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Garnelenzucht | Anthropozän | bpb.de

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Garnelenzucht Millionen Tonnen

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Einführung

Die Garnelenzucht ist eine Form der Aquakultur, bei der Garnelen (engl. shrimps) für den menschlichen Verzehr herangezogen werden. Heutige Shrimps-Farmen gingen aus traditionellen Zuchtmethoden hervor, die in Südostasien seit mehreren Jahrhunderten bestanden. Besonders geeignet sind Mangrovenwälder an tropischen und subtropischen Küsten, weil Garnelen hier natürlich vorkommen.

Heute ist die Garnelenzucht zu einer globalen Industrie geworden, welche die Küsten in verschiedenen Regionen der Erde stark verändert hat. Die größten Standorte befinden sich heute in Asien, wobei China mit Abstand die meisten Garnelen produziert, gefolgt von Thailand, Vietnam und Indonesien. Aber auch in Lateinamerika wächst die Zahl der Shrimps-Aquakulturen.

Historische Entwicklung

Die Aquakultur ist der am schnellsten wachsende tierische Nahrungsmittelsektor. Der schnelle Anstieg der Garnelenzucht seit den 1980er Jahren ist ein Beispiel für diesen Trend. Heute beruht etwa die Hälfte aller verzehrten Fische und Meeresfrüchte auf Aquakulturen und ermöglicht bei → stagnierendem Wildfischfang den weiterhin wachsenden Verzehr von Meerestieren.

Verlust von Mangrovenwäldern

Mangroven sind salztolerante Pflanzen, die im Tidebereich tropischer und subtropischer Küsten Wälder bilden. Sie bieten vielfältige Ökosystemleistungen wie den Schutz der Küsten vor Stürmen und Erosion oder die Hochwasserkontrolle. Außerdem bieten Mangrovenwälder vielen Tierarten einen Lebensraum und sind als "Kinderstube" für viele (kommerziell genutzte) Fischarten von Bedeutung.

Mangrovenwälder sind heute stärker bedroht als der tropische Regenwald, denn ihre Zerstörung ist prozentual höher als die der tropischen Regenwälder und ihre Vernichtung schreitet schneller voran.

Quellen


Food and Agriculture Organization of the United Nations -FAO (2016): The State of World Fisheries and Aquaculture 2016. Rome.

Steffen, W., Broadgate, W., Deutsch, L., Gaffney, O., & Ludwig, C. (2015): The trajectory of the Anthropocene: The Great Acceleration. The Anthropocene Review, 2(1), 81–98.

Wissenschaftlicher Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen - WBGU (2013): Welt im Wandel - Menschheitserbe Meer. Berlin: WBGU.

World Wide Fund for Nature - WWF (2013): Faktenblatt: Ozeane in Gefahr – Überfischung. Zürich: WWF Schweiz.

Fussnoten

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