Das zerstörte Nürnberg

5.1.2005

Baustein 3.1: Vorbereitung der Befragung

In der Vorbereitungsphase erledigen die Lehrperson und die Jugendlichen alle Arbeitsschritte gemeinsam. Die Lerngruppe wird so in den Stand versetzt, selbständig eine Befragung durchzuführen. Dabei bieten sich unterschiedliche Ansätze an - einige Beispiele:
  1. Befragung von Jugendlichen an unserer Schule
  2. Repräsentative Befragung der Bürger/innen unserer Stadt
  3. Befragung von Jugendlichen an unterschiedlichen Kooperationsschulen
  4. ...
Zu Beginn des Unterrichtsbausteins erfolgt ein kooperatives Planungsgespräch von Lehrenden und Jugendlichen, in dem unter der Perspektive, eine lokale Befragung durchzuführen, ein Aufgabenkatalog erstellt wird, der die einzelnen Arbeitsschritte des gesamten Projekts enthält – mit Hilfe von M 03.02 können die Schüler weitgehend selbständig die Methode der Befragung erarbeiten. Damit wird die Intention verfolgt, dass sich die Schülerinnen und Schüler genau über Ziele und Fragestellung des Vorhabens Klarheit verschaffen und gleichsam ein gemeinsames Handlungsprodukt festlegen: "Was soll am Ende stehen, was wollen wir erreichen, welche Aufgaben müssen wir lösen, um das zu erreichen?"

Bei Bedarf kann der methodischen Erarbeitung die Analyse der Karikatur M 03.01 vorgeschaltet werden, um daraus die leitende (methodische) Problemstellung zu erarbeiten: "Demoskopie – schwarze Magie oder wissenschaftliche Kunst?" Dadurch wird die Aufmerksamkeit der Lernenden auf die häufig geäußerte Kritik an der mangelnden Wissenschaftlichkeit der Demoskopie gelenkt. Darauf aufbauend können die Lernenden mögliche Gütekriterien von empirischen Umfragen benennen. Dieses Vorgehen hat den Vorteil, dass die Lernenden nun ihrerseits ein Qualitätsbewusstsein für die eigene Befragung entwickeln.

Wenn der Aufgabenkatalog zusammengestellt ist, dessen grundlegende Bestandteile im Planungsraster aufgelistet sind, erscheint es sinnvoll, eine grobe Gesamtplanung mit Phasen, Terminen, Aktivitäten etc. des Projekts etwa als Wandzeitung im Klassenraum für alle sichtbar aufzuhängen. Gleichzeitig bietet dies die Möglichkeit, die Planungsarbeit für eventuell später hinzukommende Schüler transparent zu machen sowie offen und revisionsfähig zu halten.


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