Dossierbild Geschichte und Erinnerung

7.10.2008 | Von:
Helga Hirsch

Kollektive Erinnerung im Wandel

Drei Phasen kollektiven Erinnerns

Der französische Soziologe und Philosoph Maurice Halbwachs gehörte in den zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts zu den ersten, die von einem "kollektiven Erinnern" und einem "kollektiven Gedächtnis" sprachen. Seine zentrale These besagt - sehr zugespitzt -, dass sich jede Gemeinschaft die Vergangenheit schafft, die sie für ihr Selbstbild braucht. Die Vergangenheit wird wie ein Reservoir aus Symbolen, Zeichen, "ewigen" Wahrheiten benutzt, aus denen sich das kollektive Gedächtnis identitätsstiftende Bezugspunkte heraussucht, um aktuellen und zukünftigen Zielsetzungen der Gesellschaft Sinn zu unterlegen. Aus diesem gemeinsamen Erinnern, so Jan Assmann in Anlehnung an Halbwachs, entstehe kollektive Identität: "Das Bewusstsein sozialer Zugehörigkeit, das wir 'kollektive Identität' nennen, beruht auf der Teilhabe an einem gemeinsamen Wissen und einem gemeinsamen Gedächtnis."[46]

Im Unterschied zur Geschichtswissenschaft geht es dem kollektiven Erinnern nicht um eine detailgerechte Rekonstruktion von Fakten. Vielmehr greift das "gemeinsame Gedächtnis" auf zentrale Codes, Orte, auf Archetypen, Mythen, Feste und Riten zurück, die historische Differenzierungen weitgehend unberücksichtigt lassen. "Es nährt sich von unscharfen, vermischten, globalen und unsteten Erinnerungen, besonderen oder symbolischen, ist zu allen Übertragungen, Ausblendungen, Schnitten und Projektionen fähig (. . .) und rückt die Erinnerung ins Sakrale", erläutert der französische Historiker Pierre Nora.[47]

Wenn die Deutschen nun nach Jahrzehnten der Tabuisierung die Vertreibung wieder zu einem Bezugspunkt ihres kollektiven Gedächtnisses machen, stellt sich die Frage: Welchen veränderten Sinn gibt die Erinnerung an Flucht und Vertreibung unserem Gemeinschaftsgefühl? Inwiefern verändert sich unsere kollektive Identität? Nach den sechziger Jahren erleben wir augenblicklich die zweite Korrektur in der Wahrnehmung von Flucht und Vertreibung. Für Konrad Adenauer lag im festen Bündnis mit dem Westen die Antwort auf die Bedrohung durch die Sowjetunion. Für ihn war der Antikommunismus die zentrale Lehre aus dem Nationalsozialismus: "Ich bin seit Jahr und Tag davon ausgegangen, dass das Ziel Sowjetrusslands ist, im Wege der Neutralisierung Deutschlands die Integration Europas zunichte zu machen", erklärte er im April 1952.[48] Adenauer wollte keine Sonderstellung durch Neutralität riskieren, die Bundesrepublik vielmehr fest im Westen einbinden und als Bollwerk des christlichen Abendlandes gegen die atheistische Sowjetunion ausrichten. Diese Politik der Westintegration hat ihm den Vorwurf eingetragen, der Wiedervereinigung zu wenig Gewicht beizumessen und unsensibel für den Verlust der Ostgebiete zu sein. Tatsächlich haben zunächst sehr viele Vertriebene die SPD gewählt, denn bis in die sechziger Jahre hinein warben die Sozialdemokraten vor Wahlen mit einem Deutschland in den Grenzen von 1937.

