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#18 Bringt der Iran-Krieg den nächsten Inflationsschock? | Zahlen, bitte! | bpb.de

Zahlen, bitte! #18 Bringt der Iran-Krieg den nächsten Inflationsschock? #17 Erstickt Deutschland an Bürokratie? #16 Warum wird der US-Dollar immer schwächer? #15 Wie stark ist China wirklich? #14 Sind Kryptowährungen echtes Geld? #13 Wie sicher ist die Rente? #12 Was macht eigentlich eine Zentralbank? #11 Warum reagiert der Ölpreis kaum noch auf Krieg und Krise? #10 Wann kommt Deutschland aus der Rezession? #9 Welche Folgen hätte ein Währungskrieg? #8 Macht Rüstung arm? #7 Wozu sind Zölle da? #6 Q&A – Wachstum, Sozialstaat, Bürokratie – Antworten auf eure Fragen #5 Was bleibt von Deutschlands Industrie übrig? #4 Wieviel Staatsschulden können wir uns leisten? #3 Warum sind die USA immer noch so dominant? #2 Wie viel Zuwanderung braucht Deutschland? #1 Warum wächst Deutschlands Wirtschaft nicht mehr? Redaktion und Impressum Über Zahlen, bitte!

#18 Bringt der Iran-Krieg den nächsten Inflationsschock?

Henrik Müller

/ 7 Minuten zu lesen

Hello und willkommen zur April-Ausgabe von ZB. Der Iran-Krieg hält die Welt in Atem – so auch uns. Denn je länger Krieg andauert, desto stärker sind die Folgen für den Öl- und Gashandel. Die Energiepreise wirken sich wiederum auf viele Produkte aus, die mit Strom, Erdöl oder Gas produziert werden. Und wenn jetzt alles erstmal teurer wird – haben wir aus der letzten Energie-Krise 2022 gelernt? Und was können Zentralbanken bei Angebotsschocks überhaupt tun?

(© picture-alliance, SIPA | Sam/MEI)

🤔 Was ist los?

Der Krieg rund um den Persischen Golf, der am 28. Februar 2026 mit Angriffen der USA und Israels auf den Iran begann, hat sich zu einer weltweiten Energiekrise ausgeweitet. Binnen Tagen schnellte der Ölpreis um mehr als ein Drittel in die Höhe. Anfang April lag er um gut 50 Prozent über Vorkriegsniveau. Besonders prekär ist die Versorgung mit Flüssiggas (oder LNG), das ebenfalls von den Golf-Anrainern exportiert wird – und dessen Preis in den ersten vier Kriegswochen um drei Viertel zulegte. In vielen Ländern, auch in Deutschland, ist Gas eine der wichtigsten Energiequellen zum Heizen, Kochen, für die Stromerzeugung sowie für industrielle Prozesse, etwa in der Chemie. Anders als beim Öl gibt es bei Flüssiggas nur geringe Reserven, weil sich der flüchtige Stoff nur schwer speichern lässt. Wenn die Lieferkette unterbrochen ist, kommt es deshalb rasch zu Versorgungsengpässen.

Wie angespannt die Lage ist, zeigte sich bereits in den ersten Kriegswochen, als einige asiatische Länder, Hauptabnehmer der Golf-Lieferungen, von akuter Gasknappheit betroffen waren. Die pakistanische Regierung rationierte den Gasverbrauch durch zwangsweise Nutzungsbeschränkungen. In Indien kam es örtlich an Abgabestationen zu Auseinandersetzungen zwischen Privatbürgern, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete. In Europa gibt es zwar noch keine Knappheit, doch machen hohe Preise den Verbraucherinnen und Verbrauchern zu schaffen. Benzin und Diesel sind an den Zapfsäulen so drastisch teurer geworden, dass die Bundesregierung reagierte: Neue Regeln zur Preisanpassung an den Tankstellen sollen willkürlichen Erhöhungen entgegenwirken.

