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15.1.2008 | Von:

Baustein 4: "Wohngemeinschaft Deutschland" - zusammen leben

Integration und Segregation

Eine kurze Zeitungsmeldung (M 04.02) über das umstrittene Vorhaben der Nassauischen Heimstätten (Info 04.02), ihre Mieter nach ethnischen Gruppen sortiert in den Wohnblocks unterzubringen, soll im weiteren Verlauf die Einführung wichtiger Fachtermini sowie die Erarbeitung verschiedener Modelle des Zusammenlebens von Einheimischen und Menschen mit Migrationshintergrund einleiten. Die Schülerinnen und Schüler machen sich mit dem Fall vertraut und nehmen begründet Stellung zu dem beschriebenen Vorhaben. Finden sie das Vorhaben gut oder nicht? Und warum?

Methodisch bietet sich hier eine Positionslinie - Streitlinie (s. Methode 9A in der Methoden-Kiste der BpB) an, um ein Stimmungsbild der Schülerinnen und Schüler abzufragen und diese ihre "Stellungnahme" begründen zu lassen. Die Fragen können aber auch ganz klassisch im Unterrichtsgespräch diskutiert werden. Anhand eines ausführlicheren Textes (M 04.03 Kommentar zum Einstiegsfall) sollen anschließend wichtige thematische Begriffe, wie Integration, Segregation, Parallelgesellschaft, Ghettoisierung etc. eingeführt und geklärt (M 04.03, Info 04.03-04.06 werden.

In einem weiteren Schritt wird herausgearbeitet, was dies im Hinblick auf das Zusammenleben von Deutschen und Migranten sowie Migrantinnen bedeutet. Die Schülerinnen und Schüler entwerfen in Gruppen- oder Partnerarbeit zwei überspitzte Szenarios zu den beiden Begriffen, wobei jeweils die Vor- u. Nachteile der beiden "Modelle" (tabellarisch) festgehalten werden sollen.

Nach der Auswertung der Arbeitsergebnisse wird der Frage nachgegangen, welche Bedingungen für ein gutes Zusammenleben - losgelöst von der Frage nach dem Wohnort - Voraussetzung sind.

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