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Bürgerrechtsbewegung

Bezeichnung für alle organisierten politischen Aktivitäten zur Durchsetzung von Bürger- und Menschenrechten. Wie bei allen sozialen Bewegungen kann auch hier zwischen konventionellen und unkonventionellen Maßnahmen unterschieden werden, die dazu dienen, einerseits öffentliche (und internationale) Aufmerksamkeit auf die Verletzung von Menschen- und Bürgerrechten in einem Staat zu lenken und andererseits politischen Druck und (Gegen-)Macht aufzubauen, um entsprechende Rechte durchsetzen zu können.

Wichtige B. waren z. B. die Bewegungen zur Beseitigung der Rassendiskriminierung Anfang der 1960er-Jahre in den USA und die B. zur Überwindung der Apartheid in Südafrika. Eine zentrale Rolle bei der Überwindung des Staatssozialismus spielten B. im ehemaligen Ostblock (z. B. in der CZE das »Bürgerforum« und in der DDR seit 1985 die »Initiative für Frieden und Menschenrechte«, seit 1989 das » Neue Forum« u. a.).

Siehe auch:
Menschenrechte
Staat
Recht
Apartheid
Ostblock/Ostblockstaaten
Neues Forum
Neue Soziale Bewegungen

Quelle: Schubert, Klaus/Martina Klein: Das Politiklexikon. 7., aktual. u. erw. Aufl. Bonn: Dietz 2018. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.



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