Szenenfoto aus "For Eyes Only – Streng geheim".

9.9.2011

Quelle: Auszüge aus dem NATO-Dokument MC 14/2 (1957)

Das Hauptziel der NATO-Strategie der "Massiven Vergeltung" bestand darin, den Krieg durch Schaffung einer wirksamen Abschreckung gegen einen Angriff zu verhindern.

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    Das strategische Konzept

    [...] 24. Unser Hauptziel besteht darin, den Krieg durch Schaffung einer wirksamen Abschreckung gegen einen Angriff zu verhindern. Die wichtigsten Elemente dieser Abschreckung sind angemessene nukleare und andere einsatzfähige Kräfte, sowie unsere deutlich gezeigte Entschlossenheit zu einem Vergeltungsschlag gegen jeden Angreifer, zu dem wir alle uns zur Verfügung stehenden Waffen, auch die Atomwaffen, einsetzen würden, die zur Verteidigung der NATO erforderlich wären.

    25. Zur Vorbereitung eines allgemeinen Krieges für den Fall, daß dieser uns aufgezwungen würde

    a) müssen wir zunächst sicherstellen, daß wir in der Lage sind, sofort mit allen verfügbaren Mitteln einen verheerenden atomaren Gegenschlag zu führen, und wir müssen die Fähigkeit entwickeln, den feindlichen Angriff aufzufangen und zu überleben,

    b) müssen wir gleichzeitig und in enger Verbindung mit dem ersten Ziel unsere Fähigkeit weiterentwickeln, unsere Land-, See- und Luftstreitkräfte soweit vorne wie möglich zur Verteidigung der Land- und Seegebiete der NATO einzusetzen, um die territoriale Unversehrtheit des Bündnisgebietes zu bewahren und wir müssen von Beginn an auf den Einsatz von Atomwaffen setzen. [...]

    Quelle: Sprachendienst der Bundeswehr, zitiert nach Weigl, Ludwig: Strategische Einsatzplanungen der NATO. Einflussfaktoren, Inhalte, Umsetzungsmaßnahmen. Diss. Universität der Bundeswehr München 2005, S. 63-64. (online abrufbar unter: http://deposit.d-nb.de/cgi-bin/dokserv?idn97=
    6331721&dok_var=d1&dok_ext=pdf&filename=976331721.pdf
    )


  • Dossier

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    Film als Teil schulischer Bildung

    Programm

    Die Tagung gliederte sich in drei Sektionen, die in thematisch verbundenen Vorträgen und Workshops jeweils einen Aspekt der Filmbildung in der Schule im Detail behandelten. Im Mittelpunkt der ersten Sektion stand die Auseinandersetzung mit dem Filmkanon der Bundeszentrale für politische Bildung sowie Möglichkeiten, mittels der Kanonfilme Filmgeschichte im Unterricht zu vermitteln. Die zweite Sektion fragte nach Methoden, filmische Techniken zu behandeln. Die dritte Sektion schließlich konzentrierte sich auf Filmästhetik und wie diese in verschiedene Fächer eingebunden werden kann.

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    Wird die DDR-Diktatur verharmlost? Und warum begann die intensive Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit erst so spät? Die Deutung von Geschichte ist oft umstritten - und nicht selten ein Politikum.

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