Say my Name

7.7.2020 | Von:
Josephine B. Schmitt
Julian Ernst

Massenmedien, Repräsentation und Diskriminierung

Sowohl in fiktionalen (z. B. Filme, Serien) als auch non-fiktionalen (z. B. Nachrichten) massenmedialen Angeboten werden Angehörige bestimmter sozialer Gruppen, insbesondere gesellschaftlicher Minderheiten wenig repräsentiert und falls doch wird häufig ein negatives Bild von diesen gezeichnet. Dies kann Vorurteile in der Gesellschaft sowie Diskriminierung von Minderheiten verstärken.
Massenmedien, Repräsentation und Diskriminierung: 3 Mädchen (© bpb)

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Einführung

Neben diversen Online-Angeboten wie sozialen Medien, die vielfältige (Echo-)Räume für nahezu jede mögliche Artikulationsform bieten, nehmen weiterhin massenmediale Angebote wie Fernsehen, Radio und Tageszeitungen eine wichtige Rolle im Medienrepertoire der Menschen ein und prägen damit unseren Blick.[1] Massenmedien galten lange als Fenster zur Welt – doch zu welcher, genauer gesagt: zu wessen Welt? Nach Stuart Hall bieten Massenmedien keine "objektiven" Fakten oder "Tatsachen" von der Welt, sind nicht nur Informationsträger. Vielmehr sind Massenmedien in einem "strukturierten Prozess" verschlüsselt: Welche Bilder, Perspektive oder Worte ausgewählt werden, ist weder als Zufall noch nur als schlichter Entscheidungsprozess eines Einzelnen zu fassen. Die Gestalt von Massenmedien, wie sie was bzw. wen repräsentieren, knüpft sich daran, "wie Macht und Wissen in der Gesellschaft (ungleich) verteilt sind"[2]. Es liegt auf der Hand, dass gerade Menschen, die aufgrund ihrer (unterstellten) Zugehörigkeiten in verschiedenen Lebensbereichen benachteiligt werden, auch in der Rezeption von Massenmedien – direkt und indirekt – Diskriminierungserfahrungen sammeln.[3]

Der vorliegende Abschnitt führt grundlegend in den Themenkomplex diskriminierender Repräsentationen in den Massenmedien ein. Im Fokus stehen rassistische Darstellungsweisen in Massenmedien. Wenngleich im Rahmen des Formats "Say My Name" Bewegtbildinhalte im Vordergrund stehen, werden hier massenmediale Angebote unabhängig von ihrem Format (audiovisuell, Text etc.) betrachtet. Das geschieht vor allem deswegen, da Medien in ihrer Art und Weise zunehmend konvergent sind, d. h. sie nähern sich insbesondere vor dem Hintergrund von Online-Anwendungen als mögliche Verbreitungskanäle einander immer mehr an. So verweisen beispielsweise Texte in Magazinen etwa auf Audioformate wie Podcasts oder audiovisuelle Inhalte wie (online verfügbare) Videos; Fernsehinhalte wiederum werden teilweise von (bebilderten Hintergrund-)Texten im Internet begleitet.

Medieninhalte und Diskriminierung

Trotz verschiedener Formate der vergangenen Jahre wie etwa die funk-Serie "Druck" (funk, seit 2018), welche Themen wie Identität, Religion und "Anders"-Sein in den Fokus rücken, sowie einer zunehmenden Zahl an Protagonistinnen und Protagonisten (z. B. Moderatorinnen und Moderatoren, Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Unterhaltungssendungen), die als "anders" gelesen werden können, sind Minderheiten in fiktionalen und non-fiktionalen Inhalten noch deutlich unterrepräsentiert; ähnlich verhält es sich auch im Hinblick auf die Menge an Journalistinnen und Journalisten, die gesellschaftlichen Minderheiten angehören.[4]