Der Schock infolge des Iran-Kriegs ist gewaltig, und er stellt zwei Trends in Frage, die bei früheren Ausgaben von „Zahlen, bitte!“ Thema waren. Insbesondere: Im Sommer 2025 haben wir uns mit dem Ölmarkt beschäftigt. Das war nach dem Zwölf-Tage-Krieg Israels gegen den Iran. Die Kernthese damals lautete: Interner Link: Dauerhafte Ölpreissteigerungen kommen praktisch nicht mehr vor. Es gebe eher zu viel als zu wenig Öl auf dem Markt, vor allem, weil sich die USA seit den 2000er Jahren zum größten Produzenten der Welt entwickelt haben. Ähnliches gelte für Gas. Deshalb würden Kriege, ob am Golf oder gegen die Ukraine, zwar für heftige Preisausschläge sorgen. Aber sobald sich die Aufregung gelegt hat, würden sich die Preise rasch wieder normalisieren. Gilt das noch?

Der zweite Trend betrifft den US-Dollar. In der Februar-Ausgabe von „Zahlen, bitte!“ haben wir uns die Interner Link: Wechselkurse zwischen den Währungen genauer angeschaut. Im Mittelpunkt stand dabei der Dollar. Als Weltwährung Nummer Eins sei das US-Geld auf dem absteigenden Ast, lautete die Kernaussage. Zu sehen sei das insbesondere an seiner allmählichen Abwertung. Im Zuge des Kriegsschocks jedoch ist die US-Währung wieder stärker geworden. Erleben wir gerade ein Comeback des Dollars?

Vor allem aber geht es in dieser Folge um die Frage, was die rasch steigenden Energiepreise für die Inflation, also für den allgemeinen Anstieg des Preisniveaus bedeuten. Wird wegen des Kriegs am Golf bald das Leben insgesamt teurer?

📰 Ist das neu?

In mancher Hinsicht, ja. Die derzeitige Lage am Golf unterscheidet sich drastisch von früheren Krisen in der Region. In den 70er Jahren kam es zu abgestimmten gemeinsamen Preiserhöhungen der Förderländer („Ölkrisen“), in folgenden Jahrzehnten gelegentlich zu Beschädigungen einzelner Förderanlagen durch kriegerische Auseinandersetzungen und terroristische Angriffe. Seit Ende Februar dieses Jahres jedoch gibt es tatsächliche Liefer- und Produktionsbeschränkungen, da der Iran Öl- und Gasfelder, Raffinerien und Häfen in praktisch allen arabischen Golfstaaten angegriffen hat. Erstmals ist auch die Straße von Hormus weitgehend geschlossen, jener enge, schwerzusichernde Zugang zum Golf, durch den ansonsten ein Fünftel der Öl- und Gasexporte auf die Weltmärkte gelangen.

Eine Sperrung der Meerenge zwischen Iran und Oman wurde noch vor wenigen Monaten als eher abwegiges extremes Risikoszenario angesehen. Jetzt ist es Realität. Bis zum Kriegsbeginn war das weltweite Angebot an Öl und Gas üppig. Durch den abrupten Ausfall eines Fünftels der Liefermengen leidet die Welt jetzt unter einer plötzlichen Verknappung.

Am Golf werden nicht nur Rohöl und verflüssigtes Erdgas verschifft, sondern auch raffinierte Produkte wie Diesel, Benzin oder Schiffsdiesel, die für den Transport auf Straßen, per Schiff und Flugzeug benötigt werden. Auch Düngemittel stellen die Golfstaaten in großem Stil her. Deren Verfügbarkeit ist nun ebenfalls beeinträchtigt – was die Preise für Nahrungsmittel in die Höhe treibt. Das Edelgas Helium wiederum wird am Golf als Nebenprodukt der Gasförderung abgeschöpft. Katar lieferte bislang ein Drittel des weltweiten Angebots. Produktionsausfälle gefährden nun die Chipproduktion, wo das Gas zum Einsatz kommt.

Entsprechend erleben wir derzeit eine Zuspitzung ohne Vorbild. Je länger die Lieferungen vom Golf ausbleiben, desto intensiver werden die indirekten Auswirkungen spürbar sein – auch bei uns.

Was derzeit geschieht, wird im Ökonomen-Jargon „Angebotsschock“ genannt. Weil Produktion und Transport durch die Verspannungen auf den Energiemärkten eingeschränkt sind, steigen tendenziell nicht nur die Preise für Energie selbst, sondern auch für andere Güter.