Aber auch Adenauer kam den Vertriebenen, die wenige Jahre nach der Flucht noch massenhaft zu "Tagen der Heimat" strömten, entgegen. Auf einer Kundgebung am Berliner Funkturm erklärte er Anfang Oktober 1951: "Lassen Sie mich mit letzter Klarheit sagen: Das Land jenseits der Oder-Neiße gehört für uns zu Deutschland."[49] Um sich einer Zweidrittelmehrheit für den Beitritt zur Europäischen Verteidigungsgemeinschaft (EVG) sicher sein zu können, nahm er 1953 auch den BHE in die Koalition, obwohl an dessen Spitze Politiker mit nationalsozialistischer Vergangenheit standen. Adenauer wusste, dass er mit der Forderung nach Rückgewinnung der Ostgebiete bei den Alliierten auf Widerspruch stieß. Schon im November 1950 hatten ihm die drei Hohen Kommissare in Zusammenhang mit den Verhandlungen über die EVG unmissverständlich klargemacht, dass sie, wenn sie von Wiedervereinigung sprechen, nicht an die Grenzen des Reiches von 1937 dächten, sondern die "Wiedervereinigung der östlichen Zone und Berlins mit der Bundesrepublik" im Sinn hätten.[50] Faktisch endete Deutschland im Osten also damals bereits an Oder und Neiße.

Wenn die Grenzfrage in der Öffentlichkeit dennoch offen gehalten wurde, hatte das taktische Gründe. 1951 glaubten 66 Prozent der Bevölkerung, die Ostgebiete würden irgendwann wieder an Deutschland fallen. Auch um deren Erwartungen entgegenzukommen, finanzierte Vertriebenenminister Theodor Oberländer (BHE) eine mehrbändige "Dokumentation der Vertreibung der Deutschen aus Ost-Mitteleuropa" - die erste von einer Historikerkommission seit 1951 erarbeitete wissenschaftliche Abhandlung über Flucht und Vertreibung, die vor allem auf Augenzeugenberichten, privaten Briefen und Umfragen fußt. Sie erschien zwischen 1953 und 1961. Kritiker monierten, dass der historische Kontext fehlte, und der Historiker Theodor Schieder urteilte, dass "das ganze Spektakel (. . .) ja nichts weiter als der Versuch ist, die Volksgruppen aus dem allgemeinen Gericht über die NS-Politik auszunehmen, unter das wir als sogenannte Binnendeutsche uns ja ohne weiteres stellen". Die deutschen Leiden wurden herausgestrichen und gleichzeitig das Erscheinen einer 1000-seitigen Studie über die Volkstumspolitik des NS-Staates verhindert. Man befürchtete, sie könnte von den Alliierten als "Entschuldigungszettel" für die Vertreibung genutzt werden.[51]

Was der Philosoph Hermann Lübbe 1983 anlässlich der 50. Wiederkehr der nationalsozialistischen Machtübernahme als Maßnahme "kommunikativen Beschweigens" lobte, weil es der Mehrheit des Volkes, die mit dem Nationalsozialismus verbunden gewesen sei, den Übergang in die Demokratie ermöglicht habe, stieß bei der jungen Generation in den sechziger Jahren auf Widerspruch. Aufgewühlt von den Prozessen gegen KZ-Aufseher in den Jahren 1963 bis 1965 und dem Verfahren gegen Adolf Eichmann in Jerusalem begann die 68er-Generation das Selbstverständnis der Gesellschaft in Frage zu stellen. Es empörte die Söhne und Töchter, dass ihre Eltern sich schon 1946 über das Unrecht der Alliierten gegenüber den Deutschen (die Entnazifizierung) mehr erregt hatten als über die Verbrechen der Deutschen. Es empörte sie, dass die Schuldigen rasch amnestiert, die Verwicklung von Mitläufern erst gar nicht untersucht und Organisationen wie die Wehrmacht in toto rehabilitiert worden waren. Es empörte sie auch, dass ökonomische Prosperität Vorrang hatte vor einer juristischen Bewältigung der NS-Vergangenheit und der Antikommunismus dazu diente, von der Auseinandersetzung mit der Geschichte abzulenken.

