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Freiheitsturm in Teheran

Politik und Geschichte

Mit einer Revolution setzen die Iraner und Iranerinnen 1979 den Schah ab. Unter Ajatollah Chomeini folgt die Gründung der Islamischen Republik, ein widersprüchliches Konstrukt, das demokratische und autoritäre Elemente verbindet. Kurz nach der Revolution beginnt der Irak-Iran-Krieg (1980-1988). Die 1990er Jahre sind geprägt vom Wiederaufbau und Reformbemühungen, doch mit Präsident Mahmoud Ahmadinedschad wird Iran ab 2005 wieder konservativer. Seine umstrittene Wiederwahl 2009 führt zu massiven Protesten, die "Grüne Bewegung" wird vom Regime zum Schweigen gebracht. Mit Präsident Hassan Rouhani verbanden sich neue Hoffnungen auf Wandel, doch die sozialen Probleme blieben.

In Teheran läuft eine Frau über eine Straße, sie trägt einen Mundschutz. Im Hintergrund ist ein großes Plakat zu sehen, das auf die Gefahr durch Covid-19 hinweist (17.03.2020).

Interview mit Bijan Khajehpour

"In der Coronakrise sind die Sanktionen eine Katastrophe für Iran"

Iran ist besonders hart vom Ausbruch des Coronavirus betroffen. Zum Missmanagement des Staates kommt das fehlende Vertrauen der Bürger hinzu, sagt der Wirtschaftsexperte Bijan Khajehpour. Das Gesundheitssystem leide unter den US-Sanktionen.

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Das Foto zeigt den Plenarsaal des iranischen Parlaments in Teheran.

Interview mit Adnan Tabatabai

"Es wird hitzig diskutiert, ob man die Wahlen boykottieren soll"

In Iran wurde am 21. Februar ein neues Parlament gewählt. Große Teile der Bevölkerung boykottierten die Wahl. Warum die Wahlbeteiligung wichtig war und um welche Themen es ging, erklärte der Politikwissenschaftler Adnan Tabatabei vor der Wahl im Interview.

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Eine Frau hält ein Foto des geistlichen Oberhauptes Ajatollah Ali Chamenei in die Höhe, 5. Juni 2018.

Wilfried Buchta

Machtkonstante Theokratie: Iran nach 1979

Irans politisches System ist einmalig: Es verschränkt republikanische und theokratische Institutionen. Trotz ideologischer Widersprüche sowie innen- und außenpolitischer Krisen ist die Islamische Republik bemerkenswert stabil. Der Iran-Experte Wilfried Buchta erklärt, warum.

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Revolutionsführer Ali Chamenei hat Angehörige der Revolutionsgarden zu einem Treffen in Teheran eingeladen. Chamenei sitzt auf einem Podest, vor ihm stehen hunderte von Gardisten (18.09.2016).

Alessandro Topa

Machtgefüge Iran: Kleriker, Garden – und eine Generation ohne Einfluss

Irans Machtverteilung ist komplex: Es gibt Formen des politischen Pluralismus – und zugleich einen Revolutionsführer mit enormer Machtfülle. Alessandro Topa skizziert das Machtgefüge – von den "Gründungsvätern" über die Revolutionsgarden bis hin zur Gruppe der unter 40-Jährigen.

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Große Demonstration gegen den Schah in der Innenstadt von Teheran, 9. Oktober 1978.

Monika Gronke

Irans Geschichte: 1941 bis 1979

Mit Duldung des Westens steigt Mohammed Reza Schah ab den 1950er Jahren zum Alleinherrscher auf. 1963 wird erstmals Ajatollah Ruhollah Chomeini politisch aktiv, der später zur identitätsstiftenden Figur der Islamischen Revolution werden sollte. Monika Gronke fasst die Ereignisse zusammen.

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Eine Frau läuft auf der Straße vor einem Wandbild entlang, das Irans Flagge zeigt, 22. Mai 2019. (© picture-alliance/dpa)

Alessandro Topa

Irans Geschichte: 1979-2019 – Zwischen Revolution, Reformversuchen und regionalem Hegemonieanspruch

1979 wurde die Islamische Republik Iran gegründet. Es folgten ein Krieg, Wiederaufbau, Reformbemühungen und deren Scheitern. Heute lahmt Irans Wirtschaft, internationale Sanktionen sind wieder in Kraft. Der Iran-Experte Alessandro Topa blickt auf 40 Jahre iranische Geschichte.

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Das Geschäft mit dem Öl dominiert Irans Wirtschaft.

Martin Beck

Erdöl, Klientelpolitik, Sanktionen: Irans sozioökonomische Entwicklung

Nach einer langen Wachstumsphase steckt Irans Wirtschaft tief im Abschwung. Auch aufgrund internationaler Sanktionen. Derweil kämpft die Gesellschaft mit Arbeitslosigkeit und sozialer Ungerechtigkeit. Martin Beck analysiert die sozioökonomische Entwicklung des Landes.

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Eine Unterstützerin des Präsidentschaftskandidaten Mir Hossein Mussawi bei einer Wahlkampfveranstaltung in Teheran im Juni 2009.

Rudolph Chimelli

Iran ist anders

Als im Frühjahr 2011 die Menschen in Tunesien und Ägypten ihre Regierungen stürzten, blickte die Welt erneut auch auf Iran: Im Sommer 2009 hatte es dort Massendemonstrationen gegen das Regime gegeben, die sogenannte Grüne Bewegung forderte Reformen. Doch der Protest wurde blutig unterdrückt. Ein Essay des Nahost-Experten Rudolph Chimelli aus dem Jahr 2011.

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Videoprojekt

Atlas des Arabischen Frühlings

Die Video-Edition des Atlas des Arabischen Frühlings nimmt die Umbrüche in Tunesien, Libyen, Syrien, Ägypten und ihren Nachbarländern unter die Lupe und berichtet über deren überregionale Folgen.

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Informationen zur politischen Bildung

Naher Osten

Was führte zum Arabischen Frühling, der 2011 im Nahen Osten die herrschenden Machtverhältnisse erschütterte? Und welche Bilanz lässt sich fünf Jahre später ziehen? Blick auf eine Region in der Krise.

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Dossier

Antisemitismus

Antisemitismus ist eine antimoderne Weltanschauung, die in der Existenz der Juden die Ursache aller Probleme der heutigen Welt sieht. Das Dossier beleuchtet Geschichte und Gegenwart der Judenfeindschaft und hilft, sie zu entlarven.

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Zuflucht gesucht

Navid aus Iran

Navid gehört zur Volksgruppe der Kurden und ist in Iran Unterdrückung ausgesetzt. Mit seiner Mutter flieht er nach Europa. Die Eingewöhnung fernab der Heimat fällt ihm nicht leicht.

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