Digitalisierung. Sie will die Wohnungsbauförderung verdoppeln und Bindefristen für Sozialwohnungen verlängern. Auf Landes- und kommunaler Ebene will die Partei die Mitbestimmung der Bürgerinnen und Bürger verpflichtend einführen und Volksentscheide vereinfachen. In der Migrationspolitik spricht sich die PdF u.a. für Beibehaltung der Bezahlkarte und eine rasche Einbindung Geflüchteter in gemeinnützige Tätigkeiten aus. In der Bildungspolitik will die PdF u.a. die Berufsbildung fördern, die Bildungsverwaltung zentralisieren und den Besuch der Kita ab drei Jahren beitragsfrei gestalten. Die PdF will zudem ein Landeserziehungsgeld einführen. In der Gesundheitspolitik will sie Landärzte sowie mobile Arztpraxen und Telemedizin fördern.

Fussnoten