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1. Januar 1999

Deutschland-Chronik I: Alliierte Besatzungspolitik 1. Vorentscheidungen der Siegermächte 2. Die Teilung Deutschlands 3. Wirtschafts- und Sozialreformen 4. Interzonale Verflechtungen und Sonderfall Saargebiet 5. Berlin und Berlin-Blockade II: Gründerjahre der beiden deutschen Staaten 6. Konstituierung der beiden deutschen Staaten 7. Bipolare Außenpolitik und Wiederaufrüstung im Kalten Krieg 8. Deutschlandpolitik und Berlin-Status im Kalten Krieg 9. Wirtschaft, Sozialpolitik und Gesellschaft 10. BRD und DDR: Bildungs-, Kultur-, Familien- und Jugendpolitik 1949 - 1955 III: BRD und DDR als Vorposten ihrer Schutzmächte 11. Regierung und Innenpolitik 12. Außen- und Sicherheitspolitik der beiden deutschen Staaten 13. Deutschlandpolitik und deutsch-deutscher Konflikt 1955 - 1961 14. Wirtschaft, Arbeit und Sozialpolitik 15. BRD und DDR: Bildungs- und Familienpolitik 1955 - 1961 IV: Deutschland in der Ära der Koexistenz 16. Regierungen, Parteien und Verfassung im politischen Wandel 17. Außen- und Sicherheitspolitik zwischen Konfrontation und Normalisierung 18. Deutsch-deutscher und Berlin-Konflikt im Übergang 1961 - 1969 19. Wirtschafts- und Sozialpolitik 20. Entwicklungspolitik und Weltwirtschaft 1961 - 1969/71 21. BRD und DDR: Bildung und Familie 1961 - 1969/71 V: Die deutschen Staaten im Wandel vom Ost-West-Konflikt zur Entspannung 22. Innenpolitik in der Ära Brandt/Schmidt und Honecker 23. Außen- und Sicherheitspolitik in der Ära Brandt/Schmidt und Honecker 24. Zwei Staaten, eine Nation in Deutschland 1969 - 1982 25. Berlin-Regelung und Berlin-Politik 1971 - 1982 26. Ökonomie, Umwelt und soziale Sicherung 27. Entwicklungspolitik und Weltwirtschaft 1969 - 1982 28. Familie und Jugend, Bildung und Kultur VI: Von der Ost-West-Entspannung bis zum Vorabend der 'Wende' 29. Innenpolitik in der ersten Ära Kohl und am Ende der Ära Honecker 30. Außen- und Sicherheitspolitik 31. Deutsch-deutsche Sonderbeziehungen und Berlin 1982 - 1989 32. Wirtschaft und soziale Sicherung, Umwelt und Entwicklung 33. BRD und DDR: Familie und Bildung 1982 - 1989 VII: Von der friedlichen Revolution zur staatlichen Einheit 34. »Wir sind das Volk«: Die friedliche Revolution vor und nach dem 40. Jahrestag der DDR-Gründung 35. DDR und BRD: Von der Vertragsgemeinschaft zur Einheit 36. Internationale und sicherheitspolitische Rahmenbedingungen der deutschen Einheit 37. Die Wiederherstellung der Einheit Berlins als »kleine Wiedervereinigung« 1989 - 1990 VIII: Deutschland auf dem Weg zur inneren Einheit 38. Regierungssystem und Innenpolitik in der zweiten Ära Kohl 39. Deutsche Außen- und Sicherheitspolitik nach der Einheit 40. Wirtschaft, Steuern und Sozialpolitik in Deutschland 41. Weltwirtschaft, Dritte Welt und Umwelt 1990 - 1998 42. Familien-, Jugend- und Bildungspolitik in Deutschland 1990 - 1998 IX: Kontinuität und Wandel 43. Regierungswechsel und Innenpolitik 44. Deutschland in der internationalen Politik 45. Wirtschafts-, Finanz- und Sozialpolitik 46. Weltwirtschaft, Dritte Welt und Umwelt 1998 - 2000 47. Familie und Bildung 1998 - 2000 Über die Chronik Redaktion

1. Januar 1999

Euroland: Die Europäische Währungsunion (3. Phase der WWU) mit dem Euro als Buchgeld tritt in elf von 15 EU-Mitgliedstaaten in Kraft (Interner Link: 2./3. 5. 1998). Die amtlichen Umrechnungskurse der einzelnen nationalen Währungen sind bis auf sechs Stellen hinter dem Komma, die auf zwei Stellen auf- oder abzurunden sind, wie folgt endgültig festgelegt (siehe Tab. 32 auf S. 570): Ab 1. 1. 1999 geht die Geldhoheit von den einzelstaatlichen Notenbanken über auf die EZB in Frankfurt a. M. (Präsident Wim Duisenberg), deren Vorläufer das Europäische Währungsinstitut (EWI) war. Die Unabhängigkeit der EZB von politischen Weisungen jeder Art (institutionell, operativ und personell) ist vertraglich festgelegt. Vorrangig hat sie die Preisstabilität zu gewährleisten. Die bisher für die DM/DEM allein zuständige und verantwortliche Deutsche Bundesbank in Frankfurt a. M. wird zu einer Art Zweigstelle der EZB. Im bargeldlosen Zahlungsverkehr (z. B. Buchungen, überweisungen, Schecks) kann der Euro ab 1. 1. 1999 bereits verwendet werden, als Bargeld jedoch erst ab 1. 1. 2002. Die doppelte Preisauszeichnung sowohl in DM/DEM wie in Euro (E) auf Kassenbons, Kontoauszügen, Preisschildern ist freiwillig. Euroland umfasst einen Wirtschaftsraum mit ca. 290 Millionen Menschen, verfügt somit über eine größere Bevölkerung als die USA (270 Millionen Einwohner) oder Japan (126 Millionen). Euroland exportiert ca. 25 Prozent mehr als die USA und etwa doppelt soviel wie Japan. Zum 1. Januar 2002 erfolgt die Euro-Bargeld- Einführung.Die sieben neuen Euroscheine (Fünfer, Zehner, Zwanziger, Fünfziger, Hunderter, Zweihunderter, Fünfhunderter) und Münzen (Achter-Serie: 1 und 2 Euro, 1, 2, 5, 10, 20 und 50 Cent) werden an den Bankschaltern ausgegeben (1 Euro = 100 Cent). Alle Konten, die noch auf DM lauten, sind automatisch auf die neue Währung (1 Euro = 1,95583 DM) nach dem Grundsatz der Vertragskontinuität umzustellen (Big Bang). Während der übergangsfrist bis zum 28. Februar 2002 kann die DM noch verwendet werden, jedoch ist der Euro im Euroland alleiniges gesetzliches Zahlungsmittel. Mit dem 1. März 2002 wird in Deutschland der DM-Bargeld-Umlauf eingestellt. DM-Bargeld-Bestände können jedoch danach noch bei den Landeszentralbanken und ihren Zweigstellen zum Festkurs (1 Euro = 1,95583 DM) umgetauscht werden.