Im Laufe der sechziger Jahre fokussierte sich die Debatte auf die Frage der deutschen Schuld. Der Holocaust wurde, so der Publizist Karl Heinz Bohrer, "zum archimedischen Punkt der deutschen Geschichte". War für Adenauer das Jahr 1945 der entscheidende Bezugspunkt gewesen - und damit deutsches Leid und die Kritik am kommunistischen Unrechtsregime in Mitteleuropa -, so wählten die 68er gemeinsam mit Bundeskanzler Willy Brandt das Jahr 1933 als Ausgangspunkt ihrer Erinnerungspolitik. Brandt war der erste Kanzler, der mit dem Kniefall vor dem Warschauer Mahnmal für die Gefallenen im Ghetto-Aufstand 1943 öffentlich Reue zeigte. In dieser zweiten Phase kollektiven Erinnerns standen Fragen nach Schuld und Verantwortung der Nachgeborenen im Vordergrund. Doch indem sie die eine Einseitigkeit aufhob, verfiel die Debatte nach 1968 in eine andere: Die deutsche Nation, so die Logik, habe sich moralisch selbst vernichtet. Die Deutschen wurden nur noch verächtlich als Tätervolk wahrgenommen. Es galt als politisch unkorrekt, über Deutsche als Opfer zu sprechen, während es als korrekt galt, den Verlust der Ostgebiete als gerechte Strafe für die NS-Verbrechen zu akzeptieren. Viele sahen bereits im Erinnern an Vertreibung einen potentiell revanchistischen Akt, der einer Aussöhnung mit den Nachbarn entgegenstehe.

Um das politische Eis gegenüber den kommunistischen Staaten zu brechen, waren die Anhänger von Brandts Ostpolitik zu vielen Zugeständnissen bereit. So übernahmen sie in der nach dem Warschauer Vertrag 1970 gegründeten deutsch-polnischen Schulbuchkommission in Bezug auf die Vertreibung die polnische Sicht, empfahlen für deutsche Schulbücher die Benutzung des Begriffs "Bevölkerungstransfer" und ließen die wilden Vertreibungen ebenso unerwähnt wie die inhumane Praxis bei den organisierten Zwangsaussiedlungen.[52] Ein endloser Streit entzündete sich auch um die Ortsnamen. Liberale und Linke quälten sich mit dem polnischen "Wroc|law" und "Szczecin", weil ihnen das deutsche "Breslau" und "Stettin" als Ausdruck revanchistischer Gesinnung erschien.

Seit dem Zusammenbruch des Kommunismus und der Wiedervereinigung Deutschlands befinden wir uns nun offensichtlich in einer dritten Phase kollektiven Erinnerns. Intensiver als zuvor stellt sich die Frage, was nationale Identität konstituiert, die Ost- und Westdeutsche "ein Volk" sein lässt. Dabei stellt sich heraus, dass neben der gemeinsamen Sprache und kulturellen Tradition auch die Erfahrungen von Krieg und Vertreibung zu den wichtigen gesamtdeutschen Klammern zählen. Seit 1989 ist das Land nicht nur wiedervereint. Es hat sich auch nach Osten verlagert. Die neue gesamtdeutsche Ostgrenze an Oder und Neiße ist nicht mehr undurchlässig. Dadurch, so der frühere Staatsminister für Kultur und Medien Julian Nida-Rümelin, werde es leichter, "das kulturelle Erbe im mittleren und östlichen Europa wieder selbstverständlicher zu sehen und es als Teil auch der deutschen Kulturgeschichte zu begreifen"[53]. Begegnungen sind nicht mehr geprägt durch offiziöse Geschichtsdarstellungen und obligatorische Reiseführer. Hinter der Gegenwart von Wroc|law eröffnet sich die Vergangenheit von Breslau, neben die ukrainische Literatur über Ostgalizien treten die deutschsprachigen Romane von Joseph Roth. Endlich ermöglichen private Begegnungen einen authentischen Meinungsaustausch, und zunehmend werden die bis dahin weitgehend entlang nationaler Fronten verlaufenden Diskussionen in Wissenschaft, Kultur und Politik durch individuelle Standpunkte ersetzt.

