beleuchteter Landschaftspark Duisburg Nord am Abend

Redaktion Bundeskongress am 09.12.2014

Sektion 8: Soziale Ungleichheit – Was kann die Gesellschaft leisten?

Tunnel im Landschaftspark Duisburg Nord (CC, flickr/sauerlaender) Lizenz: cc by-nc-sa/2.0/de
Menschen unterscheiden sich sowohl in ihren individuellen Eigenarten und Fähigkeiten als auch nach ihren individuellen Wünschen und Lebenskonzepten. Der Anspruch demokratischer Gesellschaften ist es, diese Vielfalt zu schätzen und zu schützen. Die politischen und rechtlichen Instanzen sollen allen Menschen das höchste – gesellschaftlich tragfähige – Maß an Selbstverwirklichung ermöglichen. Wenn wir allerdings von "sozialer Ungleichheit" sprechen, meinen wir nicht diese horizontalen Unterschiede sondern vertikale Besser- bzw. Schlechterstellungen zwischen Menschen. Dabei geht es nicht nur um vertikale Ungleichheiten zwischen arm und reich, sondern auch zwischen nicht-behinderten und behinderten Menschen, zwischen Männern und Frauen, zwischen Heterosexuellen, Homosexuellen und Intersexuellen; zwischen Staatsbürger(inne)n, EU-Bürger(inne)n, EU-Ausländer(inne)n und Staatenlosen zwischen Familien, Singles und Alleinerziehenden; zwischen "Weißen" und "People of Color", zwischen Angehörigen unterschiedlicher Religionen etc. Hier wird deutlich: Ungleichheit führt häufig auch zu Ungerechtigkeit, Benachteiligung und Diskriminierung. Will man dem entgegenwirken, reichen dazu gesetzliche Maßnahmen nicht aus, vielmehr geht es auch um Anerkennungsgerechtigkeit.

Bedarf es also gesellschaftlicher Wandlungsprozesse, die mit der zunehmenden Heterogenität Schritt halten? Willkommenskultur, Inklusion, Diversity-Management sind die gängigen Stichworte in dieser Debatte. Aber handelt es sich hierbei nicht eher um Fachdiskussionen, die in der breiten Öffentlichkeit bisher keine Relevanz haben. Was muss auf gesellschaftlicher Ebene geschehen, um gegenseitige Anerkennung zu fördern? Welche zivilgesellschaftlichen Akteure beschäftigen sich mit der Frage nach der Gestaltung von Heterogenität? Welche Diskurse müssen geführt werden?

Referenten Moderation: Dr. Margret Spohn, Migrationssoziologin, Interkulturelle Pädagogin


Den Bericht unserer Blogredaktion zu Sektion 8 finden Sie hier.
Prof. Dr. Christoph Butterwegge im Interview

Dr. Brigitte Weiffen im Interview



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