Boykottaktion gegen jüdische Geschäfte am 1. April 1933. Die Herrschaft der Nationalsozialisten bedeutet für die deutschen Juden von Anfang an eine antisemitische  Politik der Diskriminierung und Verdrängung.

Jaana Müller am 28.01.2013

Kann es die eine Volksgemeinschaft geben?

Unter anderem diese Frage beantwortet Hans Dieter Schäfer im Interview mit Miriam Menzel. Trotz einer hohen Bedeutung der Gemeinschaft habe es auch im Nationalsozialismus Vereinzelung gegeben. In seiner Arbeit greift Schäfer auf Quellen wie Tageszeitungen und Werbung zurück. Was aus ihnen abgeleitet werden kann, thematisiert er im Interview.

Auf der 4. Internationalen Konferenz zur Holocaustforschung interviewte Miriam Menzel Hans Dieter Schäfer zur Quellenarbeit und Vereinzelungen trotz starker Volksgemeinschaft. (© 2013 Bundeszentrale für politische Bildung)



Einen Textbeitrag zu Schäfers Vortrag „Volksgemeinschaft als kulturelle Praxis“ finden Sie hier.

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Im Interview: Hans Dieter Schäfer

Hans Dieter SchäferHans Dieter Schäfer
Hans Dieter Schäfer ist Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz. Von 1974 bis 2004 unterrichtete er Neuere Deutsche Literaturwissenschaft an der Regensburger Universität. Seine Untersuchung Das gespaltene Bewusstsein über Ideologie und Lebenswirklichkeit im Dritten Reich sorgte Anfang der achtziger Jahre im In- und Ausland für großes Aufsehen. Die 2009 veröffentlichte Neuausgabe ist u. a. um einen Bericht über Berlin im Bombenkrieg erweitert. Neben Forschungsarbeiten zur frühen und späten Moderne veröffentlichte Schäfer mehrere Bände mit Gedichten und Aufzeichnungen wie Erinnerungstraining mit Photographien von Barbara Klemm (2009). Zuletzt erschien Verteidigung des Lebens durch Poesie. Über die Moderne von Klopstock bis Benn (2011).







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Programm

Die 4. Internationale Konferenz zur Holocaustforschung beleuchtet über drei Tage hinweg den aktuellen Stand wissenschaftlicher Diskurse um Eingrenzungs- und Ausgrenzungs- prozesse. Zum Konferenzthema finden zudem parallele Praxisforen statt. Das Programm finden Sie PDF-Icon hier als PDF

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