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Dokumentation: Kampf gegen Desinformation (Reporter ohne Grenzen) | Russland-Analysen | bpb.de

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Dokumentation: Kampf gegen Desinformation (Reporter ohne Grenzen)

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RSF deckt auf wie russische Propaganda wirkt und setzt dem eigene Projekte entgegen.

Herausgeber der Länderanalysen

Die Russland-Analysen werden von der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen, der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde e.V., dem Deutschen Polen-Institut, dem Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien, dem Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung und dem Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien (ZOiS) gGmbH gemeinsam herausgegeben. Die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb veröffentlicht die Analysen als Lizenzausgabe.

RSF startet Propaganda Monitor

Propaganda unter dem Deckmantel des Journalismus: Weltweit imitieren autoritäre Regimes journalistische Formate, um ihre politische Ideologie zu verbreiten und Menschen zu manipulieren. Um die Taktiken, Mechanismen und Akteure dahinter aufzudecken und die Öffentlichkeit für das Thema zu sensibilisieren, hat die internationale Organisation Reporter ohne Grenzen (RSF) den Propaganda Monitor gelauncht – eine Sammlung von investigativen Recherchen, Hintergrundartikeln und Interviews mit internationalen Expertinnen und Experten, die fortlaufend erweitert wird.

"Mit dem Propaganda Monitor wollen wir einen Beitrag gegen die weltweite Verbreitung von Propaganda und Desinformation leisten", sagt RSF-Geschäftsführerin Anja Osterhaus. "Wir decken auf, wie Propaganda entsteht, wer davon profitiert und mit welchen geopolitischen Zielen sie verknüpft ist. Denn: Nur, wenn wir alle das System dahinter kennen, können wir dagegen vorgehen."

Fehlende Pressefreiheit öffnet Raum für Propaganda

Anlässlich des Starts des Propaganda Monitors veröffentlicht RSF eine Reihe von Artikeln zu russischer Propaganda, darunter eine Analyse, wie der Staatssender RT trotz Sanktionen Kreml-Propaganda auf dem Balkan verbreitet, und ein Interview mit Vladimir Rouvinski, Experte für russische Propaganda, über den Erfolg von RT in Lateinamerika. Die Portraits zweier für den Kreml aktiver Propagandisten aus Italien und der Ukraine zeigen außerdem, wie der Kreml seinen internationalen Einfluss via Influencer ausbreitet. RSF deckte kürzlich ein russisches Fake-Video auf, dass von einem russischen Troll über X verbreitet wurde und eine angebliche Studie von RSF über Nazi-Symbole in der Ukraine zitiert.

Der Propaganda Monitor schaut in Zukunft nicht nur auf die Propaganda des Kremls. Der systematische Versuch durch Kommunikation die Meinung und das Verhalten von Menschen zu beeinflussen, ist ein weltweites Phänomen. Dort, wo Pressefreiheit fehlt, fehlen zuverlässige Informationen und Propaganda nimmt ihren Platz ein. Das Ziel des Propaganda Monitors ist es daher nicht nur, über die weltweiten Mechanismen von Propaganda aufzuklären. Als wirksames Gegenmittel muss unabhängiger, vielfältiger Journalismus weiter gestärkt werden.

Insbesondere mit zwei Projekten leistet RSF hier bereits aktive Unterstützung: Das Swoboda-Satellitenpaket bündelt unabhängige russische Exilmedien und internationale Kanäle, die auf Russisch senden, und erreicht potentiell bis zu 4,5 Millionen Haushalte in Russland sowie 800.000 Haushalte in den russisch besetzten Gebieten der Ukraine. Die Operation Collateral Freedom macht zensierte Informationen wieder zugänglich, indem Webseiten gespiegelt werden. Beide Projekte sind auch über den Propaganda Monitor zu finden.

Auf der weltweiten Rangliste der Pressefreiheit steht Russland auf Rang 171 von 180 Staaten.

Die Pressemitteilung von Reporter ohne Grenzen vom 02.10.2024 zu Russland ist im Original unter Externer Link: https://www.reporter-ohne-grenzen.de/pressemitteilungen/meldung/rsf-startet-propaganda-monitor zu finden.

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