Inhaltsanalytische Studien der vergangenen Jahre zu deutsch- und englischsprachigen Medienangeboten deuten gar darauf hin, dass Personen, die gesellschaftlichen Minderheiten angehören, in den Medien negativ dargestellt werden. Das betrifft einerseits fiktionale Angebote wie Filme und Serien, in denen etwa weiße Menschen [5] eher als Helden/Heldinnen bzw. Opfer dargestellt werden und People of Colour (PoC) im Vergleich eher als Täterinnen und Täter [6]. Auf der anderen Seite lassen sich auch in non-fiktionalen Angeboten wie Nachrichten tendenziöse und voreingenommene Berichte über Angehörige verschiedener gesellschaftlicher Minderheiten identifizieren. Inhaltsanalytische Studien zeigen etwa, dass durch die Medien ein negatives Bild gerade von Menschen erzeugt wird, deren Aussehen als "mit Migrationshintergrund" interpretiert wird.[7] Gerade diese sind etwa auch im Zusammenhang mit der Berichterstattung über Bedrohung und Verbrechen überrepräsentiert.[8] Zudem werden kriminelle Handlungen und Verhaltensweisen mit zugeschriebenen religiösen oder kulturellen Hintergründen in Verbindung gebracht – wie eine Analyse der Medienberichterstattung über die Ereignisse in der sogenannten Kölner Silvesternacht (Jahreswechsel 2015/2016) verdeutlicht.[9]

Eine negative Darstellung bestimmter Bevölkerungsgruppen in den Medien kann nicht nur Stereotype und Vorurteile gegenüber diesen aktivieren [10], sondern kann langfristig auch eine "Wir-vs.-sie"-Haltung bzw. die Entwicklung gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit in der Gesellschaft begünstigen.[11] Kriminalität von als mit Migrationshintergrund gelesenen Menschen widerspricht den Erwartungen der Gesellschaft (als Ingroup) an die Anpassung der (vermeintlichen) Migrantinnen und Migranten (als Outgroup) und wirkt damit bedrohlich.[12] Gleichzeitig dient die mediale Berichterstattung als Katalysator der empfundenen Bedrohung durch die Outgroup (z. B. Musliminnen und Muslime) und der Unterstützung radikaler(er) Mittel gegen Immigration.[13] Bei der Entwicklung von Vorurteilen spielt das Wissen über das Thema jedoch eine wichtige Rolle. Menschen, die informierter sind, sind weniger anfällig für die Wirkung einer negativen Darstellung und bilden somit weniger Vorurteile aus.[14] Eine Meta-Analyse von über 500 psychologischen Studien zeigte zudem, dass persönlicher Kontakt zu Mitgliedern einer (gesellschaftlichen) Outgroup sich zudem förderlich auf die Reduktion von Vorurteilen auswirken kann.[15]

Eine negativ konnotierte Berichterstattung geht natürlich auch an den Betroffenen nicht spurlos vorbei. So berichtet Clement im Video "Bin ich eine rassistische Freundin?" aus der Reihe "Say My Name"[16], dass er sich in der deutschen Medienlandschaft nicht repräsentiert fühlt. Einerseits gibt es aus seiner Perspektive zu wenig Menschen mit diversen Hintergründen in wichtigen Rollen in Medien und Werbung. Andererseits würden insbesondere PoC eher problematisierend und stereotypisierend dargestellt. Seine Wahrnehmung stützen auch Ergebnisse einer Studie aus der Schweiz aus dem Jahr 2011. In dieser wurden Angehörige von Minderheiten dazu befragt, wie sie sich im Schweizer Fernsehen dargestellt und repräsentiert fühlen. Die Ergebnisse machen deutlich, dass die Menschen einerseits das Gefühl haben, als undifferenzierte, passive Masse gezeigt zu werden, deren Leben und Verhalten in der Schweizer Gesellschaft eher problematisiert wird. Insbesondere Menschen, die aufgrund ihrer Hautfarbe als "mit Migrationshintergrund" gelesen werden, fühlen sich zudem häufig mit einer negativ konnotierten Perspektive auf den Islam in Verbindung gebracht. Andererseits berichten die Studienteilnehmerinnen und Teilnehmer auch davon, dass sie sich als gleichwertiger Teil der Schweizer Gesellschaft im Fernsehen marginalisiert und unterrepräsentiert fühlen.[17] Auch eine im Jahr 2013 erschienene Studie aus Deutschland im Hinblick auf die Repräsentation von Musliminnen und Muslimen in der Deutschen Mehrheitsgesellschaft zeigt Ähnliches.[18]

Psychologische und kommunikationswissenschaftliche Studien deuten zudem darauf hin, dass für die Wahrnehmung und Wirkung von Inhalten nicht nur entscheidend ist, was berichtet wird (bzw. in welchem Kontext über die Herkunft eines Menschen berichtet wird), sondern auch wie berichtet – welche Sprache verwendet – wird.

