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Zivilverfahren

Verfahren vor Gericht zur Rechtsdurchsetzung im Zivilrecht. Die wichtigsten Regelungen zum formalen Ablauf sind in der Zivilprozessordnung (ZPO) enthalten. Das Verfahren wird durch die Einreichung einer Klageschrift begonnen. Kläger und Beklagter stehen sich als Parteien gegenüberstehen. Der Kläger muss beweisen (Beweis), dass vom Beklagten bestrittene Voraussetzungen seines behaupteten Anspruchs oder Rechts vorliegen. Auch sonst wird das Z. wesentlich durch die Parteien bestimmt. Die Dispositionsmaxime besagt, dass die Parteien – anders als im Strafverfahren – großen Einfluss auf den Gegenstand des Verfahrens und teilweise auch auf den Ablauf haben. Wenn der Kläger vor Gericht Erfolg hat, erhält er einen Vollstreckungstitel.

Siehe auch:
Gericht
Rechtsdurchsetzung
Zivilrecht
Zivilprozessordnung (ZPO)
Beweis
Anspruch
Strafverfahren
Vollstreckungstitel

Quelle: Das Rechtslexikon. Begriffe, Grundlagen, Zusammenhänge. Lennart Alexy / Andreas Fisahn / Susanne Hähnchen / Tobias Mushoff / Uwe Trepte. Verlag J.H.W. Dietz Nachf. , Bonn, 1. Auflage, September 2019. Lizenzausgabe: Bundeszentrale für politische Bildung.



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