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The Celluloid Curtain

Agentenfilme aus der Ära des Kalten Krieges gleichen aus heutiger Sicht einem schillernden Vexierbild: Action, Spannung, schöne Frauen und technische Spielereien vermischen sich stilbildend zu einem furiosen cineastischen Genre-Cocktail, der in Gestalt manches desillusionierten Helden allerdings auch Raum für nachdenklichere Töne gewährt.

Als Dokumente des Zeitgeists zeigen die Spionagefilm-Produktionen von einst eine Welt der ideologischen Grabenkämpfe und der Bedrohung durch die Atombombe. In Zeiten von al-Qaida, WikiLeaks und dem iranischen Nuklearprogramm sind sie damit auch heute, ein halbes Jahrhundert später, bedrückend aktuell. Die Filmreihe "The Celluloid Curtain" dokumentiert die ungebrochene Faszinationskraft eines historischen Genres zwischen Popkultur und Propaganda.

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Filmbesprechungen

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"Die gestohlene Bombe"

Auf einer Wiese pflückt ein junger Mann Blumen. Plötzlich taucht ein Kriegsbataillon auf. Unser Held – ohne Namen, ohne Vergangenheit, ohne Mission – ist eindeutig der falsche Mann am falschen Ort.

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"Foto Haber"

Frisch aus der Haft entlassen, folgt Gábor Csiky dem Tipp eines Mithäftlings und stellt sich beim Fotografen Háber vor. Hinter dessen Fotoladen verbirgt sich die Hauptfiliale eines Spionagerings.

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"Begegnung mit einem Spion"

Zu Beginn das Meer, ein U-Boot, verdächtiges Treiben im Halbdunkel – ein Mann fliegt per Ballon in Polen ein. Doch sein Eindringen wurde von den lokalen Sicherheitsorganen bemerkt: Die Jagd beginnt.

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"Starling and Lyre"

Die Sowjetspione Ludmila und Fedor dringen in westdeutsche Unternehmerkreise vor, welche mit Unterstützung der USA Deutschland zu neuem Glanz verhelfen wollen, notfalls mit militärischen Mitteln.

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"Der Spion, der aus der Kälte kam"

Alec Leamas leitet alle Einsätze britischer Agenten in Westberlin und der DDR. Eines Tages gelingt seinem Gegenpart in der DDR ein Coup: die Zerschlagung des kompletten britischen Agentennetzwerks.

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"There is Nothing Finer than Bad Weather"

Eine westeuropäische Großstadt, die Züge Berlins trägt: unter einem Pseudonym heuert der bulgarische Superagent Emil Boev bei der Firma Zodiac an, die der Deckung eines Spionagerings dient.

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"For Eyes Only – Streng geheim"

"For Eyes Only – Streng geheim" entwickelt aus der nie belegten Anschuldigung, der Westen hege Angriffspläne gegen die DDR, den Stoff für eine deutlich ideologisierte Spionage-Geschichte.

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"Sechs Pistolen jagen Professor Z"

Als in den 1960er-Jahren die Kinowirtschaft ins Trudeln geriet, mussten neue kommerzielle Konzepte her: So schufen Kreative und Stars den actionreichen und billig koproduzierten Euro-Agentenfilm.

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"Smyk - Dem Abgrund entgegen"

Nach einem Autounfall in Westberlin leidet der Tschechoslowake František Král an Amnesie. Ein westlicher Geheimdienst nutzt die Gelegenheit, verpasst ihm ein neues Gesicht und schult ihn als Spion.

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"Mordrezepte der Barbouzes"

Als ein wichtiger Waffenhersteller stirbt, wird der französische Agent Francis Lagneau beauftragt, die hübsche Witwe aufzusuchen, um ihr die geerbten Patente für Massenvernichtungswaffen abschwatzen

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"Die 1.000 Augen des Dr. Mabuse"

Fritz Langs visionäre Prognose des Siegeszugs der Überwachungskamera: Eine Reinkarnation des legendären Dr. Mabuse macht sich die Spionage-Einheiten eines in der Nazizeit gebauten Hotels zunutze.

Weitere Inhalte

Dossier

English Version: The Celluloid Curtain

Spy films from the Cold War era, seen from today, present us with a brilliantly complex puzzle: action, high tension, beautiful women and technical wizardry are blended in a unique cinematic cocktail.