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Freiheitsturm in Teheran

Gesellschaft

Irans Wirtschaft steckt in einer Krise: Arbeitslosigkeit und Inflation sind hoch, die soziale Ungerechtigkeit wächst. Das sorgt für Ärger und Frust, die auch bei Protesten deutlich werden. Iran ist mit seinen insgesamt 80 Millionen Einwohnern und Einwohnerinnen ein junges Land: Drei Viertel der Menschen sind unter 40 Jahren. Doch nur wenige profitieren von dem Regime, viele sind ohne Perspektive. Neben sozialen Fragen leidet Iran zunehmend unter massiven Umweltproblemen. Zugleich gibt es weiterhin politischen Widerstand gegen staatliche Repressionen, Zensur und die strikte Kleidungordnung für Frauen. Denn trotz Unterdrückung hat Iran eine vielfältige Zivilgesellschaft.

Eine junge Frau steht inmitten von Rauchwolken und hebt einen Arm als Geste des Widerstands in die Luft; während Demonstrationen an der Universität von Teheran wurde eine Rauchgranate geworfen, 30. Dezember 2017.

Katajun Amirpur

Irans Zivilgesellschaft: Die Hoffnung auf Reformen ist verflogen

Die Wirtschaft in Iran kriselt. Hinzu kommt die Gefahr eines Krieges. Doch obwohl Perspektiven fehlen, gibt es Freiräume und mutige Menschen. Die Islamwissenschaftlerin und Iranistin Katajun Amirpur wirft in ihrem Essay anhand einzelner persönlicher Begegnungen einen Blick auf die aktuelle Situation.

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Eine Familie läuft in Teheran unter einer Brücke hindurch, vermutlich eine Autobahnbrücke (17. Juni 2019).

Interview mit Amir Hassan Cheheltan

Gefangen in Arbeitslosigkeit und Inflation

Die Iraner haben das Vertrauen in ihre Regierung verloren, sagt der iranische Schriftsteller Amir Cheheltan. Die Menschen seien enttäuscht, die Wirtschaft steckt in einer Krise. Doch der anhaltende Konflikt in der Region spiele dem Regime in die Hände.

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Blick auf den Urmia-See im Nordwesten Irans. Vorne im Bild liegt ein Schiff auf Grund; weiter hinten ist Wasser erkennbar (September 26, 2018).

Interview mit Kaveh Madani

Irans Wasserkrise: Missmanagement und anhaltende Konflikte

Bevor er das Land verlassen musste, war Kaveh Madani stellvertretender Leiter des iranischen Umweltministeriums. Der Wissenschaftler spricht über Irans Wasserkrise und ihre Ursachen. Zugleich fordert er Frieden und Stabilität in der Region – sonst sei ein umfassender Umweltschutz nicht möglich.

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In Teheran, Irans Hauptstadt, laufen laufen Passantinnen über eine Straße. Sie tragen Kopftuch, teils auch Sonnenbrille (17. Mai 2014)

Shabnam von Hein

Das Herz der iranischen Zivilgesellschaft – die Frauenbewegung

Seit fünf Generationen kämpfen Frauen in Iran für mehr Rechte. Ihre Bewegung ist tief verwurzelt in der Gesellschaft – auch, weil sich viele dieser Frauen stets für die Rechte aller eingesetzt haben. Die Journalistin Shabnam von Hein skizziert die Frauenbewegung in Iran.

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Eine junge Frau in Jeansjacke und langem Schal, um die Haare zu bedecken, blickt nach rechs. Sie steht auf einer Art Anhöhe, hinter ihr erstreckt sich die iranische Stadt Ghom.

Interview mit Azadeh Kian

Gut ausgebildet und arbeitslos: Irans Jugend

Die Arbeitslosigkeit in Iran ist hoch – besonders unter jungen Leuten. Sie waren zuletzt die treibende Kraft bei Protesten gegen das Regime, sagt die Soziologin Azadeh Kian. Doch die eine Jugend in Iran gibt es nicht: Es gibt soziale und politische Gegensätze. Manche haben mehr zu verlieren als andere.

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Eine kurdische Familie sitzt vor einem Haus in der Stadt Palangan in der Provinz Kurdistan im Nordwesten Irans.

Charlotte Wiedemann

Vielvölkerstaat Iran: Das Misstrauen der Regierung

Iran ist ethnisch und kulturell reich – im Westen ist das kaum bekannt. Die Situation der ethnischen Minderheiten ist unterschiedlich. Doch viele eint, dass sie Vorurteile und Misstrauen erfahren. Die Journalistin Charlotte Wiedemann erklärt die Diversität Irans.

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Zwei junge Frauen sitzen im Freien auf Stufen und unterhalten sich. Eine von den beiden blickt auf ihr Smartphone. Beide sind modern gekleidet und tragen ein Kopftuch (2. Juli 2019)

Interview mit Marcus Michaelsen

Zensur und Sperre: Iran arbeitet an nationalem Internet

In Iran wird die digitale Infrastruktur ausgebaut. Gleichzeitig wird das Netz staatlich kontrolliert, und das Regime arbeitet an einem nationalen Internet. Marcus Michaelsen spricht über die Gegenkultur zur Zensur und die politische Schlagkraft des Internets.

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Drei Besucherinnen schauen sich Bilder an auf der Teer Kunstmesse in Teheran, Juni 2019.

Hannah Jacobi

Zeitgenössische Kunst in Iran – zwischen Kreativität, Kommerzialisierung und Kontrolle

Iran ist bekannt für seinen Film, seine Literatur und seine bildende Kunst. Dort gibt es eine lebendige und kreative Szene, die sich trotz Wirtschaftskrise und Zensur ihre Freiräume schafft. Ihre Entwicklung skizziert die Kunsthistorikerin Hannah Jacobi.

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Video

Feminin - Masculin

In Iran gibt es in Bussen unterschiedliche Bereiche für Männer und Frauen. Während Frauen üblicherweise hinten einsteigen, sitzen die Männer vorne beim Busfahrer. In Faranazh Shiris Bus war es genau umgekehrt. Hier saßen die Frauen vorn und die Männer hinten. Das führte täglich zu Diskussionen.

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Videoprojekt

Atlas des Arabischen Frühlings

Die Video-Edition des Atlas des Arabischen Frühlings nimmt die Umbrüche in Tunesien, Libyen, Syrien, Ägypten und ihren Nachbarländern unter die Lupe und berichtet über deren überregionale Folgen.

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Informationen zur politischen Bildung

Naher Osten

Was führte zum Arabischen Frühling, der 2011 im Nahen Osten die herrschenden Machtverhältnisse erschütterte? Und welche Bilanz lässt sich fünf Jahre später ziehen? Blick auf eine Region in der Krise.

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Dossier

Antisemitismus

Antisemitismus ist eine antimoderne Weltanschauung, die in der Existenz der Juden die Ursache aller Probleme der heutigen Welt sieht. Das Dossier beleuchtet Geschichte und Gegenwart der Judenfeindschaft und hilft, sie zu entlarven.

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Zuflucht gesucht

Navid aus Iran

Navid gehört zur Volksgruppe der Kurden und ist in Iran Unterdrückung ausgesetzt. Mit seiner Mutter flieht er nach Europa. Die Eingewöhnung fernab der Heimat fällt ihm nicht leicht.

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