Die „WerteUnion“ (WerteUnion) wurde 2024 gegründet und ging aus dem 2017 von CDU- und CSU-Mitgliedern ins Leben gerufenen Verein „Wertunion e.V.“ hervor, dessen Ziel es war, konservativere Positionen innerhalb der Union zu vertreten. Der Verein wurde nie als offizielle Parteigliederung anerkannt. Die explizit konservative Partei lässt sich auf einer Links-Rechts-Achse zwischen CDU/CSU und AfD platzieren. Zweiter Vorsitzender ist der ehemalige AfD -Parteivorsitzende (2015-2022) Jörg Meuthen. Schlüsselfigur und Erster Vorsitzender der WerteUnion war der frühere Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz und ehemalige CDU-Politiker Hans-Georg Maaßen, der im Oktober 2025 nach parteiinternen Auseinandersetzungen aus der Partei austrat. Die WerteUnion erreichte bei den Landtagswahlen 2024 in Brandenburg, Sachsen und Thüringen zwischen 0,3 bis 0,6 Prozent der Stimmen. Bei der Bundestagswahl 2025 trat sie nur in Nordrhein-Westfalen an und errang dort 0,1 Prozent der Stimmen.
Fakten zur Partei
Landesvorsitz: Alexander Mitsch*
Gründungsjahr Landesverband: 2024*
Mitgliederzahl in Baden-Württemberg: 214*
Wahlergebnis 2021: nicht teilgenommen
* nach Angaben der Partei
Im Wahlprogramm tritt die WerteUnion in der Wirtschaftspolitik u.a. für Technologieoffenheit ein und spricht sich für die Automobilität sowie gegen Fahrverbote und „Transformationszwang“ aus. In der Bildungspolitik soll das Abitur in der Regel nach 13 Jahren erfolgen und die Abschlüsse sollen leistungsorientierter sein. An Hochschulen sollen Stellen für Gleichstellung und gegen Diskriminierung fast ausnahmslos gestrichen werden. In der Migrationspolitik fordert sie eine kontrollierte Zuwanderung, und tritt für Integration durch Arbeit und eine „Leitkultur“ als Voraussetzung ein. Die Förderung von Familien sieht die Partei als Fundament der Gesellschaft, wobei sie hier Bauen und Eigentum fördern will. Die WerteUnion fordert die Förderung von Kernenergie, Klimapolitik soll nicht als Dogma gelten.