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Dänemark (DNK)

Das Königreich DNK (Kongeriget Danmark) ist nördlicher Nachbar DEUs und seit 1973 Mitglied der EG/ Europäischen Union, außerdem ist es Gründungsmitglied der NATO und der Vereinten Nationen (UN). Hauptstadt: Kopenhagen (København).

Nach der Verfassung von 1953 ist DNK eine konstitutionelle Erbmonarchie auf parlamentarisch-demokratischer Grundlage.

Staatsoberhaupt: König/Königin (v. a. Repräsentationspflichten). Exekutive: Staatsrat, bestehend aus dem Staatsoberhaupt und dem Kabinett (Ministerrat) mit dem Staatsminister an politischer Spitze. Staatsminister und Minister sind jeweils unmittelbar gegenüber dem Parlament verantwortlich, d. h., sie können einzeln abberufen werden. Der Premierminister hat das Recht, Neuwahlen festzusetzen. Legislative: Einkammerparlament (Folketing) mit 179 für vier Jahre gewählten Abgeordneten, davon 2 Sitze für grönländische Abgeordnete und 2 Sitze für Abgeordnete der Färöer-Inseln. Zur Kontrolle aller staatlichen Einrichtungen und Verwaltungen verfügt das Parlament über einen sog. Ombudsmann.

Parteien: die Sozialdemokratische Partei (S), die Sozialistische Volkspartei (SF), die Sozialliberale Partei (RV), die Liberale Partei (V), die Liberale Allianz (LA), die Konservative Volkspartei (C), die Dänische Volkspartei (DF), die Alternative (Å) und die Einheitsliste (EL).

Politische Gliederung: 5 Regionen, 98 Kommunen; seit 1979 Autonomiestatus für Grönland (2009 erweitert); weitgehende Autonomie der Färöer-Inseln seit 1948.

5,7 Mio. Einw./2016; Amtssprache: dänisch; Konfessionen: 76 % Lutheraner, 4 % Muslime.

BIP/Kopf: 53.417 US-$/2016; Erdöl-, Erdgasförderung, Maschinenbau, Schiffsbau, Nahrungsmittelindustrie, Brauereibranche. Seit 1997 versorgt sich DNK fast durchgehend selbst mit Energie. Der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung liegt bei über 50 %.

Siehe auch:
Europäische Gemeinschaft (EG)
Europäische Union (EU)
NATO (Nordatlantikpakt)
Vereinte Nationen (UN)
Verfassung
Staatsoberhaupt
Kabinett
Minister/Ministerin
Parlament
Premierminister/Premierministerin
Abgeordnete
Ombudsmann/Ombudsfrau

Quelle: Schubert, Klaus/Martina Klein: Das Politiklexikon. 7., aktual. u. erw. Aufl. Bonn: Dietz 2018. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.



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