Eindruck vom Hackathon, Entwicklung von Prototypen


Sparen oder investieren?

Im Mittelpunkt der Europäischen Schuldenkrise steht der Ideenstreit zwischen den Denkschulen der Neoklassik (Angebotsorientierung) und des Keynesianismus (Nachfrageorientierung). Zum Dossier sind nun didaktische Materialien erschienen, die diese Kontroverse in Hintergrundtexten, didaktischen Anwendungen und Arbeitsblättern aufgreifen. Wie bewährt sich das Material im Unterricht?

In Barcelona demonstrieren im Sommer 2012 Tausende gegen die Sparmaßnahmen der Regierung.In Barcelona demonstrieren im Sommer 2012 Tausende gegen die Sparmaßnahmen der Regierung. (© picture-alliance, Photoshot)

Etwa ein Jahrzehnt ist es her, dass die internationale Finanzkrise Europa erreichte. Nur wenige Jahre später kam es in vielen Ländern der Eurozone zu einer Wirtschafts- und Staatsschuldenkrise, unter deren Nachwirkungen noch immer viele Länder zu leiden haben. Bei der Bewältigung der vielen Teilaspekte dieser Krise herrscht ein fundamentaler Dissens zwischen – mindestens – zwei sich widerstreitenden wirtschaftstheoretischen Lagern. Es geht immer wieder um die Kontroverse zwischen postkeynesianischer Ausgabenpolitik auf der einen sowie strikter neoklassischer Aus- und Aufgabenbegrenzung auf der anderen Seite. Kurz gesagt lautet dabei eine der Kernfragen: Sparen oder Investieren?

Genau hier knüpft das Dossier "Europäische Schuldenkrise" an. Der ungelöste Disput wird anhand grundlegender Fragen und Infografiken zum Thema erläutert. Über deren Interpretation streiten sich jeweils zwei ausgewiesene Experten. Weiteres Grundlagenwissen verschaffen eine Zeitleiste, ein Glossar sowie Videointerviews.

Zum Dossier sind jetzt online verfügbare didaktische Materialien erschienen: Anhand von Hintergrundtexten sollen Grundlagen im Bereich makroökonomischer Konzepte gelegt werden. Diese sollen helfen, die in den Videointerviews und in den 17 schriftlichen Debatten des Dossiers formulierten Standpunkte im größeren Kontext zu betrachten und konkurrierenden ökonomischen Denkschulen zuzuordnen. Im Mittelpunkt steht dabei der Ideenstreit zwischen den Denkschulen der Neoklassik (Angebotsorientierung) und des Keynesianismus (Nachfrageorientierung).

Daneben steht relevantes Datenmaterial zum besseren Verständnis der wirtschaftlichen Problemlagen im Euroraum bereit. Lernende können so ein Verständnis dafür gewinnen, ökonomische Begriffe wie Wirtschaftswachstum, Haushaltsdefizite, Staatsverschuldung, Exportüberschüsse und -defizite im Zusammenhang zu interpretieren.

Mit Hilfe der Arbeitsblätter können Lernende die Inhalte der Hintergrundtexte und Debatten des Dossiers „Europäische Schuldenkrise“ in Eigenarbeit wiederholen und durchdringen. Lehrenden stehen die entsprechenden Lösungsblätter zur Verfügung.

Alle Angebote können jeweils als pdf-Datei oder als freie Bildungsmaterialien (odt-Datei) heruntergeladen werden.

Lehrende verschiedender Bildungseinrichtungen haben die Materialien im Rahmen der Ausprobiert-Aktion getestet. Das Anwendungsbeispiel eines Teilnehmenden finden Sie hier. Im Video-Interview erzählt Till van Treeck, Entwickler des didaktischen Materials, welche Inhalte es bietet, wie es entwickelt wurde und wie Lehrende es im Unterricht einsetzen können.

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