Sprache und Diskriminierung

Sprache bedingt, wie wir über Dinge denken. Entscheidend ist laut sozialpsychologischer Forschung etwa der Abstraktionsgrad der Sprache bei der Beschreibung von Gruppen. Zusammengefasst wird das im Phänomen des sogenannten Linguistic Intergroup Bias (LIB).[19] Demnach, so die Forschenden, erwarten Individuen in der Regel, dass sich Angehörige der eigenen Gruppe (Ingroup) positiv verhalten, Angehörige einer anderen Gruppe (Outgroup, z. B. eine gesellschaftliche Minderheit) negativ. Für die Beschreibung des erwarteten Verhaltens werden daher abstraktere Beschreibungen – also Beschreibungen losgelöst von konkreten, beobachtbaren Verhaltensweisen (z. B. "Person XY ist kriminell") – für die Beschreibung von unerwartetem Verhalten werden konkrete Beschreibungen verwendet (z. B. "Person XY stielt ein Auto").[20] Diese – nicht zwingend bewussten – Prozesse finden wir nicht nur im Rahmen alltäglicher zwischenmenschlicher Kommunikation, sondern auch in der Medienberichterstattung.[21] Inwiefern findet aber so Diskriminierung durch Sprache statt?

Während eine konkrete Wortwahl immer situationsbezogen ist, suggerieren abstrakte Formulierungen die Allgemeingültigkeit einer Feststellung; die Beschreibung erscheint als eine stabile Eigenschaft des Individuums. Doch es bleibt eben nicht bei einer individuellen Zuschreibung: Es entsteht der Eindruck, dass das Individuum mit seinen Handlungen und Eigenschaften eine bestimmte Gruppe repräsentiert, sprich beispielhaft und typisch für diese steht. Stark verallgemeinernde und abstraktzuschreibende Sprache kann die Ausbildung von Stereotypen gegenüber Gruppen – somit auch gesellschaftlichen Minderheiten – und damit Vorurteile gegenüber diese langfristig fördern.[22] Stereotypes Denken und die Verwendung einer entsprechenden Sprache reduzieren kann laut einer psychologischen Studie aus dem Jahr 2016 vor allem eine achtsame und reflektierte Auseinandersetzung mit den Inhalten.[23]

Repräsentation in Bildern

Auch Bilder sind eine wichtige Ebene medialer Berichterstattung. Studien im Hinblick auf eine visuelle Darstellung finden sich in den vergangenen Jahren vor allem in Bezug auf die Abbildung von Geflüchteten. Ein zentrales Ergebnis dieser ist, dass Geflüchtete zum einen tendenziell als eine homogene, anonyme Masse gezeigt werden.[24] Zum anderen werden sie in Zusammenhang mit Angehörigen von staatlichen Autoritäten (z. B. Polizei) abgebildet.[25] Dieses Framing kann populistische Narrative wie z. B. die Angst vor "dem Fremden" unterstützen und die Spaltung der Gesellschaft weiter vorantreiben.

Anonym und undifferenziert werden laut einer Studie aus dem Jahr 2013 auch muslimische Frauen in den deutschen Medien dargestellt: Sie werden eher als "fremd", isoliert und konservativ bzw. traditionell abgebildet. Die Bilder würden jedoch weniger dazu verwendet werden, über die Lebensbedingungen von Musliminnen zu berichten, als vielmehr für allgemeine Statements über (vermeintlich) muslimisches Leben in Deutschland sowie einen (vermeintlichen) Mangel an Integration.[26]

Fazit und Ausblick

Durch die Art und Weise der Repräsentation und Darstellung von Minderheiten im Kontext massenmedialer Inhalte können Stereotype und Vorurteile in der Mehrheitsgesellschaft gegenüber diesen Minderheiten gefördert werden – insbesondere bei Menschen, die über ein geringes Themenspezifisches Wissen verfügen.

