Apartheid

[afrikaans: Trennung] Bezeichnung für die Politik der Rassentrennung in der Republik Südafrika bis 1991 (formell abgeschafft mit der Übergangsverfassung von 1994). Seit den 1950er-Jahren wurden insb. von der burischen Nationalpartei und den südafrikanischen Regierungen Gesetze erlassen und Maßnahmen getroffen, die die weiße gegenüber der nicht weißen Bevölkerung privilegierte.

Dies führte zu Unruhen und Aufständen. Die Politik Südafrikas wurde von den Vereinten Nationen mehrfach verurteilt und isolierte das Land politisch, wirtschaftlich und kulturell weltweit. Die interne Opposition sammelte sich v. a. im Afrikanischen National Kongress (ANC) und um die Symbolfigur des politischen Widerstands, N. Mandela, der nach 25 Jahren Haft von 1994 bis 1999 Präsident und Regierungschef der Republik Südafrika war.

Siehe auch:
Politik
Regierung
Gesetz
Bevölkerung
Vereinte Nationen (UN)
Opposition
Widerstand

Quelle: Schubert, Klaus/Martina Klein: Das Politiklexikon. 7., aktual. u. erw. Aufl. Bonn: Dietz 2018. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.



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Hintergrund aktuell (25.04.2019)

Vor 25 Jahren: Erste freie Wahl in Südafrika

Im April 1994 fand in Südafrika die erste allgemeine und freie Wahl statt. Die absolute Mehrheit erzielte der African National Congress (ANC), der seit Jahrzehnten gegen das Apartheidregime kämpfte. Die Wahl markierte das Ende des institutionalisierten Rassismus in Südafrika. Doch die Folgen der Apartheid wirken sich auch heute noch auf den Wahlkampf aus.

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