2. Weltkrieg Flüchtlinge

Flucht und Vertreibung

Ankunft der letzten deutschen Kriegsgefangenen im Auffanglager Friedland im Oktober 1955: Eine Mutter sucht nach ihrem vermissten Sohn.

Zweiter Weltkrieg

Kriegsfolgen

6 Millionen europäische Juden fielen dem Rassewahn der Nationalsozialisten zum Opfer, in weiten Teilen Europas war jüdisches Leben ausgelöscht. Mit insgesamt 60-70 Millionen Toten steht der Zweite Weltkrieg für die Tragödie des 20. Jahrhunderts. Eine bipolare Weltordnung entstand, das Gesicht Europas veränderte sich völlig. Kaum weniger als der Weltkrieg selbst verursachte die auf ihn folgende politische Neuordnung der Welt massenhaft weiteres menschliches Elend.

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Vertreibung und Deportation der Juden aus dem Deutschen Reich

Gerettete Geschichten

Vertreibung und Vernichtung der Juden aus dem Deutschen Reich

Diese Karte verdeutlicht das Ausmaß der nationalsozialistischen Vertreibung und Vernichtung von Juden aus dem Deutschen Reich. Sie stellt die Entwicklung von der nach Machtübernahme der Nationalsozialisten am 30. Januar 1933 einsetzenden gewaltsamen Verfolgung und gesetzlichen Diskriminierung bis hin zur Deportation und systematischen Vernichtung dar.

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Jochen Oltmer

Kleine Globalgeschichte der Flucht im 20. Jahrhundert

Durch Androhung oder Anwendung von offener Gewalt bedingte räumliche Bewegungen sind kein Spezifikum der Neuzeit. Einen Höhepunkt erreichte das Gewaltmigrationsgeschehen im 20. Jahrhundert; heute ist es vor allem der Globale Süden, der die Lasten des weltweiten Flüchtlingsproblems trägt.

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Die Flucht Als die Soldaten kamen Kalte Heimat Gedächtnis und Gewalt Die dunkle Seite der Nationalstaaten Ein unglaublicher Frühling Der wilde Kontinent Deutschland und Polen
Opfer der Zwangsumsiedlung: Die Habe der deutschen Einwohner eines Dorfes bei Oppeln in Schlesien ist auf zwei Anhänger verladen, um zum Bahnhof gebracht zu werden; auf dem Wagen kontrolliert ein polnischer Offizier die Gepäckstücke, ca. 1945.

Geschichte und Erinnerung

Kollektive Erinnerung im Wandel

Die Rede von "deutschen Opfern" war in Deutschland lange Zeit Tabu. Bis Mitte der 1990er: Mit einem Mal handelten zahllose Romane, Filme und Feuilletons von Bombenkrieg und Verteibung. Helga Hirsch fragt nach den Ursachen und Folgen und erzählt die Geschichte der Vertriebenen in Deutschland.

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Menschen auf der Flucht um 1945

Andreas Kossert

Wann ist man angekommen? Flüchtlinge und Vertriebene im Nachkriegsdeutschland

Flüchtlinge, die heute vor Unmenschlichkeit, Terror und Kriegen fliehen, rufen bei vielen Deutschen historische Bilder wach. Millionen Biografien in Deutschland sind in ihrem Kern von einem Flüchtlingsschicksal geprägt. Andreas Kossert über Schwierigkeiten, Herausforderungen und verdrängte Erinnerungen.

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Ankunft von Flüchtlingen in Schleswig-Holstein nach 1945

Uta Rüchel

Im Schatten der Geschichte. Über den Einfluss von Erinnerungskulturen und Beheimatetsein auf den Umgang mit Geflüchteten

Uta Rüchel analysiert in diesem Beitrag, ob und inwiefern familiäre Erfahrungen mit Flucht und Vertreibung nachwirken und heute die Haltung der Ost- und Westdeutschen gegenüber Migranten prägen.

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Teilansicht des Grenzdurchgangslagers Friedland, 1955

Lorraine Bluche und Joachim Baur

Friedland international? Zur Unterbringung ausländischer Geflüchteter im Grenzdurchgangslager Friedland in den 1970er Jahren

Das Grenzdurchgangslager Friedland war bis in die jüngste Vergangenheit ein Ort der Aufnahme für deutsche Flüchtlinge. Die ereignisbezogene Unterbringung von Flüchtlingen anderer Nationalitäten im Lager stellte dieses Selbstverständnis nicht ernsthaft infrage, forderte es aber heraus.