Die Folge kann eine zunehmende gesellschaftliche Polarisierung sein. Dies kann extremistischen Gruppierungen in die Hände spielen. Eine stereotype Medienberichterstattung über und Repräsentation von gesellschaftlichen Minderheiten kann ausgrenzende Narrative rechter Akteure stützen. Ausgrenzung, Unterdrückung und Diskriminierung etwa von Musliminnen und Muslimen durch die Medien und die Mehrheitsgesellschaft bilden aber auch die Grundlage für die Entwicklung von Opfernarrativen im Rahmen islamistischer Propaganda.[27]

Um individueller Radikalisierung und gesellschaftlicher Polarisierung präventiv zu begegnen, scheint es zum einen erforderlich, sich intensiv mit der Frage zu befassen, wie medial und öffentlich kommuniziert wird. Notwendig ist in diesem Zusammenhang vor allem die Entwicklung von Sensibilität in der Sprache, im (visuellen) Framing und der Wahl von Themen im Hinblick auf Menschen mit Migrationsgeschichte.[28] Mehr Vielfalt in Redaktionen von Medienunternehmen, wie sie beispielsweise die "Neuen Deutschen Medienmacher*innen" fordern,[29] sowie die adäquate mediale Abbildung von gesellschaftlicher Diversität kann dies unterstützen.

Darüber hinaus bieten beispielsweise die sozialen Medien vielfältigen gesellschaftlichen Akteuren und Gruppierungen einen Raum für Artikulation. Das ermöglicht etwa auch Minderheiten jeglicher Art sich nach ihren Vorstellungen zu repräsentieren und Medien(-inhalte) zu gestalten. Neben den unterschiedlichen Creatorinnen, welche auch dem Webvideo-Format "Say My Name" sein Gesicht geben, ist hierfür vor allem der Kanal der Gruppe "datteltäter"[30] auf YouTube als herausragendes Beispiel zu nennen. Die hier produzierten und veröffentlichten Inhalte fungieren nicht nur als Sprachrohr für Angehörige gesellschaftlicher Minderheiten, sie bieten auch vielfältige Möglichkeiten für Empowerment. Darüber hinaus können die Inhalte auch bei Angehörigen der Mehrheitsgesellschaft Wirkung entfalten, indem sie etwa Reflexionsprozesse anstoßen, Wissen vermitteln und somit gegebenenfalls auch zum Abbau von Stereotypen und Vorurteilen beitragen.

Hinter der Frage wie kommuniziert wird, um Diskriminierung vorzubeugen, steckt neben einer medialen Herausforderung auch ein gesellschaftliches Thema. Dies sollte entsprechend auch auf dieser Ebene adressiert werden. Bei der Förderung kritischer Selbstreflexion kommt in diesem Zusammenhang vor allem der schulischen und außerschulischen (interkulturellen) Bildung eine wichtige Aufgabe zu.