⚠️ Wo ist das Problem?

Die rapiden Preissteigerungen bei Energie und perspektivisch auch bei Nahrungsmitteln treffen die Wirtschaft in einer ohnehin wackligen Lage. Die große Unsicherheit nach dem Zollschock des vergangenen Jahres ist noch nicht verdaut. Anfang April 2025 hatte US-Präsident Donald Trump gegen praktisch alle Handelspartner willkürlich Zölle verhängt – und sie dann später teils wieder rückgängig gemacht, oder aufgestockt, ganz nach Tagesform. (siehe Interner Link: „Zahlen, bitte!“ #7) Inzwischen hat der Oberste Gerichtshof der USA dieses Vorgehen zwar für verfassungswidrig erklärt. Doch die handelspolitische Unsicherheit bleibt immens. In Europa zeichnet sich auch nach vier Jahren kein Ende des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine ab. Die Verschuldung in vielen Ländern ist hoch. Die Künstliche-Intelligenz-Blase und die damit einhergehende Verschuldung für den Bau von Rechenzentren und Kraftwerken birgt ein stattliches Crash-Potenzial. Verspannungen auf den Finanzmärkten durch politische Schocks können sich unter diesen Bedingungen leicht in ausgewachsene Krisen verwandeln.

Vor diesem Hintergrund ist die Frage zentral, ob der Inflationsdruck durch die steigenden Energiepreise von Dauer sein wird. Denn: Höhere Inflationsraten führen in der Regel zu höheren Zinsen und auch einer strengeren Geldpolitik durch die Notenbanken (siehe Interner Link: „Zahlen, bitte!“ #12). Das aber verteuert den Schuldendienst, was bei hohen Schulden besonders unangenehm ist, was dazu führt, dass Firmen weniger Kredite aufnehmen und investieren. (Dies ist im Übrigen auch ein Problem für die US-Produzenten von Schieferöl und -gas. Diese Firmen zögern bislang, in eine Ausweitung ihrer Förderung zu investieren.)

Das Muster der Preisentwicklung lässt sich anhand der Erfahrungen zu Beginn des Ukraine-Kriegs nachvollziehen. Diagramm 1 zeigt, wie sich die Preise verschiedener Gütergruppen in der Eurozone verändert haben. In einer ersten Phase kam es allein zu einem rapiden Anstieg der Energiepreise. Mit Zeitverzögerung wurden dann in einer zweiten Phase auch Nahrungsmittel und Industrieprodukte teurer – Güter also, bei deren Erzeugung Öl und Gas verwendet werden. Ein Dreivierteljahr nach Kriegsausbruch – der mit dem drastischen Rückgang von Energieimporten aus Russland verbunden war – erreichte die Inflationsdynamik ihren Höhepunkt. Danach flauten die Energiepreissteigerungen aus Verbrauchersicht allmählich ab. Zinserhöhungen durch die Europäische Zentralbank (EZB), die US-Federal Reserve und andere Notenbanken sorgten für eine Verlangsamung des Verbraucherpreisanstiegs. Damit aber war das Problem noch nicht behoben.

In einer dritten Phase wurde eine inflationäre Eigendynamik sichtbar. Nun stiegen auch die Preise für Dienstleistungen mit erhöhten Raten. Warum? Weil Beschäftigte und Gewerkschaften versuchten, ihre vorherigen Kaufkraftverluste aufzuholen und entsprechend höhere Löhne verlangten. Auch Unternehmen achteten nun darauf, ihre Preise häufiger nach oben anzupassen. Bis heute ist diese selbsttragende Inflation nicht völlig verschwunden. So steigen die Dienstleistungspreise in der Eurozone beharrlich mit rund dreieinhalb Prozent, auch wenn die Verbraucherpreise insgesamt bis einschließlich Februar nur noch um Werte um zwei Prozent gestiegen sind – den Zielwert, den die Notenbanken anpeilen. Die EZB konnte die Leitzinsen wieder senken, auf zuletzt zwei Prozent. Die Lage schien sich beruhigt zu haben. Ein ähnliches Inflationsmuster war auch in anderen Ländern zu beobachten.

