Der Berliner Reichstag

38.4. Berlin als Hauptstadt und das Berlin-Bonn-Problem

1. Juli 1996

United Nations Volunteers (UNV), die UN-Freiwilligenorganisation, zieht von Genf nach Bonn. Die Bundesstadt wird damit UN-Sitz. Als Ausgleich für den Umzug von Parlament und Regierung nach Berlin sollten in Bonn nationale, internationale und supranationale Einrichtungen neu angesiedelt werden, u. a. der Entwicklungspolitik. Das deutsche Angebot, die Kosten für die Verlegung von UN-Organisationen zu übernehmen und ihnen ein geeignetes Domizil mietfrei zur Verfügung zu stellen, hatte zunächst den Teilerfolg, dass UNV, eine Unterabteilung des UN-Entwicklungshilfeprogramms (UNDP) in New York, von Genf an den Rhein umzog. UNV ist für humanitäre, technische und Rehabilitationshilfen in Entwicklungsländern zuständig. Sitz der UNV ist das denkmalgeschützte Haus Carstanjen, das am 20. 6. 1996 förmlich an UN-Generalsekretär Boutros Boutros-Ghali übergeben worden war. In die Liegenschaft ziehen später weitere UN-Organisationen ein: Das Sekretariat der Klimarahmenkonvention (UNFCCC) gemäß Beschluss der ersten Vertragsstaatenkonferenz in Berlin (28. 3. - 7. 4. 1995), das Informationszentrum der UN (UNIC), das Sekretariat der Bonner Konvention zur Erhaltung wandernder wildlebender Tierarten (CMS) und zuletzt am 1. 2. 1999 das Sekretariat zur Bekämpfung der Wüstenbildung (UNCCD).

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