Fußnoten

1.
Vgl. Frees, B./Kupferschmitt, T./Müller, T. (2019): ARD/ZDF Massenkommunikation Trends 2019: Non-lineare Mediennutzung nimmt zu. Media Perspektiven, 7-8, S. 314–333.
2.
Hall, S. (2012/1982): Die strukturierte Vermittlung von Ereignissen. In Hall, S. (2012). Ideologie. Kultur. Rassismus. Ausgewählte Schriften 1. Hamburg: Argument Verlag. S. 126–149.
3.
Hall, S. (2012/1981). Die Konstruktion von »Rasse« in den Medien. In Hall, Stuart (2012). Ideologie. Kultur. Rassismus. Ausgewählte Schriften 1. Hamburg: Argument Verlag. S. 150-171; Butterwegge, C./Hentges, G. (2006). Massenmedien, Migration und Integration. 2., korrigierte und aktualisierte Aufl. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.
4.
Vgl. z. B. https://www.neuemedienmacher.de/journalisten-mit-migrationshintergrund/ [abgerufen am 04. November 2019]; Akinyosoye, C. (2012): MigrantInnen in Mainstream-Medien: Eine Minderheit im Aufbruch. In: Kriwak, A./ Pallaver, G. (Hrsg.): Medien und Minderheiten. Innsbruck: Innsbruck University Press 2012 (Medien – Wissen – Bildung), S. 133–150. sowie Röben, B. (2019): Migrantinnen in der Medienproduktion. In Dorer, J./Geiger, B./ Hipfl, B./ Ratkovi ́c, V. (Hrsg): Handbuch Medien und Geschlecht. Perspektiven und Befunde der feministischen Kommunikations- und Medienforschung (S. 1–12). Wiesbaden: Springer Verlag für Sozialwissenschaften.
5.
'Weiß' wird hier nicht nur im Sinne eine Hautfarbe gemeint. Es bezieht sich auf eine gesellschaftspolitische Machtposition und wird hier als Gegensatz zu 'People of Colour' bzw. Menschen mit Migrationsgeschichte/internationaler Geschichte verstanden (siehe auch https://glossar.neuemedienmacher.de/glossar/weisse-deutsche/).
6.
Vgl. z. B. Dixon, T. L. (2015). Good guys are still always in white? Positive change and continued misrepresentation of race and crime on local television news. Communication Research, 44, S. 775–792. Wenngleich sich die in diesem Aufsatz genannten Studien teilweise auf Medieninhalte aus dem englischsprachigen Kontexten beziehen, sind sie nicht weniger relevant. Die fiktionale Medienlandschaft, insbesondere im Bewegtbildbereich, überschneidet sich zu einem großen Teil. Auch im deutschsprachigen Fernsehen bzw. über Streaming-Anbieter wie Netflix oder Amazon werden zu einem großen Teil US-amerikanische Serien und Filme rezipiert.
7.
Vgl. Goedeke Tort, M. N., Guenther, L., & Ruhrmann, G. (2016). Von kriminell bis willkommen. Wie die Herkunft über das mediale Framing von Einwanderern entscheidet. Medien & Kommunikationswissenschaft, 64; Sommer, D./Ruhrmann, G. (2010): Framing people with migration background in TV-news. Conflict & Communication Online, 9, S. 1–15; Trebbe, J. & Schoenhagen, P. (2011): Ethnic minorities in the mass media: How migrants perceive their representation in Swiss public television. Journal of International Migration and Integration, 12, S. 411–428.
8.
Für einen Überblick siehe z. B. Ruhrmann, G. (2017): Diskriminierung in den Medien. In: Scherr, A./El-Mafaalani, A./Yüksel, G. (Hrsg.). Handbuch Diskriminierung (S. 367-385). Wiesbaden: Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH.
9.
Stürmer, S./Rohmann, A./Froehlich, L./van der Noll, J. (2018). Muslim immigration, critical events, and the seeds of majority members’ support for radical responses: An interactionist perspective. Personality and Social Psychology Bullentin, 42, S. 133-145; für einen Überblick siehe auch Trebbe, J./Paasch-Colberg, S. (2016): Migration, Integration und Medien. Abgerufen am 04. November 2019 von https://www.bpb.de/gesellschaft/medien-und-sport/medienpolitik/172752/migration-integration-und-medien.
10.
Persson, A.V./Musher-Eizenman, D. R. (2005): College students’ attitudes toward Blacks and Arabs following a terrorist attack as a function of varying levels of media exposure. Journal of Applied Social Psychology, 35, S. 1879–1893; Schemer, C. (2012): The influence of news media on stereotypic attitudes toward immigrants in a political campaign. Journal of Communication, 62, S. 739–757; siehe auch Thiele, M. (2016): Medien und Stereotype. Abgerufen am 04.. November 2019 von http://www.bpb.de/apuz/221579/medien-und-stereotype.