Angesichts dieser äußeren Umstände beschleunigt sich auf beiden Seiten der Grenzen ein Prozess des Umdenkens: So wie in Deutschland die einseitige Selbstwahrnehmung als Täternation einem differenzierteren Selbstbildnis wich, erhalten auch in Osteuropa die gestanzten, mythologisierten Bilder von den Opfervölkern Risse. Tschechische Historiker stellen die Frage, ob es sich bei der tschechischen Macht unter Staatspräsident Emil Hacha im "Protektorat Böhmen und Mähren" um Kollaboration gehandelt habe. Polen debattiert angesichts der Ermordung der Juden 1941 im ostpolnischen Jedwabne durch ihre polnischen Mitbürger die Mitschuld am Holocaust. Beide Länder befassen sich nun schon seit Jahren mit ihrer Rolle bei derVertreibung von Deutschen, Ukrainern und Ungarn bei Kriegsende.

In all diesen Fällen geht es nicht nur um die Aufdeckung bisher unbekannter oder tabuisierter historischer Fakten. Was diese Debatten so schmerzhaft, emotionsbeladen und mühselig macht, sind die damit einhergehenden Veränderungen im kollektiven Gedächtnis, die ganz subjektiven Erinnerungen Rechnung tragen und nicht selten von den Aussagen der großen Geschichte abweichen. Bleiben diese Einzelerfahrungen mit ihren Orten und Namen aber unberücksichtigt oder werden sie zu schnell in allgemeinere Erfahrungen übergeleitet, drohen wichtige Chancen für den gesellschaftlichen Integrationsprozess ungenutzt zu bleiben: Dann kann weder die Bitterkeit von Bürgern gemildert werden, die sich in ihrem Leid übergangen fühlen, noch können Erzählungen durch die Rekonstruktion des ganz Konkreten korrigiert werden.

Da es sich bei der augenblicklichen Debatte über Vertreibung zweifellos in erster Linie um einen Dialog der Deutschen mit sich selbst handelt, müsste das geplante Zentrum gegen Vertreibungen in erster Linie auch den Bedürfnissen der Deutschen Rechnung tragen: den Erzählungen über deutsches Leid (wieder) Raum schaffen, die Geschichte des deutschen Ostens (wieder) in Erinnerung rufen, der ganz spezifischen Verflechtungvon Täter-Opfer-Konstellationen nachgehen. Zweifellos wäre der geeignetste Ort dafür Berlin. Die Stadt ist nicht nur ein Symbol für Hitlers Rassenwahn; Berlin war auch Schauplatz des Widerstands und ein Ort, an dem Zehntausende von Flüchtlingen nach dem Krieg Unterschlupf fanden. Gerade weil ein Zentrum in Berlin dem Leid der deutschen Vertriebenen endlich die entsprechende Anerkennung zukommen ließe, würde es keineswegs die Relativierung von fremdem - polnischem, jüdischem, russischem - Leid nach sich ziehen. Denn entgegen einer weit verbreiteten Annahme müssen Opfergruppen nicht notwendigerweise in Konkurrenz zueinander stehen. Wirkliche Empathie schließt die Anerkennung fremden Leids ein. Und so, wie die Bilder aus Jugoslawien Anfang der neunziger Jahre viele sensibler werden ließen für die Vertreibungsschicksale in den eigenen Familien, kann die Beschäftigung mit dem deutschen Leid auch ihre Einfühlung in die Nachbarn fördern.

Zwar war schon vor 1989 ein Anstieg der Reisen von Betroffenen in die früheren Heimatorte zu verzeichnen; doch nach Öffnung der Grenzen hat sich diese Tendenz verstärkt. Fuhren früher fast ausschließlich Busse mit Angehörigen der Erlebnisgeneration, machen sich inzwischen ganze Familien auf den Weg: Söhne, Töchter und Enkel, welche die Geburtsorte der Eltern und Großeltern und die Wurzeln der Familien kennen lernen wollen - in Ostpreußen, Schlesien, im Sudetenland, im Baltikum, in Bessarabien, Wolhynien, Rumänien, Ungarn, Russland, in Serbien oder in der Slowakei. Auch das ist ein Teil der Veränderung des kollektiven Erinnerns: Mit den Familiengeschichten kehren die Orte des verlorenen Ostens in das Gedächtnis zurück. Der Blick richtet sich nicht mehr nur nach Westen und Süden, sondern auch - wieder - nach Osten und Südosten: nicht als Räume einer neuen Begierde, sondern als Räume der Erinnerung.

