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Schriftenreihe (Bd. 10364)
Der überforderte FriedenNeu: Der überforderte Frieden

Der überforderte Frieden

Versailles und die Welt 1918-1923

Der Frieden, der keiner war? Von den fast 30 Nationen, die 1919 den Friedensvertrag von Versailles unterzeichneten, fand kaum eine zu wirklich friedlichen Verhältnissen. Der Band lotet die tiefe Kluft zwischen der allenfalls symbolischen Wirkung des Friedensschlusses und der Nachkriegsrealität aus.

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Inhalt

Fast 30 Nationen unterzeichneten den Friedensvertrag von Versailles, doch er mündete kaum in friedliche Zustände: Zu disparat waren die Erwartungen, Hoffnungen und Befürchtungen der Beteiligten. Zudem lud das Armageddon des Kriegsendes nachgerade dazu ein, die Brüchigkeit der Verhältnisse auf Kosten Dritter für eigene Interessen zu nutzen – keineswegs nur in materieller, sondern auch in politisch-ideeller Hinsicht. Schließlich stellte der Krieg zahllose Menschen vor schier unlösbare wirtschaftliche und soziale Probleme. Jörn Leonhard lotet die tiefe Kluft zwischen dem unausweichlich gewordenen, aber in seiner Wirkung allenfalls symbolischen Akt des Friedenschlusses und der Realität aus. Er erläutert die Intentionen der Akteure im globalen Ringen um die Indienstnahme des Vertrags. Leonhard begibt sich an Schauplätze von Triumph oder Niederlage, Gewalt und Kampf, Verbitterung oder Neuanfang und beschreibt, welchen Schub die allenthalben gärende Unzufriedenheit in Europa durch das Vertragswerk letztlich erhielt. So entsteht ein dichtes, überaus facettenreiches Bild einer atemlosen Zeit, die in ihrer weltgeschichtlichen, bis heute fortwirkenden Bedeutung kaum zu überschätzen ist.



Autor: Jörn Leonhard, Seiten: 1536, Erscheinungsdatum: 20.09.2019, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 10364