Dossierbild: Planspiele

21.3.2011

Partizipationsmöglichkeiten auf lokaler Ebene

Partizipation von Jugendlichen

Typische Belange der Jugend sind Freizeit- und Sportmöglichkeiten, die Errichtung eines Jugendtreffs bzw. Jugendzentrums oder Engagement für Umwelt und Soziales.

Neben den oben genannten Partizipationsmöglichkeiten gibt es speziell für Jugendliche folgende Wege zur Mitwirkung:

Jugendorganisationen der politischen Parteien – Alle großen politischen Parteien haben eigene Jugendorganisationen. Die Mitgliedschaft in diesen ist in der Regel ab 14 Jahren möglich. Wichtig: Man kann auch in der Jugendorganisation mitwirken, ohne zugleich Mitglied in der Mutterpartei zu sein.

Jugendparteien – sind politisch eigenständige Parteien oder Wählervereinigungen, die Interessen von Jugendlichen und jungen Menschen vertreten. Sie sind nicht vergleichbar mit Jugendorganisationen der politischen Parteien, da Jugendparteien eigene Parteien mit verschieden Positionen und Programmen sind. Sie sind meist nur im kommunalen Bereich aktiv und vornehmlich in Bundesländern anzutreffen, in denen Jugendliche bereis mit 16 das aktive und das passive Wahlrecht besitzen.

Jugendgemeinderäte/Jugendparlamente/Jugendforum – In vielen Kommunen werden Jugendliche in Form von Jugendgemeinderäten in die Lokalpolitik integriert. Manche Gemeinden sprechen auch von Jugendparlament oder -forum. Im Prinzip funktionieren jedoch alle gleich: Sie richten sich nach dem Vorbild der Stadt- bzw. Gemeinderäte und bieten Jugendlichen die Möglichkeit, Entscheidungen zu beeinflussen, welche die Interessen der Kinder und Jugendlichen vor Ort berühren. Die Einflussmöglichkeiten variieren jedoch von Gemeinde zu Gemeinde: Es bestehen unterschiedliche Wahlverfahren, finanzielle Möglichkeiten sowie rechtliche Grundlagen der Jugendgemeinderäte.

Jugendhilfe-Ausschüsse – Diese Ausschüsse sind zur bedarfsgerechten Jugendhilfeplanung eingerichtet worden. Hier werden alle Angelegenheiten der Jugendhilfe innerhalb der Kommune beraten. Im Jugendhilfeausschuss sitzen gewählte Stadträte sowie sachkundige Einwohner. Letztere könnten auch durch Jugendliche vertreten werden.