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Vereinte Nationen (UN) | bpb.de

Vereinte Nationen (UN)

[engl.: United Nations, UN, oder United Nations Organization, UNO] Die UN wurde 1945 als Nachfolgeorganisation des Völkerbundes in San Francisco gegründet, ihr Hauptsitz ist New York (daneben: Genf und Wien), 2017 sind 193 Interner Link: Staaten Mitglied der UN. Ihre Hauptaufgaben bestehen in der Sicherung des Friedens und der Beseitigung von Friedensbedrohungen, der Verständigung der Völker untereinander, der internationalen Zusammenarbeit zur Lösung wirtschaftlicher, kultureller, sozialer und humanitärer Probleme u. a. – dies alles auf der Grundlage der Gleichberechtigung der Staaten und der Selbstbestimmung der Völker (Art. 1 UN-Charta). Es wird zwischen der Hauptorganisation der UN und den Sonder- und Unterorganisationen (mit eigenen Interner Link: Satzungen, Mitgliedschaften und Finanzhaushalten) unterschieden.

Die wichtigsten Organe der UN sind: a) die jährlich stattfindende Generalversammlung (jeder Mitgliedsstaat hat eine Stimme) und deren Ausschüsse (Sicherheit, Finanzen, Soziales, Verwaltung, Recht u. a.); b) der Sicherheitsrat der UN mit fünf ständigen Mitgliedern (CHN, FRA, GBR, RUS, USA, die über ein Vetorecht verfügen, DEU bemüht sich um Aufnahme) und zehn jeweils für zwei Jahre gewählten nicht ständigen Mitgliedern (jedes Jahr wechseln fünf der nicht ständigen Mitglieder) sowie dessen Ausschüsse (z. B. Ständiger Militärausschuss); c) das Generalsekretariat mit einem Generalsekretär an der Spitze (auf fünf Jahre von der Vollversammlung gewählt) sowie sechs Untergeneralsekretäre und der Hochkommissar für Menschenrechte; d) der Wirtschafts- und Sozialrat (ECOSOC) mit 54 Mitgliedern (jährlich werden 18 Mitglieder für drei Jahre gewählt) und den fünf regionalen Kommissionen (ECA, ECE, ECLAC, ESCAP, ESCWA); e) der Internationale Gerichtshof (15 Richter, die von der Vollversammlung und dem Sicherheitsrat für neun Jahre gewählt werden); f) der Treuhandrat (weitgehend funktionslos).

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Quelle: Schubert, Klaus/Martina Klein: Das Politiklexikon. 7., aktual. u. erw. Aufl. Bonn: Dietz 2020. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

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Fussnoten

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