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Ptolemaios nannte die Memel auch Cronon. In Grodno in Weißrussland erinnert ein Wandgemälde daran.

Die Memel im Lauf der Geschichte

Im Mittelalter war sie die Grenze zwischen dem Deutschordensstaat und den Litauern, später verband sie beide Ufer durch den Handel mit Holz. Heute liegen drei Staaten an der Memel: Weißrussland, Litauen und das zu Russland gehörende Kaliningrader Gebiet.

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Flucht von Donauschwaben mit deutschen und rumänischen Soldaten aus Rumänien im Juli 1944. © Wikimedia

Das kurze Glück der Donauschwaben

Sie bestiegen die "Ulmer Schachteln" in der Hoffnung auf ein besseres Leben im Osten. Den Nationalismus lernten sie erst spät kennen. Dennoch wurden sie nach dem Zweiten Weltkrieg aus der Batschka, aus Slawonien, Syrmien und dem Banat vertrieben. Heute leben sie in aller Welt verstreut.

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Panorama der Weichsel in Krakau. Im Hintergrund der Wawel, die Königsburg.

Die Deutschen an der Weichsel

Wie Flüsse als europäische Erinnerungsorte dienen: Von der Wanda, die den Deutschen nicht wollte bis zum Deutschen, der die Wanda nicht will. Das Verhältnis der Deutschen zur Weichsel hat nie einen geraden Lauf genommen.

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Aus der Mediathek

60 x Deutschland - Das Jahr 1950

Die Jahresschau von 1949 bis 2008

Schwierige Integration von Vertriebenen in Ost und West +++ Deutschlandtreffen der Freien Deutschen Jugend in Berlin +++ Planwirtschaft Ost: Fünfjahrplan und Aufbau der Schwerindustrie +++ Verzicht auf Vergeltung: Die Charta der Heimatvertriebenen

Mediathek

„Leben im ewigen, kritischen Misstrauen“

Beitrag von Hans-Joachim Maaz

Als Teil seines Vortrags beschreibt Maaz den Umgang mit Flucht und Vertreibung in der DDR.

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Kundgebung der Bürgerinitiative "Sichere Heimat"

Kurzdossier

Russlanddeutsche und andere postsozialistische Migranten

In der Bundesrepublik Deutschland leben ca. 2,5 Millionen Russlanddeutsche, dennoch ist das Wissen über sie in der Mehrheitsbevölkerung relativ begrenzt. Dieses Kurzdossier gibt einen Überblick darüber, wer Russlanddeutsche sind und inwiefern sich ihre Erfahrungen, Interessen und Lebensweisen von denen "Einheimischer" unterscheiden.

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Gemälde "Das sinn die...". Heinrich Brogsitter, Öl auf Karton, 1995.

Dossier

Russlanddeutsche

Vor 80 Jahren begann mit dem NKWD-Befehl Nr. 00439 am 25. Juli 1937 die "Deutsche Operation". Ihr fielen viele deutschstämmige Sowjetbürger zum Opfer, deren Vorfahren vor allem im 18. und 19. Jahrhundert auf Einladung der russischen Monarchen in Russland eine neue Heimat gefunden hatten. Das Dossier wirft einen Blick auf wichtige Etappen ihrer Geschichte und soll schrittweise ausgebaut werden.

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Sprachtraining für Spätaussiedler

Alfred Eisfeld

(Spät-)Aussiedler in Deutschland

Aussiedler wurden auf wechselnder rechtlicher Grundlage aufgenommen, wodurch es große Unterschiede in ihrer Lebenssituation gibt. Neben gelungener Integration machen sich zunehmend Fehlentwicklungen wie Altersarmut bemerkbar.

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Debatte

Das Vertriebenenzentrum der Stiftung “Flucht, Vertreibung, Versöhnung” wird in zwei Stockwerken des Deutschlandhauses in Berlin nahe dem Anhalter Bahnhof errichtet.

