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Asylanträge in Deutschland Infografiken zu Asylanträgen und Asylsuchenden

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Im laufenden Jahr 2026 beantragten 39.646 Menschen erstmals Asyl in Deutschland. Wie haben sich die Antragszahlen seit 1980 entwickelt und in welchen Bundesländern werden die meisten Anträge gestellt?

Wie viele Asylanträge werden in Deutschland gestellt?

Bei Asylverfahren wird seit 1995 zwischen Erst- und Folgeanträgen unterschieden: Beantragt ein Asylsuchender das erste Mal Asyl, liegt ein Erstantrag vor. Wird ein Asylantrag zurückgenommen oder vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) abgelehnt, hat der Asylsuchende die Möglichkeit, einen Folgeantrag zu stellen. Ob ein Folgeverfahren aufgenommen wird, entscheidet das Bundesamt.

Im laufenden Jahr 2026 (einschließlich Juni) sind beim BAMF 39.646 Erstanträge und 16.901 Folgeanträge auf Asyl eingegangen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist die Zahl der Erstanträge um 35,4 Prozent gesunken, die Zahl der Folgeanträge stieg um 47,2 Prozent. Im Jahr 2025 wurden insgesamt 168.543 Asylanträge in Deutschlang gestellt, 2024 waren es 250.945 Asylanträge, 2023 insgesamt 351.915 Asylanträge.

Nachdem die Zahl der in Deutschland gestellten Asylanträge Mitte der 1980er Jahre stark angestiegen war, war sie Interner Link: nach einer Grundgesetzänderung und dem sogenannten "Asylkompromiss" seit Mitte der 1990er Jahre kontinuierlich zurückgegangen. Seit 2007/2008 stiegen die Zahlen erneut.

Interner Link: 2016 erreichte die Anzahl der Asylanträge einen Höchststand: Zwischen Januar und Dezember 2016 zählte das BAMF 745.545 Erst- und Folgeanträge auf Asyl und damit mehr als im Vorjahr. 2015 hatten 476.649 Menschen in Deutschland Asyl beantragt.

Seitdem sind die Antragszahlen wieder zurückgegangen. Zwischen Januar und Dezember 2017 nahm das Bundesamt insgesamt 222.683 Erst- und Folgeanträge auf Asyl entgegen, im selben Zeitraum des Jahres 2018 waren es noch 185.853 Anträge, 2019 noch 165.938 Anträge und 2020 insgesamt 122.170 Anträge. In den letzten Jahren steigen die Zahlen wieder: 2021 wurden 190.816 Asylanträge in Deutschland gestellt, im Jahr 2022 waren es insgesamt 244.132 Asylanträge.

Wie verteilen sich die Anträge auf die Bundesländer?

Im Jahr 2025 haben Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Bayern die meisten Asylerstanträge entgegengenommen. Im Jahr 2024 und den Jahren davor waren es ebenfalls diese drei Bundesländer. Sie müssen nach dem sogenannten Externer Link: Königsteiner Schlüssel die meisten Asylsuchenden aufnehmen. Der Königsteiner Schlüssel regelt die Verteilung der Asylbewerber auf die einzelnen Bundesländer.

Rückblick: Wie viele Asylsuchende kamen zwischen 2014 und 2018 in Deutschland an?

Zahlen zu bei ihrer Ankunft in Deutschland registrierten Asylsuchenden werden seit Mitte 2018 nicht mehr veröffentlicht. Daher ist hier nur ein Rückblick möglich.

Die Anzahl der monatlich gestellten Asylanträge lag in den Jahren 2017 und 2018 leicht höher als der Zugang von Asylsuchenden. Von Januar bis Dezember 2017 wurden 186.644 Asylsuchende in Deutschland registriert, zwischen Januar und April 2018 gab es 54.790 Registrierungen. Die meisten von ihnen stammten aus Syrien, Irak und Nigeria, aber auch die Türkei und die Russische Föderation waren unter den zehn meistgenannten Herkunftsländern.

Bis Ende 2016 waren nur die Asylantragszahlen zentral vom BAMF erhoben worden. Seit 2017 gab es eine offizielle Asylgesuchstatistik, in der auch alle ankommenden Flüchtlinge und Asylsuchende zentral erfasst wurden, die noch keinen Antrag auf Asyl gestellt haben. Die Asylgesuchstatistik hat die Erfassung durch das sogenannte EASY-System ersetzt. Bei den im EASY-System erfassten Asylsuchenden konnten Fehl- oder Doppelregistrierungen nicht ausgeschlossen werden. Ein direkter Vergleich der Asylgesuchstatistik mit den EASY-Zahlen der Vorjahre ist daher nicht sinnvoll.

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