Bundesverwaltung

B. bezeichnet die Behörden und Einrichtungen des Bundes, die mit dem Vollzug von Bundesangelegenheiten betraut sind. Da in DEU die Ausführung von Bundesgesetzen generell in den Zuständigkeitsbereich der Bundesländer fällt, beziehen sich die Aufgaben der B. nur auf die in Art. 87-89 GG festgelegten Bereiche (Auswärtiger Dienst, Bundeswehr, Bundespolizei, Bundesfinanzverwaltung u. a.). Zu unterscheiden sind die unmittelbare B. – hier unterhält der Bund eine bis in die untersten Instanzen mit Bundesbeamten besetzte Behördenorganisation – und die mittelbare, von Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts wahrgenommene B. Es gibt oberste Bundesbehörden (Bundesministerien, Bundesrechnungshof) und ihnen als Zentralstellen für das gesamte Bundesgebiet nachgeordnete Bundesoberbehörden (z. B. Bundesamt für Verfassungsschutz, Bundesverwaltungsamt, Bundeskartellamt). Mittelbehörden sind die Oberfinanz- sowie die Wasser- und Schifffahrtsdirektionen, Unterbehörden sind u. a. die Hauptzollämter.

Siehe auch:
Behörde
Bundesland
Bundeswehr
Bundespolizei (BPOL)
Körperschaft des öffentlichen Rechts (KdöR)
Anstalt des öffentlichen Rechts
Verfassungsschutz
Bundeskartellamt (BKartA)

Quelle: Schubert, Klaus/Martina Klein: Das Politiklexikon. 7., aktual. u. erw. Aufl. Bonn: Dietz 2018. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.



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