Im März 2026, dem ersten Monat nach Kriegsausbruch, ist die Inflationsrate in Deutschland bereits auf 2,7 Prozent emporgeschnellt. Die Preise für Energie allein stiegen um 7,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Im Februar hatte die Inflationsrate noch bei 1,9 Prozent gelegen. Für die weitere Entwicklung werden die Inflationserwartungen entscheidend sein. Denn Beschäftigte und Unternehmen orientieren sich bei ihren Lohn- und Preisforderungen daran, wie sie Inflation auf mittlere Sicht einschätzen.

Umfragen zeigen, wie tief sich die Inflationsepisode der vergangenen Jahre eingeprägt hat. Vor dem Angriff auf die Ukraine lagen die Erwartungen im Mittel exakt beim Zielwert der EZB. Danach stiegen sie rapide, gingen später zwar wieder zurück, verharrten jedoch auf erhöhtem Niveau – bis vor Kurzem. Bei Beginn des aktuellen Golf-Kriegs rechneten die Bürger auf Dreijahressicht immer noch mit Raten von zweieinhalb Prozent (siehe Diagramm 2; der höhere Durchschnittswert weist darauf hin, dass Teile der Bevölkerung mit noch deutlich höheren Inflationsraten rechnen.)

Die rapide gestiegenen Energiepreise treffen also eine sensibilisierte Wirtschaft. Anders als in den vergangenen Jahrzehnten ist die zurückliegende Inflationserfahrung frisch. Entsprechend vorausschauend dürften Bürger und Unternehmen sich dieses Mal verhalten – und versuchen, Löhne und Preise entschlossen nach oben anzupassen.

⏩ Was passiert als nächstes?

Das ist in der Tat die große Preisfrage. Die Situation ist dermaßen komplex, dass sich Vorhersagen eigentlich verbieten. Dennoch wage ich ein paar Tendenzaussagen:

  1. Die Öl- und Gasknappheit wird sich mittelfristig ein Stückweit entspannen. Entscheidend ist allerdings, was „mittelfristig“ und „ein Stückweit“ bedeuten. Bereits zur Zeit des Schreibens deutet sich an, dass die Golfstaaten versuchen, einen Teil ihrer Exporte außerhalb der Straße von Hormus abzuwickeln. So existiert eine saudische Pipeline zum Hafen von Yanbu am Roten Meer. Produzenten außerhalb der Region könnten ihre Produktion ebenfalls steigern. Größter Profiteur dürfte Russland sein, das bislang mittels westlicher Sanktionen bei der Ausfuhr behindert wurde. Wenn jedoch die Weltwirtschaft an neuralgischen Stellen von Ausfallerscheinungen bedroht ist, wird es schwierig, diesen Kurs durchzuhalten. Insbesondere China und Indien versuchen, Lieferausfälle durch Russland-Importe zu kompensieren. Auch US-Produzenten von Schieferöl- und -gas („Shale“) dürften ihre Produktion ausweiten, sofern sie mit auf längere Sicht erhöhten Preisen rechnen. Denn die Schieferförderung ist vergleichsweise teuer und folglich auf einen hohen Verkaufspreis angewiesen, damit sich Investitionen auszahlen. Bis sie ihre Förderung nennenswert ausweiten, dürften allerdings eher Jahre als Monate vergehen. Die deutschen Gasspeicher für den kommenden Winter aufzufüllen, dürfte eine Herausforderung werden – und sehr teuer. „Mittelfristig“ kann ganz schön lang sein.

  2. Die EZB und andere Notenbanken geraten in die Klemme. Die Energiekrise hat mehrere Effekte: Sie treibt die Inflation, behindert das Wirtschaftswachstum und schafft Risiken für die Finanzstabilität. An hohen Energiepreisen lässt sich mit Zinspolitik nichts ändern. Die Notenbanken müssen jedoch zusehen, dass die Inflationserwartungen nicht aus dem Ruder laufen. Zugleich müssen sie systemische Risiken im Finanzsystem im Blick behalten und im Notfall bekämpfen. Aktuell sind dies widersprüchliche Ziele: Inflation spricht für höhere Zinsen und insgesamt eine straffere Geldpolitik. Schwache Konjunktur, womöglich steigende Arbeitslosigkeit sowie das Risiko von Zusammenbrüchen im Finanzsektor spricht für niedrigere Zinsen und notfalls erneute Wertpapierkäufe.

