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Christlich-Soziale Union (CSU)

Christlich-Soziale Union (CSU)

Die CSU ist eine christlich-konservative Volkspartei, die sich ausschließlich in Interner Link: Bayern (BY) zur Wahl (Interner Link: Wahlen) stellt und im Dt. Interner Link: Bundestag eine Fraktionsgemeinschaft mit der CDU bildet. Seit 1946 stellt sie (mit Ausnahme der Jahre 1954–1957) den bayerischen Ministerpräsidenten (Interner Link: Ministerpräsident/Ministerpräsidentin).

Die CSU wurde 1945 in München gegründet und tritt für eine Stärkung des Interner Link: Föderalismus ein. Sie wurde insb. durch den langjährigen Vorsitzenden (1961–1988) und bayerischen Ministerpräsidenten (1978–1988) F. J. Strauß geprägt. Weitere Vorsitzende: J. Müller 1945–1949; H. Ehard 1949–1955; H. Seidel 1955–1961; T. Waigel 1988–1999; E. Stoiber 1999–2007; E. Huber 2007–2008; H. Seehofer 2008–2019; seit 2019 M. Söder.

Programmatisch konservativer als die CDU wendet sich die CSU an die »Bürger aller sozialen Schichten (Interner Link: Schicht/Schichtung) und gesellschaftlichen Gruppen«, »sieht die Grundlage ihrer politischen Arbeit in einem Menschenbild, das von christlichen Wertvorstellungen geprägt ist« und fühlt »sich einer dauerhaften Wertordnung verpflichtet« (Schutz der Familie, des Interner Link: Eigentums, Förderung der Klein- und Mittelbetriebe).

Die CSU ist eine überkonfessionelle Interner Link: Partei mit ca. 139.000 Mitgliedern (2018). Die wichtigsten Organe sind der Parteitag, der Parteiausschuss, der Landesvorstand und das Präsidium. Die CSU hat acht Arbeitsgemeinschaften (Junge Union Bayern (Interner Link: Junge Union Deutschlands (JU)), Frauen-Union, Arbeitnehmer-Union, Arbeitsgemeinschaft für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Kommunalpolitische Vereinigung, Mittelstands-Union, Union der Vertriebenen, Senioren-Union) und den rechtlich selbstständigen Wirtschaftsbeirat der Union e. V.

Quelle: Schubert, Klaus/Martina Klein: Das Politiklexikon. 7., aktual. u. erw. Aufl. Bonn: Dietz 2020. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

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