In den Zeugnissen, die in den vergangenen Jahren erschienen sind, zeigt sich noch manche Bitterkeit: von inzwischen sehr alten Menschen, die nicht nur die Heimat, sondern auch Ehepartner und Kinder verloren haben und die sich in der neuen Umgebung und in neuen Ehen nie mehr vollständig einrichteten. Dominierend sind jedoch andere Sichtweisen. Zum Teil versuchen sich Menschen endlich durch das Niederschreiben von traumatischen Erinnerungen zu entlasten. Zum Teil geben sie ihrer Trauer Ausdruck, wenn sie sich bei Reisen in die Geburtsorte den unwiederbringlichen Verlust noch einmal vor Augen führen: eine tiefe Kränkung, die in der Regel jedoch nicht mehr mit Wut und Hader gegenüber dem Schicksal verbunden, sondern zu einer zukunftslosen Erinnerung geworden ist. Bei Angehörigen der zweiten und dritten Generation schließlich, die zwischen 30 und 60 Jahre alt sind, steht in Ost- wie in Westdeutschland die Entdeckung von bisher tabuisierten und ausgeklammerten Familiengeschichten im Vordergrund, die Suche nach Wurzeln, nach geheimnisvollen, nicht erklärbaren Familienlegenden, die Suche nach Identität.

Und plötzlich stellt sich heraus, dass die Interessen der Kinder und Enkel von Vertriebenen auf frappierende Weise mit den Interessen gleichaltriger Polen, Tschechen, Ungarn oder Juden übereinstimmen: Die einen wie die anderen forschen nach Tiefenschichten von Orten und Landschaften und Geschichten, die ihnen aus unterschiedlichen Gründen vorenthalten worden sind.[54] Die einen wie die anderen suchen die weißen Flecken in den Geschichten ihrer Familien und Völker auszufüllen. Diese Nachkriegskinder suchen nach untergegangenen Vergangenheiten, in denen die Geschichte ihren ganzen Reichtum und ihre ganze Vielfalt offenbart und alle Kulturgüter für alle zugänglich sind. Insofern enthält der augenblickliche Prozess im Kern nichts Beängstigendes, aber viel Befreiendes, Aufklärerisches, Heilendes.

Text aus: Aus Politik und Zeitgeschichte (B 40-41, 2003)

Fußnoten

46.
Jan Assmann, Das kulturelle Gedächtnis. Schrift, Erinnerung und politische Identität in frühen Hochkulturen, München 2002(4); Hervorhebung im Original.
47.
Vgl. Pierre Nora, Zwischen Geschichte und Gedächtnis, Frankfurt/M. 1998, S. 13.
48.
Zit. nach Heinrich August Winkler, Der lange Weg nach Westen, Bd. 2, München 2000, S. 148.
49.
Keesing's Archiv der Gegenwart, 1951, S. 3146.
50.
J. Foschepoth (Anm. 33), S. 107.
51.
Zit. nach: Mathias Beer, Das Großforschungsprojekt "Dokumentation der Vertreibung der Deutschen aus Ost-Mitteleuropa" im Spannungsfeld von Politik und Zeitgeschichte, in: Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte, 46 (1998) 2, S. 376; ders., Die Dokumentation der Vertreibung der deutschen aus Ost-Mitteleuropa. Hintergründe - Entstehung - Ergebnis - Wirkung, in: Geschichte in Wissenschaft und Unterricht, 50 (1999) 2, S. 111.
52.
Vgl. Krzysztof Ruchniewicz, Die Problematik der Aussiedlung der Deutschen aus polnischer und deutscher Sicht in Vergangenheit und Gegenwart, in: Jahrbuch des Bundesinstituts für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa, 10 (2002).
53.
Zit. nach: Wie viel Geschichte liegt im Osten?, hrsg. vom Deutschen Kulturforum östliches Europa, Potsdam 2003, S. 10.
54.
Vgl. z.B. Martha Kent, Eine Porzellanscherbe im Graben, Zürich 2003; Reinhard Jirgl, Die Unvollendeten, München 2003; Michael Zeller, Die Reise nach Samosch, Cadolzburg 2003.

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