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Chronik: 22. – 26. April 2024 | Russland-Analysen | bpb.de

Russland-Analysen Migrationspolitik / Begrenzte Erdölgewinne / Kriminalität (22.04.2026) Analyse: Die Migrationspolitik der Russischen Föderation Statistik: Migration nach Russland Kommentar: Russische Gewinne beim Erdöl durch geopolitische Krisen – und ihre Grenzen Kommentar: Der Einfluss des Krieges auf Kriminalität und die russischen Strafverfolgungsbehörden Chronik: Hinweis auf die Online-Chronik Naturschutz / Außenpolitik (26.03.2026) Analyse: Was geschieht mit den russischen Naturschutzgebieten? Statistik: Landfläche von Naturschutzgebieten ausgewählter Staaten im Vergleich Kommentar: Die russische Außenpolitik im Nahen Osten nach dem Sturz Assads und dem Tod Chameneis Kommentar: Russland gerät langsam in Afrika ins Hintertreffen – eine Chance für Europa Kommentar: Lateinamerikas manchmal paradoxer Blick auf Russland Chronik: Hinweis auf die Online-Chronik Geopolitische Dimension des Agrarhandels (20.03.2026) Analyse: Russlands Agrarstrategie zwischen Importsubstitution und Marktinstabilität Analyse: Russlands Weizenhandel mit den Huthi im Jemen: Geopolitische Dimensionen der Ernährungssicherheit Chronik: Hinweis auf die Online-Chronik Nukleare Abschreckung / Friedensverhandlungen / Medienzensur (25.02.2026) Analyse: Ein neues Wettrüsten? Analyse: Russlands strategische Abschreckung verstehen: Entwicklung, Kultur und politische Bedeutung Statistik: Nukleare Rüstung Kommentar: Verhandlungen Russland-Ukraine-USA: Theater für Trump? Kommentar: Der russische Staat schottet seine Bevölkerung ab. Soziale Medien aus dem Ausland sind für Normalbürger kaum noch zugänglich Umfragen: Informationsquellen Dokumentation: Zugangsbeschränkungen zu Telegram und Internet in Russland Chronik: Hinweis auf die Online-Chronik Repressierte Diaspora / Verhandlungen (11.02.2026) Analyse: Das Schweigen nach der Ausreise: Warum die neuen russischen Migranten sich nicht mobilisieren Dokumentation: Transnationale Repression durch Russland Dokumentation: Die russisch-ukrainischen Verhandlungen in Abu Dhabi im Februar 2026 Chronik: Hinweis auf die Online-Chronik

Chronik: 22. – 26. April 2024 Russland-Analysen Nr. 450

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Die Ereignisse vom 22. bis 26. April 2024 in der Chronik.

Herausgeber der Länderanalysen

Die Russland-Analysen werden von der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen, der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde e.V., dem Deutschen Polen-Institut, dem Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien, dem Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung und dem Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien (ZOiS) gGmbH gemeinsam herausgegeben. Die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb veröffentlicht die Analysen als Lizenzausgabe.

Chronik: 22. – 26. April 2024

DatumEreignis
22.04.2024 Das russische Exilmedium "Novaya Gazeta Europe" berichtet unter Berufung auf anonyme Quellen, dass das Oberhaupt der russischen Teilrepublik Tschetschenien, Ramsan Kadyrow, seit 2019 unheilbar an nekrotisierender Pankreatitis leide. Die "Novaya Gazeta Europe" berichtet weiter, dass der Kreml bereits für die Nachfolge Kadyrows vorsorge und den Kommandeur der in der Ukraine kämpfenden tschetschenischen Spezialeinheit "Achmat", Apti Alaudinow, favorisiere.
22.04.2024 Die russische Tageszeitung "Iswestija" berichtet unter Berufung auf Quellen aus dem russischen Verteidigungsministerium, dass die russische Armee operativ-taktische Systeme des Typs Iskander-M in der Region Karelien nahe der finnischen Grenze stationiert habe. Diese können sowohl Marschflugkörper als auch ballistische Kurzstreckenraketen mit Atomsprengkopf abfeuern. Der ehemalige Kommandeur der baltischen Flotte, Admiral Wladimir Wertew bestätigte gegenüber der Zeitung, die Stationierung sei eine Reaktion Russlands auf den Beitritt Finnlands zur NATO.
22.04.2024 Die russische NGO "Sozial-Ökologische Union" berichtet unter Berufung auf Augenzeugenberichte und Videomaterial, dass in der vom Hochwasser betroffenen russischen Region Kurgan aus stillgelegten und durch das Hochwasser überfluteten Uran-Minen radioaktive Stoffe in den Fluss Tobol gelangt seien. Der Fluss sei Trinkwasserquelle für die Stadt Kurgan mit rund 300.000 Einwohnern. Die russische Atomenergiebehörde "Rosatom" bestreitet den Vorfall. Es handele sich um vorsätzliche Falschinformation durch Anti-Atom-Interessengruppen.
23.04.2024 Innerhalb der "Russischen Buchunion" (RBU) wurde ein Expertenzentrum eingerichtet, das die Aufgabe hat, Buchveröffentlichungen auf Einhaltung der Gesetzgebung zu bewerten, dies berichtet die russische Tageszeitung "Wedomosti" unter Berufung auf interne Quellen. Mitglieder des neu gegründeten Zentrums seien unter anderem Vertreter:innen der russischen Verbraucherschutzbehörde "Roskomnadsor", der Russischen Historischen Gesellschaft, der Russischen Militärhistorischen Gesellschaft und der Russisch-Orthodoxen Kirche. Das Gremium bewertet Neuerscheinungen auf Rechtskonformität und gibt den Verlagen Empfehlungen, welche Bücher aus dem Verkauf genommen werden sollten.
24.04.2024 Der russische stellvertretende Verteidigungsminister Timur Iwanow wird wegen des Verdachts auf Korruption festgenommen. Das russische Ermittlungskomitee gab an, Iwanow habe gemeinsam mit einer weiteren Person "besonders hohe Bestechungssummen" im Zuge von Vergabeverfahren des Verteidigungsministeriums angenommen. Iwanow war unter anderem für den Bau militärischer Einrichtungen und Truppenunterkünfte und für Bauvorhaben in der von Russland besetzten ukrainischen Stadt Mariupol zuständig. Er steht auf den Sanktionslisten der EU und der USA.
26.04.2024 Der russische Präsident Wladimir Putin erlässt ein Dekret, demzufolge Tochterunternehmen des deutschen Haushaltsgeräteherstellers "Bosch" und des italienischen Heiztechnikspezialisten "Ariston" unter vorläufige Aufsicht des staatlichen russischen Energiekonzerns "Gasprom" gestellt werden sollen. Seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine sind die beiden Produktionsstandorte von "Bosch" in Russland stillgelegt. Derzeit laufen Verkaufsverhandlungen mit dem türkischen Investmentfonds "Can Holding". "Ariston" produziert in Russland Wasserheizungen für den russischen Markt. Im vergangenen Jahr erzielte das Unternehmen in der Russischen Föderation einen Umsatz von rund 100 Millionen Euro.

Die Chronik wird zeitnah erstellt und basiert ausschließlich auf im Internet frei zugänglichen Quellen. Die Redaktion der Russland-Analysen kann keine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben übernehmen.

Zusammengestellt von Alena Schwarz.

Sie können die gesamte Chronik seit 2003 (zusätzlich gibt es eine Kurzchronik für die Sowjetunion ab 1964 bzw. Russland ab 1992) auch auf Externer Link: http://www.laender-analysen.de/russland/ unter dem Link "Chronik" lesen.

Fussnoten

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