30 Jahre Deutsche Einheit Mehr erfahren
Beleuchteter Reichstag

Der Aufstand des 17. Juni 1953

Am 17. Juni 1953 erhoben sich Bürgerinnen und Bürger der DDR an vielen Orten im gesamten Land. Sie forderten die Rücknahme von Arbeitsnormerhöhungen, freie Wahlen, die Freilassung von politischen Häftlingen und sogar die deutsche Einheit. Doch ihr Protest wurde mit Hilfe der sowjetischen Besatzungsmacht niedergeschlagen. Viel ist inzwischen dazu geforscht worden. Dabei hat sich der Fokus verändert. Neben der Frage nach der Reaktion der DDR-Regierung und der sowjetischen Besatzungsmacht ist die Frage nach den Motivationen der Aufständischen getreten. Die soziale Zusammensetzung der Protestierenden und eventuelle Verbindungen in die Bundesrepublik sind zum Gegenstand der Forschung geworden. Das Deutschland Archiv möchte sich der Frage widmen, was der 17. Juni uns heute noch sagen kann.

Roland Jahn im Gespräch mit dem Deutschland Archiv

Interview

Roland Jahn: "Auf den Punkt gebracht war der 17. Juni ein Volksaufstand."

Die Friedliche Revolution im Herbst 1989 war die Fortführung des Aufstandes vom 17. Juni 1953, sagt Roland Jahn, Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen, im Interview mit dem Deutschland Archiv.

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Interaktive Karte 17. Juni 1953

Interaktive Karte

Der Aufstand des 17. Juni 1953

Am 17. Juni 1953 kam es in der gesamten DDR zu Streiks, Demonstrationen und gewaltsamen Auseinandersetzungen mit der Staatsmacht. Die interaktive Karte liefert einen kurzen Überblick über die wichtigsten Ereignissen in allen DDR-Bezirken.

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Menschen protestieren vor dem Brandenburger Tor

Edgar Wolfrum

Der 17. Juni 1953 und Europa

In seinem Beitrag regt der Historiker Edgar Wolfrum die Einbettung des 17. Juni 1953 in einen europäischen Kontext an – den Kontext des Kampfes der Völker Europas um Freiheit und Selbstbestimmung. Lässt sich der Volksaufstand „europäisieren"?

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Bundespräsident Karl Carstens hält am 17. Juni 1983 eine Rede im Bundestag.

Ehrhart Neubert

Geschichtspolitische Aspekte des 17. Juni

Ehrhart Neubert wagt einen weiten Überblick über die Aufschwünge und Abschwünge des Erinnerns an den Volksaufstand und seine Instrumentalisierung im Namen einer westdeutschen Identitätssuche.

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Schwarz-Weiß-Foto: Aufstand vom 17. Juni 1953: Ein sowjetischer T-34-Panzer, davor drei Demonstranten, von denen einer die Fahrtrichtung des Panzers kreuzt.

"Wie im Krieg war es"

Ein neu aufgefundenes Zeitdokument vom 17. Juni 1953 in Berlin, niedergeschrieben von einem 22 Jahre alten Geologiestudenten, der damals staunend durch Ost-Berliner Straßen zog und danach ein siebenseitiges Erlebnis-Protokoll in seine Schreibmaschine tippte. "Nicht einer, der ein Blatt vor den Mund nahm", beobachtete er, beschrieb Brände, Plünderungen, russisches MP-Feuer sowie "haarsträubendes" Verhalten der Ost-Berliner Polizei. Ein detailreiches PDF-Icon PDF-Dokument.

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Dossier

Der Aufstand des 17. Juni 1953

Senkung der Normen, Freilassung der politischen Häftlinge, Rücktritt der Regierung, freie Wahlen und die Einheit Deutschlands: Mutig und kraftvoll demonstrieren die Ostdeutschen am 17. Juni 1953 in der ganzen DDR für diese Ziele. Ihre Hoffnungen werden am Nachmittag zerstört, als sowjetische Panzer auffahren und den Aufstand niederschlagen. Trotzdem bleibt der Volksaufstand ein Trauma für die SED-Führung.

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