Dossier Geschichte und Erinnerung

Zur Debatte: Flucht, Vertreibung, Versöhnung

Im März 2008 beschloss die Bundesregierung, unter dem Dach des Deutschen Historischen Museums eine unselbstständige Stiftung "Flucht, Vertreibung, Versöhnung" zu errichten. Wolfgang Benz verfolgt die Pläne für das Zentrum für Vertreibungen bereits seit mehreren Jahren. In diesem Artikel zeichnet er die Debatte nach.

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Stephan Scholz

Willkommenskultur durch "Schicksalsvergleich". Die deutsche Vertreibungserinnerung in der Flüchtlingsdebatte

Vergleiche mit "Flucht und Vertreibung" der Deutschen sind ein neues Phänomen in der Zuwanderungsdebatte. Sie können sich als integrative Ressource für die Migrationsgesellschaft bei der Bewältigung gegenwärtiger und zukünftiger Herausforderungen erweisen.

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Marco Dräger

Ein Hoch auf Flucht und Vertreibung? Zur Einführung des neuen Gedenktages am 20. Juni

2015 wird erstmals der "Gedenktag für die Opfer von Flucht und Vertreibung" begangen. Die geschichtspolitische Kontroverse um den Gedenktag entzündete sich jedoch nicht an der generellen Frage, ob es legitim sei, speziell der Flucht und Vertreibung der Deutschen zu gedenken.

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Vertriebenen-Präsidentin weist Kritik an Gedenkstätte zurück

Adam Krzeminski

Die schwierige deutsch-polnische Vergangenheitspolitik

Es ist legitim, in der Debatte um das "Zentrum gegen Vertreibungen" an das Leid der deutschen Zivilbevölkerung bei Flucht und Vertreibung zu erinnern. Doch sollte man sich davor hüten, Schuld gegen Schuld aufzurechnen.

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Dossier

Geschichte im Fluss. Flüsse als europäische Erinnerungsorte

Das Dossier "Geschichte im Fluss" ist um drei Flüsse erweitert worden. Neben Rhein, Oder und Memel werden nun auch Donau, Elbe und Weichsel als europäische Erinnerungsorte vorgestellt. An der Donau geht es dabei auch um die Zukunft Europas, berichten die Autorinnen und Autoren aus Österreich, Kroatien, Serbien, Bulgarien, Bosnien und Polen. Ingesamt schreiben bei "Geschichte im Fluss" nun 62 Autoren aus 13 Ländern.

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Deutschland Archiv Online 2/2012

Flucht und Vertreibung im bundesdeutschen Spielfilm der 1950er-Jahre

Wissenschaftlich und journalistisch sind Flucht und Vertreibung der Deutschen aus dem historischen deutschen Osten ausführlich aufgearbeitet worden. Doch wie sieht der seltene Umgang mit den Thema im Spielfilm aus? Filme der 1950er- und 2000er-Jahre zeigen erhebliche Unterschiede.

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Publikationen zum Thema

Coverbild Zeitalter der Weltkriege

Zeitalter der Weltkriege

Hass, Zerstörung, Millionen Tote und Verwundete – beide Weltkriege haben tiefe Spuren hinterlasse...

Coverbild Sozialer Wandel in Deutschland

Sozialer Wandel in Deutschland

Wie hat sich die Gesellschaft in Deutschland seit 1945 verändert, wie präsentiert sie sich aktuell...

Menschenrechte

Menschenrechte

Vor 60 Jahren hat sich die UN die Achtung der Menschenrechte zum Ziel gesetzt. Doch immer noch werde...

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Die Debatte um ein "sichtbares Zeichen" gegen Vertreibung spiegelte sich auch in der polnischen und deutschen Presse. Foto: AP
euro|topics: Pressestimmen

Debatte um das Vertriebenenzentrum

Die Debatte um ein "sichtbares Zeichen" gegen Vertreibung und die Besetzung des Beirats in den vergangenen Wochen hat auch die polnischen und deutschen Zeitungen beschäftigt. Wie wird die Debatte dargestellt und bewertet? Stimmen aus der europäischen Presse.

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Coverbild Swetlana
Filmheft

Swetlana

Die 16-jährige Swetlana lebt mit ihrer Familie in einem Duisburger Übergangswohnheim für Russlanddeutsche. Zwischen Heimweh, dem Wunsch, Anschluss zu finden, und Problemen mit dem konservativen Vater sucht Swetlana ihren eigenen Weg. Tamara Staudts Kinodebüt balanciert geschickt zwischen den Themen Erwachsenwerden und Migration.

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