11.
Patrick, S. M. (2014). Framing terrorism: geography-based media coverage variations of the 2004 commuter train bombings in Madrid and the 2009 twin suicide car bombings in Baghdad. Critical Studies on Terrorism, 7(3), S. 379–939. Gorham, B. W. (2006): News media’s relationship with stereotyping: The linguistic intergroup bias in response to crime news. Journal of Communication, 56, S. 289–308.
12.
Vgl. Piontkowski, U./Rohmann, A./Florack, A. (2002): Concordance of acculturation attitudes and perceived threat. Group Processes & Intergroup Relations, 5, S. 221–232.
13.
Stürmer, S. et al. (2018): Muslim immigration, critical events, and the seeds of majority members’ support for radical responses: An interactionist perspective. Personality and Social Psychology Bullentin, 42, S. 133–145.
14.
Vgl. Schemer, C. (2012): The influence of news media on stereotypic attitudes toward immigrants in a political campaign. Journal of Communication, 62, S . 739–757.
15.
Pettigrew, T. F./Tropp, L. R. (2006). A meta-analytic test of intergroup contact theory. Journal of Personality and Social Psychology, 90, S. 751-783.
16.
Ab Minute 12; https://www.youtube.com/watch?v=gobmAZImWQQ&list=-PLxXNLkGhcNY48ZV5RViUGtBaq0UlVljuw&index=2 [Stand 21.10.2019]
17.
Trebbe, J. & Schoenhagen, P. (2011): Ethnic minorities in the mass media: How migrants perceive their representation in Swiss public television. Journal of International Migration and Integration, 12, S. 411–428.
18.
Schneider, J./Finke, G./Will, A.-K. (2013): Muslime in der Mehrheitsgesellschaft: Medienbild und Alltagserfahrungen in Deutschland. Abgerufen am 04. November 2019 von https://www.stiftung-mercator.de/media/downloads/3_Publikationen/SVR_Muslime_in_der_Mehrheitsgesellschaft_Maerz_2013.pdf
19.
Vgl. z. B. Maass, A./Salvi, D./Arcuri, L./Semin, G. R. (1989). Language use in intergroup contexts: The linguistic intergroup bias. Journal of Personality and Social Psychology, 57, S. 981-993.
20.
Vgl. z. B. Tincher, M. M./Lebois, L. A./Barsalou, L. W. (2016): Mindful attention reduces linguistic intergroup bias. Mindfulness, 7, S. 349–360.
21.
Vgl. z. B. Geschke, D./Sassenberg, K./Ruhrmann, G./Sommer, D. (2010): Effects of linguistic abstractness in the mass media. How newspaper articles shape readers’ attitudes toward migrants. Journal of Media Psychology, 22, S. 99-104; Gorham, B. W. (2006): News media’s relationship with stereotyping: The linguistic intergroup bias in response to crime news. Journal of Communication, 56, S. 289–308.
22.
Geschke, D./Sassenberg, K./Ruhrmann, G./Sommer, D. (2010): Effects of linguistic abstractness in the mass media. How newspaper articles shape readers’ attitudes toward migrants. Journal of Media Psychology, 22, S. 99–104.
23.
vgl. z. B. Tincher, M. M. et al. (2016): Mindful attention reduces linguistic intergroup bias. Mindfulness, 7, S. 349–360.
24.
Bleiker, R., Campbell, D., Hutchison, E. & Nicholson, X. (2013): The visual dehumanisation of refugees, Australian Journal of Political Science, 48, 398–416; Wright, T. (2002): Moving images: The media representation of refugees, Visual Studies, 17, S. 53-66.
25.
Chouliaraki, L. & Stolic, T. (2017): Rethinking media responsibility in the refugee ‘crisis’: a visual typology of European news. Media, Culture and Society. 39, 1162-1177; Wilmott, A. C. (2017): The politics of photography: Visual depictions of Syrian refugees in U.K. online media. Visual Communication Quarterly, 2, S. 67–82.
26.
Özcan, E. (2013): Lingerie, bikinis and the headscarf. Feminist Media Studies, 13, S. 427–442.
27.
Vgl. Schmitt, J. B. (2019). Antimuslimischer Rassismus als islamistisches Mobilisierungsthema. bpb / Infodienst Radikalisierungsprävention.
28.
Siehe auch das Interview mit Sheila Mysorekar im Dezember 2018 auf der Internetseite der Deutschen Welle: https://www.dw.com/de/reden-wir-von-rassismus-denn-darum-geht-es/a-46785371 [abgerufen am 04. November 2019]
29.
https://www.neuemedienmacher.de [abgerufen am 04. November 2019]
30.
https://www.youtube.com/channel/UCF_oOFgq8qwi7HRGTJSsZ-g [abgerufen am 04. November 2019]
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