  3. Der Dollar wird weiter an Bedeutung – und Wert – verlieren. Seit Kriegsbeginn hat die US-Währung gegenüber anderen aufgewertet. Es sieht aus wie das traditionelle Muster: In Krisenzeiten suchen Anleger den Schutz des sicheren Hafens USA und kaufen US-Wertpapiere – selbst wenn Amerika selbst Urheber der Unsicherheit ist. Entsprechend steigt die Nachfrage nach Dollars. Allerdings ist der Iran-Krieg – samt seiner schwachen legalen Basis sowie der erratischen und unprofessionellen Planung und Durchführung – nicht gerade ein Beleg dafür, dass die USA immer noch als Zufluchtsort für Anleger gelten. Das gilt insbesondere für die zweifelhafte Rechtmäßigkeit des Militäreinsatzes am Golf. Der US-Kongress hat nicht zugestimmt. Eine unmittelbare Gefahr für die USA, die nach dem Völkerrecht die Intervention hätte rechtfertigen können, war nach Erkenntnissen der US-Geheimdienste nicht gegeben. Rechtsstaatlichkeit und verlässliche Institutionen waren bislang eine der Säulen, auf denen das internationale Vertrauen in den Dollar ruhte. Hingegen dürfte der aktuelle Krieg Amerikas Glaubwürdigkeit weiter beschädigen. Dass der Dollar leicht an Wert zugelegt hat, dürfte vor allem ein direkter Effekt der steigenden Energiepreise sein: Weil Öl und Gas in Dollar abgerechnet werden, steigt die Nachfrage nach Dollar, wenn die beiden fossilen Energieträger teurer werden.

Hält der Golf-Krieg samt Lieferausfällen noch Monate an, rechnen einige Analysten mit extremen Preisanstiegen. Die Marke von 200 Dollar pro Fass steht im Raum. Ein solcher Preisschock würde mit großer Wahrscheinlichkeit eine weltweite Rezession auslösen.

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🧐 Wer weiß mehr?

  • Gemeinschaftsdiagnose der Wirtschaftsforschungsinstitute Frühjahr 2026. Externer Link: https://gemeinschaftsdiagnose.de/ Deutschlands führende Konjunkturforscher haben gerade eine Prognose für die weitere wirtschaftliche Entwicklung vorgelegt. Bei aller Unsicherheit rechnen sie mit einem herben Wachstumsrückgang und deutlich steigender Inflation.

  • Internationale Energieagentur (IEA). Externer Link: https://www.iea.org/ Die Organisation der überwiegend westlichen Energieverbrauchsländer liefert umfangreiche Analysen und Hintergründe zur aktuellen Lage auf den Energiemärkten und zu politischen Reaktionen der Staaten.

  • Christine Lagarde (2026). Navigating energy shocks: risks and policy responses. Rede der Präsidentin der Europäischen Zentralbank bei der Konferenz “The ECB and Its Watchers” am 25. März in Frankfurt am Main.Externer Link: https://www.ecb.europa.eu/press/key/date/2026/html/ecb.sp260325~ac2916a211.en.html In derm recht grundsätzlichen Vorträg erläutert Lagarde ihre Sicht der Dinge – was die steigenden Energiepreise für die Wirtschaft – und den weiteren Kurs der EZB – bedeuten.

Weitere Inhalte

Henrik Müller ist Professor für wirtschaftspolitischen Journalismus an der TU Dortmund. Der promovierte Volkswirt arbeitete lange als Wirtschaftsjournalist, zuletzt als stellvertretender Chefredakteur der Zeitschrift manager magazin. Für den SPIEGEL schreibt er seit 2013 eine wöchentliche Kolumne („Externer Link: Müllers Memo“). Müller ist Autor diverser Bücher (zuletzt erschien Externer Link: Challenging Economic Journalism. Covering Business and the Economy in an Age of Uncertainty, Palgrave Macmillan 2023).

An der TU Dortmund leitet Müller den Bachelor-Studiengang "Externer Link: Wirtschaftspolitischer Journalismus".