Meine Merkliste Geteilte Merkliste

Josef Seifried (SPD)

Grundgesetz und Parlamentarischer Rat Kurzüberblick Das Grundgesetz seit 1949 Deutsche Einheit Veränderungen Das BVerfG Karlsruher "Politik" Europäische Integration Der Weg zum Grundgesetz Erste Schritte Warum keine Verfassung? Streitpunkte Neuland Zentrale Artikel Ein neues Deutschland Auf der anderen Seite Biografien Konrad Adenauer – erster Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland Hannsheinz Bauer (SPD) Max Becker (FDP) Ludwig Bergsträsser (SPD) Paul Binder (CDU) Adolf Blomeyer (CDU) Heinrich von Brentano (CDU) Johannes Brockmann (Zentrumspartei) Paul de Chapeaurouge (CDU) Thomas Dehler (FDP) Georg Diederichs (SPD) Fritz Eberhard (SPD) Adolf Ehlers (SPD) Hermann Fecht (CDU) Albert Finck (CDU) Andreas Gayk (SPD) Otto Heinrich Greve (SPD) Rudolf-Ernst Heiland (SPD) Wilhelm Heile (DP) Hubert Hermans (CDU) Theodor Heuss (FDP) Anton Hilbert (CDU) Fritz Hoch (SPD) Hermann Höpker Aschoff (FDP) Werner Hofmeister (CDU) Jakob Kaiser (CDU) Rudolf Katz (SPD) Theophil Heinrich Kaufmann (CDU) Josef Ferdinand Kleindinst (CSU) Gerhard Kroll (CSU) Adolf Kühn (CDU) Karl Kuhn (SPD) Wilhelm Laforet (CSU) Robert Lehr (CDU) Lambert Lensing (CDU) Paul Löbe (SPD) Friedrich Löwenthal (SPD) Friedrich Maier (SPD) Hermann von Mangoldt (CDU) Karl Sigmund Mayr (CSU) Walter Menzel (SPD) Willibald Mücke (SPD) Friederike Nadig (SPD) Erich Ollenhauer (SPD) Hugo Paul (KPD) Anton Pfeiffer (CSU) Hans Reif (FDP) Max Reimann (KPD) Heinz Renner (KPD) Ernst Reuter (SPD) Heinrich Rönneburg (CDU) Albert Roßhaupter (SPD) Hermann Runge (SPD) Hermann Schäfer (FDP) Kaspar Gottfried Schlör (CSU) Carlo Schmid (SPD) Adolph Schönfelder (SPD) Josef Schrage (CDU) Carl Schröter (CDU) Josef Schwalber (CSU) Hans-Christoph Seebohm (DP) Kaspar Seibold (CSU) Josef Seifried (SPD) Elisabeth Selbert (SPD) Jean Stock (SPD) Walter Strauß (CDU) Adolf Süsterhenn (CDU) Otto Suhr (SPD) Friedrich Wilhelm Wagner (SPD) Felix Walter (CDU) Helene Weber (CDU) Helene Wessel (Zentrumspartei) Ernst Wirmer (CDU) Friedrich Wolff (SPD) Hans Wunderlich (SPD) Gustav Zimmermann (SPD) Georg August Zinn (SPD) Verfassungsgeschichte Verfassungsgeschichte vor 1848 1848-1871 Weimarer Verfassung NS-Staat Nach der Katastrophe Redaktion Quiz: Grundgesetz & Parlamentarischer Rat

Josef Seifried (SPD)

Prof. Dr. Erhard H.M. Lange

/ 2 Minuten zu lesen

Im Parlamentarischen Rat

Foto: Haus der Geschichte / Bestand Erna Wagner-Hehmke

Josef Seifried wird im Sommer 1948 vom Bayerischen Landtag als einer von vier SPD-Vertretern in den Parlamentarischen Rat gewählt und ist dort Mitglied des Hauptausschusses. Allerdings kann er wegen eines Schlaganfalls sein Mandat nur bis Mitte Oktober 1948 wahrnehmen.

Sein Nachfolger wird Albert Roßhaupter (SPD). Da der Hauptausschuss seine eigentlichen Beratungen erst nach Seifrieds Mandatsniederlegung im November 1948 beginnt, tritt er nur wenig in Erscheinung. Er spricht sich in seiner Fraktion für eine Bundesratslösung aus, obwohl deren Mehrheit eine Senatslösung bevorzugt.

Biografie

Geboren am 9. Mai 1892 in München, gestorben am 8. Juli 1962 in München, altkatholisch.

Nach dem Besuch der Mittelschule und einer kaufmännischen Lehre ist Josef Seifried bis 1919 in verschiedenen Sparten des Zeitungswesens in Berlin und München tätig, zuletzt in der Expedition des sozialdemokratischen bayerischen Zentralorgans "Münchner Post" und als Werbefachmann in der Anzeigenabteilung der "Münchner Neuesten Nachrichten". Ab 1908 Mitglied der freigewerkschaftlichen Bewegung der Angestellten, ab 1912 der SPD.

Nach dem Ersten Weltkrieg für kurze Zeit Leiter des städtischen Stellennachweises für Kaufleute beim Arbeitsamt München. Von 1919 an hauptamtlicher Geschäftsführer der Münchner Ortsgruppe des Zentralverbands der Angestellten, 1925-1933 Gauleiter des Verbands für Südbayern. Neben zahlreichen anderen Ehrenämtern 1928-1933 ehrenamtlicher Vorsitzender des Allgemeinen freien Angestelltenbunds. 1928-1933 Mitglied des Bayerischen Landtags.

Bereits vor 1933 heftige Auseinandersetzungen mit den Nationalsozialisten. Wird nach der nationalsozialistischen "Machtergreifung" zeitweilig inhaftiert, gegen Kriegsende trotz Körperbehinderung zu Schwerstarbeit zwangsverpflichtet.

Nach dem Zweiten Weltkrieg maßgeblich am Wiederaufbau der SPD und der Gewerkschaften in München und auf Landesebene beteiligt. Juni-November 1945 Stadtrat in München. 1945-1947 bayerischer Innenminister. 1946-1950 Mitglied des Bayerischen Landtags. Aus gesundheitlichen Gründen sukzessiver Rückzug von allen öffentlichen Ämtern. Widmet sich seither mit seinem Sohn der gemeinsam gegründeten Anzeigenwerbeagentur.

Nachlass: Nicht bekannt. Bildrechte bei Fritz Witzig Photoatelier, München.

[Interner Link: Zurück zur Übersicht]

Fussnoten